Abwesenheiten

Der Urlaub ist in Stunden und Minuten umgewandelt bzw. ausgedrückt. Der Ihnen für das Arbeitsjahr zustehende Urlaub ist somit, je nach Ausmaß der Wochenarbeitszeit, folgender:

  • bei 38 Wochenstunden:
    228 Stunden Urlaub (= 7:36 Stunden am Tag * 30 Tage)
  • bei 33 Wochenstunden:
    198 Stunden Urlaub (= 6:36 Stunden am Tag * 30 Tage)
  • bei 28 Wochenstunden:
    168 Stunden Urlaub (= 5:36 Stunden am Tag * 30 Tage)
  • bei 23 Wochenstunden:
    138 Stunden Urlaub (= 4:36 Stunden am Tag * 30 Tage)
  • bei 19 Wochenstunden:
    114 Stunden Urlaub (= 3:48 Stunden am Tag * 30 Tage)

Sie können den Urlaub in Tagen beanspruchen, wobei der Stundenbetrag eines Urlaubstages dem jeweiligen Tagessoll (halbe Tage der Hälfte des jeweiligen Tagessolls) entspricht, oder in Stunden, wobei auch nur die Kernzeitstunden als Urlaub eingetragen werden können (dies gilt allerdings nur für einzelne halbe Tage). Der Urlaub ist im Laufe des Jahres, während dem er anreift, zu beanspruchen.
Laut einer EU-Richtlinie müssen mindestens zwei Wochen Urlaub im Jahr gewährleistet werden; auf Antrag haben Sie Recht auf zwei aufeinander folgende Wochen.

Resturlaub

Wenn Sie aufgrund von unaufschiebbaren dienstlichen Erfordernissen oder aus besonderen persönlichen Gründen Ihren Urlaub nicht im Laufe des betreffenden Jahres nehmen konnten, kann dieser im Ausmaß von höchstens 50 % des angereiften Urlaubes innerhalb 30. September des darauffolgenden Jahres beansprucht werden.

Krankheit im Urlaub

Wenn Sie im Urlaub länger als drei Arbeitstage krank sind oder falls sie in ein Krankenhaus eingeliefert werden, kann auf Antrag der Urlaub unterbrochen werden. Sie sind allerdings verpflichtet, schon ab dem 1. Krankheitstag die Erkrankung mit einem ärztlichen Zeugnis nachzuweisen und Ihrer Dienststelle sofort zu melden.

Weiterführende Infos

Mutterschaftsurlaub

Der Mutterschaftsurlaub (verpflichtende Arbeitsenthaltung) beträgt 2 Monate vor dem voraussichtlichen Geburtstermin und 3 Monate nach dem effektiven Geburtstermin oder wenigstens 1 Monat vor dem voraussichtlichen Geburtstermin und 4 Monate nach der Geburt, sofern aufgrund eines ärztlichen Zeugnisses des Facharztes bzw. der Fachärztin der Sanitätseinheit oder des konventionierten Facharztes bzw. der konventionierten Fachärztin bestätigt wird, dass keine Gefahr für Mutter und Kind besteht. Für das Personal, das mehr als 4 Stunden täglich Bildschirmarbeit ausübt, ist eine zusätzliche Visite beim zuständigen Arzt der Arbeitsmedizin erforderlich.
Der Mutterschaftsurlaub beträgt in jedem Falle 5 Monate, auch wenn das Kind vor dem voraussichtlichen Tag geboren wurde.

In besonderen Fällen kann auch der Vater diese Freistellung beanspruchen.

Elternzeit

Für jedes Kind unter 12 Jahren stehen den Eltern folgende Elternzeiten im Höchstausmaß von 11 Monaten zu:

  • Mutter: nach Beanspruchung des Mutterschaftsurlaubes: maximal drei Monate
  • Vater: ab Geburt des Kindes für maximal drei Monate
  • Mutter oder Vater nach deren Ermessen für maximal weitere fünf Monate
  • maximal elf Monate, wenn es nur einen Elternteil gibt.

