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Saldurbach

Geomorphologische Beschreibung

Saldurbach oberhalb Schluderns (Quelle: Landesagentur für Umwelt)

Der Saldurbach entwässert das Matscher Tal und mündet nach 22 km in die Puni, welche bald darauf in die Etsch mündet. Sein Einzugsgebiet erstreckt sich über 100 km², wobei die Weißkugel mit 3738 m Meereshöhe die höchste Erhebung ist. Die Mündung liegt auf 900 m Meereshöhe in der Schludernser Au. Zu den wichtigsten Zubringern zählen der Upiatalbach und die Abflüsse aus den Saldurseen.

Aus geologischer Sicht besteht das Matscher Tal vorwiegend aus Glimmerschiefern und Paragneisen des Ötztalkristallins und der Matscher Decke. Unterhalb der Ortschaft Matsch sind mächtige Moränenablagerungen und Terrassenschotter angeschnitten. Vor allem im Mittellauf wird das Umland des Saldurbaches intensiv bewirtschaftet.

Oberhalb des Dorfes Matsch wird der Saldurbach für Kraftwerkszwecke abgeleitet. Die bedeutendsten Ortschaften längs des Saldurbaches sind Matsch und Schluderns. Die Abwässer von Matsch werden in einer Abwasserreinigungsanlage entsorgt.

Biologische Gewässergüte (2009)

Die Beprobungen des Makrozoobenthos 2009 ergaben im Schnitt eine zweite Klasse. Grundsätzlich sind die Beeinträchtigungen des Saldurbaches nicht organischer, sondern physisch-mechanischer Natur. Sowohl natürliche (Gletschereinfluss) als auch künstliche Faktoren (Entleerung des Entsanders) spielen hier eine Rolle. Die Gewässerqualität des Saldurbaches hat sich seit 2001 nicht verändert. Die Untersuchungen der Kieselalgen ergaben eine erste Güteklasse.