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Karlinbach

Geomorphologische Beschreibung

Karlinbach oberhalb Graun (Quelle: Landesagentur für Umwelt)Der rund 17 km lange Karlinbach entwässert Langtaufers. Das Einzugsgebiet erstreckt sich über 110 km² und liegt zwischen 3738 m (Weißkugel) und 1498 m Meereshöhe an der Mündung in den Reschensee.

Geologisch ist das Einzugsgebiet des Karlinbaches hauptsächlich aus Glimmerschiefern und Paragneisen aufgebaut. Wie aus der hohen Lage des Einzugsgebietes zu schließen ist, wird der Karlinbach stark von Gletschern beeinflusst. Im Talboden werden die Wiesen für die Viehwirtschaft genutzt.

Wasserableitungen zur hydroelektrischen Nutzung bestehen u.a. in Melag und an einigen Seitenzubringern, wobei der Rieglbach als der bedeutendste von ihnen zu nennen ist.

Längs des Karlinbaches befinden sich mehrere Siedlungen, wie die Weiler Melag, Kapron, und Pedross sowie die Ortschaft Graun. Die Abwässer werden in der Kläranlage Glurns gereinigt.

Biologische Gewässergüte (2009)

Die drei Beprobungen des Makrozoobenthos im Jahr 2009 ergaben im Mittel eine dritte/zweite Klasse der biologischen Gewässergüte. Es wurden zwar bei allen Beprobungen einige reinwasserliebende Steinfliegen angetroffen, doch die Gesamtanzahl der Individuen und der verschiedenen Taxa war sehr gering. Es gibt dafür sowohl anthropogene Ursachen (landwirtschaftliche Tätigkeit im Tal) als auch natürliche (Beeinflussung durch Gletscher), wobei der starke Gletschereinfluss sicher Hauptgrund für die Beeinträchtigung ist.

Im Jahr 2005 war das Ergebnis noch eine zweite Klasse, nun hat es sich um eine halbe Klasse verschlechtert.

Die Untersuchung der Kieselalgen ergab hingegen eine erste Güteklasse des ICMi Index, das heißt dass nur geringe Mengen an Nährstoffen in das Gewässer gelangen.

(Letzte Aktualisierung: 12.11.2014)