Weitere Bestimmungen regeln:

  • die täglichen Ruhepausen
  • den Sonderurlaub wegen Krankheit des Kindes
  • den Wartestand für Personal mit Kindern
  • die Freistellung aus Erziehungsgründen

Weiterführende Infos

Bezahlter Sonderurlaub

In bestimmten Fällen können Sie bezahlten Sonderurlaub beantragen:

  • Heirat: 15 aufeinander folgende Tage, in denen der Hochzeitstag enthalten ist
  • Prüfungen: Tage, an denen diese stattfinden; ist der Prüfungsort mehr als 100 Kilometer von der Wohngemeinde entfernt, wird auch der Tag vor oder nach der Prüfung gewährt; pro Jahr können bis zu 20 Tage beansprucht werden
  • Blutspende: am betreffenden Tag
  • Tod verwandter oder verschwägerter Personen: 1-5 Tage (hängt vom Grad der Verwandtschaft ab)
    Rettungseinsätze: die für den Einsatz erforderliche Zeit und bis zu 2 Tage im Jahr für entsprechende Ausbildungstätigkeit
  • andere schwerwiegende Gründe: bis zu 5 Tage

Unbezahlter Wartestand

Unbezahlter Wartestand kann aus triftigen persönlichen, familiären oder Ausbildungs- und Umschulungsgründen gewährt werden.

Bildungsurlaube

Vollzeitangestellten können ermächtigt werden, einen bezahlten Bildungsurlaub bis zu 150 Stunden im Jahr in Anspruch zu nehmen. Teilzeitangestellten mit einer Arbeitszeit von nicht weniger als 75 % wird diese Höchstgrenze im Verhältnis zur effektiven Arbeitszeit reduziert.
Dieser Bildungsurlaub wird zum Besuch von Lehrgängen gewährt, die auf die Erlangung von Studientiteln durch universitäres und post-universitäres Studium, an Schulen zweiten Grades oder an Berufsschulen abzielen.
Den Angestellten mit Hochschulabschluss oder Maturadiplom wird der Bildungsurlaub nicht gewährt, falls er für den Erwerb eines zweiten Doktortitels oder zweiten Maturadiploms verwendet werden soll.

Weiterführende Infos

Krankheit

Hat es Sie einmal schlimm erwischt und Sie sind krank geworden, müssen Sie Ihre Dienststelle davon unverzüglich informieren (am besten telefonisch bis zum Beginn der Kernzeit) und die eventuelle Änderung der Aufenthaltsadresse angeben.

Eine ärztliche Bescheinigung müssen Sie sich ab dem zweiten Krankheitstag ausstellen lassen. Mit Ausnahme einiger weniger Fälle erfolgt die Meldung durch den behandelnden Arzt auf elektronischem Wege; siehe dazu Rundschreiben Nr. 3 /2011. Mit der telematischen Übermittlung durch den Arzt wird der Bedienstete von der Pflicht befreit, seiner Dienststelle das Krankheitsattest in der bisherigen Form zukommen zu lassen. Wohl aber besteht weiterhin die Pflicht, die Abwesenheit am ersten Tag jeder Krankheitsperiode unmittelbar mitzuteilen!Wenn Sie im Laufe des Tages krank werden und Ihre Dienststelle vorzeitig verlassen müssen, stempeln Sie den Ausgang und erstellen zusätzlich den digitalen PK-Antrag aus.

Sie haben bei Krankheit folgenden Anspruch auf Bezahlung:

  • für die ersten 6 Monate: in voller Höhe
  • für die nächsten 12 Monate: 80% + evtl. Familiengeld 100%
  • für weitere 6 Monate: 70% + evtl. Familiengeld 100%

Die Verwaltung kann jederzeit ärztliche Kontrollen durchführen lassen. Sie müssen also, wenn Sie wegen Krankheit zu Hause bleiben, zwischen 10.00 und 12.00 Uhr und zwischen 17.00 und 19.00 Uhr an Ihrem Wohnsitz bzw. an der angegebenen Aufenthaltsadresse anzutreffen sein.
Wenn Sie im Urlaub mindestens drei Tage lang krank sind oder im Falle einer Einlieferung in ein Krankenhaus wird Ihnen die Zeit der Krankheit nicht als Urlaub angerechnet, wenn Sie ein ärztliches Zeugnis vorlegen. Die Dienststelle ist sofort über den Krankenstand und die Aufenthaltsadresse zu informieren.

Arbeitsunfall

Wie alle Angestellten der Landesverwaltung sind Sie versichert.

Bei Unfällen im Dienst (Arbeitsunfällen) ist folgende Vorgangsweise zu berücksichtigen:
Die zuständige Führungskraft wird unverzüglich verständigt. Das vom behandelnden Arzt/von der behandelnden Ärztin ausgestellte INAIL-Zeugnis wird dem/der Vorgesetzten ausgehändigt bzw. übermittelt; siehe dazu auch Rundschreiben Nr. 3/2015.

Weiterführende Infos