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Passer

Geomorphologische Beschreibung

Mit einer Länge von 42 km ist die Passer einer der größten Zuflüsse der Etsch auf Südtiroler Raum. Ihr Einzugsgebiet ist das Passeiertal mit einer Fläche von 428 km². Es reicht von 3481 m (Hoch Wilde) bis hin zu 295 m Meereshöhe an der Mündung in die Etsch (bei Meran). Die bedeutendsten Zuflüsse sind der Pfelderer Bach, der Waltner Bach und der Kalmbach.

Passer in Meran (Quelle: Landesagentur für Umwelt)Im Oberlauf durchquert die Passer die Gesteine des Schneeberger Zuges. Südlich von Moos fließt sie durch die Paragneise, Orthogneise, Amphibolite und Glimmerschiefer mit eingelagerten Marmoren und Amphiboliten verschiedener ostalpiner Einheiten. An einigen Stellen im Tal gibt es große Moränenablagerungen.

Aus morphologischer Sicht unterscheidet man das Hinter- und das Vorderpasseier; ersteres weist ein stärkeres Gefälle als letzteres auf. Im Hinterpasseier überwiegt die Almwirtschaft. Weiter talauswärts befinden sich im Umland der Passer intensiv bewirtschaftete Wiesen, die im äußeren Teil des Tales dann von Obstplantagen abgelöst werden.

Auch im Einzugsgebiet der Passer wird die Wasserkraft zur Stromerzeugung genutzt: es bestehen zahlreiche kleinere und mittelgroße Kraftwerke an der Passer und an einigen ihrer Zuflüsse. Seit Kurzem wird das Wasser der Passer nun auch zwischen Moos und St. Leonhard für ein Kraftwerk abgeleitet.

Unter den wichtigsten Ortschaften im Passeiertal sind Moos, St. Leonhard, St. Martin und Riffian zu nennen. Die Abwässer werden in der Abwasserreinigungsanlage von St. Martin bzw. von Meran gereinigt. Weiters gibt es eine mechanische Anlage in Rabenstein.

Biologische Gewässergüte (2012)

Die Makrozoobenthosuntersuchungen ergeben an allen Probestellen eine erste Klasse, was eine leichte Verbesserung im Vergleich zu den vorhergehenden Untersuchungen bedeutet.
Die Ergebnisse der Kieselalgenuntersuchung ergeben ebenfalls an allen Probestellen eine erste Klasse und bestätigen damit frühere Untersuchungen. Die Untersuchungen des Fischbestandes werden 2013 abgeschlossen. Im Jahr 2011 wurden zusätzlich die Abschnitte der Passer ober und unterhalb der Ausleitung unter Moos untersucht. Laut Star ICM-Index erzielten beide Bereiche sehr gute bis gute Ergebnisse.

Qualitätselement

Makrozoobenthos

Kieselalgen

Fische

biologisches Gesamturteil

Methode

STAR_ICMi

ICMi

ISECI

11149 – bei Moos, unterhalb Brücke nach Pfelders

I

I

II

II

11150 – bei Quellenhof

I

I

II

II

11154 – oberhalb Mündung

I

I

II

II

Qualitätszustand: I = sehr gut; II = gut; III = mäßig; IV = unbefriedigend; V = schlecht; n.d. = nicht untersucht

(Letzte Aktualisierung: 07.03.2014)