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Meteorologische Begriffe

A

Alpenglühen (Ita. "Rosseggiare delle vette alpine"):
Gelbes bis purpurfarbenes Leuchten heller Felsen (Kalkstein Dolomiten) und Schneeflächen, verursacht durch die untergehende Sonne.

Altweibersommer (Ita. "Estate di San Martino"):
Schönwetterperiode, meist Mitte September bis Anfang Oktober, in Nordamerika als „Indian summer" bezeichnet.

Aprilwetter (Ita. "Tempo primaverile - di aprile"):
Rasch wechselndes Wetter, am häufigsten im April, wenn kalte Luft aus Nordwesten über dem aufgeheizten Land erwärmt wird.

Atmosphäre (Ita. "Atmosfera"):
Gasförmige Lufthülle der Erde. Eingeteilt in Troposphäre, Stratosphäre (Ozonschicht), Mesosphäre, Thermospäre, Exosphäre. Geht ohne feste Grenze allmählich in den Weltraum über.

Azorenhoch (Ita. "Alta pressione delle Azzorre"):
Teil des subtropischen Hochdruckgürtels, der sich rund um den Globus zieht. Kein eigenständiges Gebilde, sondern ein Jahresdurchschnittswert.

B

Bauernregeln (Ita. "Detto contadino"):
Erfahrungen unserer bäuerlichen Vorfahren - meist in Reimen - über Wetterabläufe innerhalb einer gewissen Zeit oder an einem bestimmten Tag (Lostag).

Berg- und Talwind (Ita. "Brezza di montagna e valle"):
Thermisch angetriebene Zirkulation wie beim Land- und Seewind. Tagsüber erwärmt sich die Luft an den Berghängen und steigt in die Höhe (Talwind), nachts kühlt sie ab und strömt ins Tal (Bergwind).

Blitz (Ita. "Fulmine"):
Elektrische Entladung zwischen verschieden aufgeladenen Wolken oder zwischen Wolken und Erde. Die Explosion der durch den Blitz schlagartig erhitzten Luft hört man als Donner.

D

Druckverteilung (Ita. "Carta della pressione"):
Graphische Darstellung des Luftdrucks, beziehungsweise der Lage der Tief- und Hochdruckgebiete. Linien gleichen Luftdrucks werden durch Isobaren verbunden.

F

(Nord-) Föhn (Ita. "Föhn - da nord"):
Wenn der Alpenbogen von starken Nordwest- oder Nordströmungen erfaßt wird, bildet sich auf der Alpensüdseite oft Föhn aus. Absinkende Strömungen bewirken ein Austrocknen der Luftmassen (die sich durch adiabatische Kompression erwärmen), Wolkenfelder lösen sich daher auf, die Luft wird sehr klar. In der Höhe weht starker, kalter Nordwind, in den Tälern oft ein böiger und relativ warmer Wind. In Südtirol bringt der Föhn nur selten starken Wind im Tal, in den südlichen Landesteilen ist es fast immer trocken und sonnig. Im Gebiet des Alpenhauptkammes gibt es hingegen oft dichte Wolken und auch etwas Niederschlag.

G

Graupelschauer (Ita. "Gragnugola"):
Schauer mit Niederschlägen in Form von Graupel. Graupelkörner entstehen durch immer wiederkehrende Auf und Abwärtsbewegung innerhalb einer konvektiven Wolke, die in keiner Schicht Wasser in flüssiger Form enthält. Dadurch entstehen vereiste Körner, die auch Lufteinschlüsse haben.

Großwetterlage (Ita. "Situazione meteorologica a grande scala"):
Mittlere Luftdruckverteilung in einem Großraum über mehrere Tage.

H

Hagelschauer (Ita. "Rovescio di grandine"):
Schauer mit Niederschlägen in Form von Hagel. Hagelkörner entstehen durch immer wiederkehrende Auf- und Abwärtsbewegung innerhalb einer konvektiven Wolke, die in den oberen Schichten vereist ist, unten aber flüssigen Niederschlag enthält. Dadurch entstehen in einem Hagelkorn abwechselnd gefrorene und flüssige Schichten.

Hochdruckgebiet (Ita. "Alta pressione"):
Druckgebilde, das rundherum von Systemen tieferen Luftdrucks umgeben ist.

Hohe Wolken(felder) (Ita. "Nubi alte"):
Das sind dünne Wolken aus Eis (Cirren), in Höhen zwischen 6000-12.000m. Die Sonne scheint fast ungehindert durch, ab und zu bildet sich ein "Ring" (Halo-Effekt, leuchtender Kreis im Abstand von 22° um die Sonne).

Höhenströmung (Ita. "Correnti in quota"):
Allgemeiner Begriff für die Luftströmung in einer Höhe von ungefähr 5.500m (500 hPa). Durch die Höhenströmung kann die Großwetterlage beschrieben werden.

I

Inversionswetterlage (Ita. "Inversione termica"):
Wetterlage, bei der die Kaltluft in die Täler (Kaltluftsee) fließt und es in den Bergen gewöhnlich milder ist - oft im Winter.

Islandtief (Ita. "Bassa pressione dell'Islanda"):
Im Seegebiet um Island häufig anzutreffendes Tiefdruckgebiet, da hier der Golfstrom von unten her genügend Energie liefert.

Isobaren (Ita. "Isobara"):
Linien gleichen Luftdrucks.

Isothermen (Ita. "Isoterma"):
Linien gleicher Temperatur.

K

Kaltfront (Ita. "Fronte freddo"):
Luftmassengrenze, wobei sich die kältere Luft unter die wärmere Luft schiebt. Wirkungen einer Kaltfront sind meist konvektive Wolken (vertikal weit ausgedehnte Wolken), Niederschläge in Schauerform, eine Abkühlung der Luft und ein Auffrischen des Windes.

