Regionaler Zuschlag auf die Einkommensteuer der natürlichen Personen (Regionaler IRPEF-Zuschlag)

Was ist der Regionalzuschlag IRPEF

Der Regionalzuschlag IRPEF stellt in Italien eine zusätzliche Steuerquote zur IRPEF dar und wird seit dem 1. Januar 1998 eingehoben.

Wer zahlt den Regionalzuschlag IRPEF

Die Steuer ist in jener Region geschuldet, in der der Steuerpflichtige am 31. Dezember des Referenzgeschäftsjahres seinen Steuerwohnsitz hat. Jede Region oder Autonome Provinz hat das Recht, den Steuersatz innerhalb bestimmter Grenzen zu ändern sowie über Steuerabzüge oder andere unterstützende Maßnahmen und direkte wirtschaftliche Unterstützung für IRPEF-Subjekte zu verfügen.

Steuersätze und Begünstigungen die in der Autonomen Provinz Bozen vorgesehen sind – Steuerjahr 2020

von Euro

bis Euro

Steuersatz

Begünstigung

gesetzliche Bestimmung

0

75.000,00

1,23%

allen Steuerpflichtigen steht ein zusätzlicher Abzug in Höhe von 35.000,00 Euro zu

Art. 21/sexiesdecies, Landesgesetz vom 11. August 1998, Nr. 9

75.000,01

999.999.999,00

1,73%

0,00

70.000,00

 

Steuerabzug von 252,00 Euro für jedes zu Lasten lebende Kind

Art. 1, Absatz 2, Landesgesetz vom 23. Dezember 2010, Nr. 15

 

Steuersätze und Begünstigungen die in der Autonomen Provinz Bozen vorgesehen sind – Steuerjahr 2019

von Euro

bis Euro

Steuersatz

Begünstigung

gesetzliche Bestimmung

0,00

999.999.999,00

1,23%

allen Steuerpflichtigen steht ein zusätzlicher Abzug in Höhe von 28.000,00 Euro zu

Art. 21/sexiesdecies, Landesgesetz vom 11. August 1998, Nr. 9

0,00

70.000,00

 

Steuerabzug von 252,00 Euro für jedes zu Lasten lebende Kind

Art. 1, Absatz 2, Landesgesetz vom 23. Dezember 2010, Nr. 15

 

Entwicklung der gesetzlichen Bestimmungen

Der Regionalzuschlag IRPEF wurde mit Art. 50 des Gesetzesdekrets vom 15. Dezember 1997, Nr. 446 eingeführt und ist seit dem Jahr 1998 der Region geschuldet (Autonomen Provinz).

Mit Artikel 28, Absatz 1, des Gesetzesdekrets vom 6. Dezember 2011, Nr. 201 wurde der Steuersatz ab dem Steuerjahr 2011, von 0,9% auf 1,23%, angehoben.

Mit Landesgesetz vom 23. Dezember 2010, Nr. 15 wurde ab der Steuerperiode 2011, jenen Personen mit einem für den regionalen Einkommensteuerzuschlag steuerpflichtigen Einkommen bis einschließlich 70.000,00 Euro und mit in steuerlicher Hinsicht zu Lasten lebenden Kindern ein Steuerabzug in Höhe von 252,00 Euro pro Kind, gewährt. Bei der Bestimmung der Obergrenze des besteuerbaren Einkommens (70.000,00 Euro) bis zu welcher der Abzugsbetrag von Euro 252,00 für jedes zu Lasten lebende Kind zusteht, darf der Absetzbetrag von Euro 35.000,00 nicht berücksichtigt werden. Zu berücksichtigen hingegen sind hingegen Miteinnahmen, welche der Ersatzsteuer unterliegen.

Mit dem Landesgesetz vom 7. April 2014, Nr. 1 wurde ab dem Steuerzeitraum 2014 ein Steuerabzug zur Bestimmung der Steuerbemessungsgrundlage des Regionalzuschlages auf die Einkommensteuer für alle Steuerpflichtigen in Höhe von 20.000 € eingeführt, um die Steuerbemessungsgrundlage für den Regionalzuschlag an die IRPEF zu bestimmen. Die Steuerbefreiung für jene Personen mit einem steuerpflichtigen Einkommen im Sinne des Regionalzuschlags IRPEF von höchstens 15.000,00 EUR wurde daher aufgehoben.

Mit dem Landesgesetz vom 23. Dezember 2015, Nr. 19 wurde der Abzugsbetrag für alle Steuerzahler von 20.000 € auf 28.000 €, ab dem Steuerzeitraum 2016, erhöht. Der Steuersatz von 1,23% bleibt unverändert, ebenso wie der Abzug von 252 € für jedes zu Lasten lebende Kind im Verhältnis zu den Monaten und dem prozentualen Anteil.

Mit dem Landesgesetz vom 19. Dezember 2015, Nr. 15 wurde der Abzugsbetrag für alle Steuerzahler von 28.000 € auf 35.000 €, ab dem Steuerzeitraum 2020, erhöht. Der Abzug von 252 € für jedes zu Lasten lebende Kind im Verhältnis zu den Monaten und dem prozentualen Anteil bleibt unverändert. Der Steuersatz, für die im Sinne der Einkommenssteuer IRPEF zu versteuernden Einkommen über 75.000,00 €, ohne Berücksichtigung des Abzugsbetrags von der Bemessungsgrundlage, wird um 0,5% von 1,23% auf 1,73% erhöht.

Die hier gemachten Angaben haben rein informativen Zweck. Um vollständige Informationen zu erhalten empfehlen wir die einschlägigen Gesetzestexte zu studieren. Insbesondere den Artikel 21-sexiesdecies des Landesgesetzes vom 11. August 1998, Nr. 9 und Artikel 1, Absatz 2, des Landesgesetzes vom 23. Dezember 2010, Nr. 15 .

In Zweifelsfällen wenden Sie sich an:

Autonome Provinz Bozen
Abteilung Finanzen – Amt für Einnahmen
Silvius-Magnago-Platz 4 – 39100 Bozen
Tel. 0471 413240
e-mail: entrate@provincia.bz.it