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Seensanierung und Seenrestaurierung

Unter "Sanierung" versteht man jene Maßnahmen, durch die Schadstoffe von einem See ferngehalten werden. Die erste und wichtigste Sanierungsmaßnahme ist der Bau von Kanalisationen, die die direkte Einleitung von Abwasser in Seen oder die indirekte Einleitung von belastenden Stoffen über die Zuflüsse aufheben. Die mechanisch-biologische Klärung der Abwässer allein reicht nicht aus, um den See vor Eutrophierung zu schützen, sondern es bedarf noch einer dritten Reinigungsstufe, durch die der Phosphorgehalt des geklärten Abwassers weiter gesenkt wird. Die direkte Einleitung von Abwässern in Südtiroler Seen ist selten, in manchen Fällen haben jedoch die Zuflüsse einen relativ hohen Nährstoffgehalt und bedingen eine Eutrophierung des betroffenen Gewässers.
Von "Restaurierung" spricht man, wenn die Maßnahmen im See ansetzen. Es gibt eine Vielfalt von Restaurierungsmaßnahmen, und es werden immer wieder neue entwickelt. Zu den häufigsten Verfahren gehören:

  • Schaffung eines künstlichen Zuflusses,
  • Belüftung des Freiwassers oder des Sediments,
  • Tiefenwasserableitung,
  • Entschlammung,
  • mechanische Pflanzenentnahme (Entkrautung),
  • Reduzierung der Verlandungszone (Schilf)
  • chemische Fällung der Nährstoffe,
  • Biomanipulation (regulierende Eingriffe in die Nahrungskette, z. B. über den Fischbestand),
  • Schilfschnitt.

Angaben über die an Südtiroler Seen durchgeführten Seenschutzmaßnahmen (Sanierung und Restaurierung) finden sich in den Datenblättern der einzelnen Seen.