Klima (Ita. "Clima"):
Zusammenfassung von atmosphärischen Zuständen und Wetterbeobachtungen an einem bestimmten Ort.

L

Landregen (Ita. "Pioggia continua"):
Länger anhaltender Regen aus einer schichtförmigen Wolke.

Luftdruck (Ita. "Pressione atmosferica"):
Von der Lufthülle erzeugter Druck (Gewicht pro Flächeneinheit); wird in hPa angegeben.

Luftmasse (Ita. "Massa d'aria"):
Großvolumige Luftmenge, die sich horizontal mehr als 500 km erstreckt und mindestens einen km dick ist.

M

Mittelhohe Wolken (Ita. "Nubi medioalte"):
Dichtere Wolken (Altostratus und Altocumulus): Befinden sich in Höhen zwischen 3.000 und 6.000m. Manchmal kann die Sonne durchscheinen, der Schatten ist dabei schwach.

N

Nebel (Ita. "Nebbia"):
Sobald man sich innerhalb einer Wolke befindet und die Sichtweite eingeschränkt ist (weniger als 1 km) spricht man von Nebel.

Nieselregen (Ita. "Pioviggine"):
Entsteht, wenn feuchtere Luft über einen kälteren Boden strömt. Die Tropfen sind im allgemeinen sehr klein.

Nullgradgrenze (Ita. "Zero termico"):
Höhe, oberhalb der die Lufttemperatur in der freien Atmosphäre unter Null Grad liegt.

R

Rauhreif und Rauhfrost (Ita. "Brina opaca o galaverna"):
Weht mit beständigem Wind aus immer der gleichen Richtung feuchte Luft gegen ein Hindernis, so wird sich die feuchte Luft als Reif auf der windzugewandten Seite absetzen.

S

Schauer (Ita. "Rovescio"):
Fester oder flüssiger Niederschlag aus Konvektionswolken (vertikal weit ausgedehnten Wolken). Typisch ist kurz andauernder Niederschlag, der plötzlich einsetzt und auch wieder endet. Normalerweise bei wechselhafter Witterung, mit stark variierender Bewölkung ("schwarze Wolken"). Typisch für Frühling und Sommer, z.B. bei Gewitter. Typische Niederschlagsform für Kaltfronten.

Schnee (Ita. "Neve"):
Niederschlag in Form von Eiskristallen oder durch Wasser zusammengeklebten Schneekristallen (Schneeflocken). Fällt vorwiegend im Winter, oder bei extremen Kaltlufteinbrüchen auch auf den Bergen im Sommer.

Schneefallgrenze (Ita. "Limite delle nevicate"):
Grenze, oberhalb der der Niederschlag in Form von Schnee fällt. Im Allgemeinen bleiben Schneekristalle auch 100-200 m unterhalb der Nullgradgrenze erhalten; bei langanhaltenden, ergiebigen Schneefällen (hauptsächlich an der Alpensüdseite), besonderen orographischen Verhältnissen usw. kann die Schneefallgrenze allerdings auch 500 m darunter oder noch tiefer liegen.

Stau (Ita. "Stau"):
Wenn eine feuchte, südliche Höhenströmung wirkt, werden auf der Alpensüdseite die Luftmassen von den Bergen zum Aufsteigen gezwungen. Dadurch entstehen tiefe Wolken mit anhaltenden Niederschlägen, meist von schwacher oder mäßiger Intensität. Stauerscheinungen sind vor allem in Tälern spürbar, die nach Süden hin offen sind und gegen Norden eine Gebirgskette als Hindernis haben. Bei Stau in Südtirol weht auf der Alpennordseite Föhn.

T

Tau und Reif (Ita. "Rugiada e brina"):
Wenn es bei trockener Luft am Boden so stark auskühlt, daß die relative Feuchte 100% erreicht, dann setzt sich am Boden Tau ab. Unterhalb des Gefrierpunktes spricht man von Reif.

Thermik (Ita. "Termica"):
Das Aufsteigen von Luftteilchen, die durch die Aufheizung des Bodens erwärmt wurden. Dabei ist die Bodenbeschaffenheit sehr entscheidend. Zum Beispiel heizen sich Sand, Getreidefelder, Felsen oder Häuser schneller auf als Wiesen, Wälder und Gewässer. Segelflieger nützen Thermikblasen aus um an Höhe zu gewinnen.

Tiefdruckgebiet (Ita. "bassa pressione"):
Druckgebilde, das rundherum von Systemen höheren Luftdrucks umgeben ist.

Tiefe Wolken (Hochnebel) (Ita. "Nubi basse - addensamenti"):
gibt es immer bei Niederschlag und Stau. Manchmal bildet sich der Hochnebel bei thermischer Inversion. Im Gebirge scheint in diesem Fall oberhalb der Wolkendecke die Sonne.

W

Warmfront (Ita. "Fronte caldo"):
Luftmassengrenze, wobei sich die wärmere Luft in Richtung der kälteren bewegt und aufsteigt. Wirkungen einer Warmfront sind meist schichtförmige Wolken, Niederschläge in Form von Landregen und eine Erwärmung der Luft.

Wetter (Ita. "Il tempo"):
Gesamtheit aller meteorologischen Elemente, die an einem bestimmten Ort und für eine mehr oder weniger lange Zeitspanne einen bestimmten atmosphärischen Zustand ergeben.

Z

Zwischenhoch (Ita. "Alta pressione transitoria"):
Hochdruckeinfluß, der meist nicht lange anhält und dem bald ein Tiefdruckgebiet folgen kann.

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