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Südtirol und Niederösterreich wollen Zusammenarbeit stärken

Über die Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Südtirol und Niederösterreich haben sich die Landesräte Schuler und Achammer mit der Wirtschaftsdelegation aus Niederösterreich ausgetauscht.

Im Rahmen einer dreitägigen Delegationsreise nach Südtirol trafen sich gestern (11. Oktober) Niederösterreichs Wirtschafts- und Tourismuslandesrat, Jochen Danninger, und der Präsident der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ), Wolfgang Ecker, mit Tourismuslandesrat Arnold Schuler und anschließend mit Landesrat Philipp Achammer. Bei den Arbeitstreffen kündigen die Landesräte an, die Zusammenarbeit zwischen Südtirol und Niederösterreich in Zukunft weiter ausweiten zu wollen, um anstehende Herausforderungen wie Fachkräftemangel, Digitalisierung, aber auch das Thema Nachhaltigkeit anzugehen sowie Kooperationen zu stärken, um beide Regionen fit für die Zukunft zu machen.

Es gehe darum, Workshops zum Transfer von Markt-Know-how und strukturelle Entwicklungen anzudenken, insbesondere für die touristischen Marktsegmente Wein und Kulinarik, sagte Tourismuslandesrat Arnold Schuler, der den intensiven Austausch mit Niederösterreich begrüßte. "Der Erfahrungs- und Informationsaustausch mit Niederösterreich ist für uns von großer Bedeutung. Wie in Südtirols Tourismusentwicklungskonzept 2030+ dargelegt, stehen nämlich künftig nicht nur die branchenübergreifenden, sondern auch die grenzüberschreitenden Kooperationen im Fokus", unterstrich Schuler.

Überregionale Kooperationen

Laut Landesrat Philipp Achammer "können wir bereits auf eine gute Zusammenarbeit zurückblicken, die wir künftig intensivieren wollen, wenn es darum geht, die regionale Stärke des jeweils anderen zu nutzen. Potenziale gibt es beispielsweise Bereich der Digitalisierung, um Innovationsanreize zu schaffen oder um dem qualifizierten Fachkräftemangel entgegenzuwirken." Gerade letzterer erfordere gezielte gemeinsame Maßnahmen nicht nur vor Ort, sondern auch überregional, waren sich die Gesprächspartner einig.

Die Corona-Krise sei für beide Regionen ein Test für die wirtschaftliche Krisenfähigkeit gewesen. Südtirol und Niederösterreich hätten die Pandemie in wirtschaftlicher Hinsicht bislang gut gemeistert, auch dank der Corona-Hilfsgelder, hielten die drei Landesräte sowie der niederösterreichische Wirtschaftskammerpräsident fest. Um angehenden Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt sowie im wirtschaftlichen und digitalen Bereich so effizient als möglich begegnen zu können, wolle man gemeinsame Projekte vorantreiben. "Damit bekennen wir uns klar zu einer starken und modernen Wirtschaftspolitik für Industrie, Handwerk und Handel, die über das Mögliche vor Ort hinausreicht", sagte Landesrat Achammer.

Südtirol und Niederösterreich pflegen seit Jahren einen intensiven Austausch und setzen auf eine Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen, zumal beide Regionen "viele Gemeinsamkeiten" aufwiesen. Der Erfahrungsaustausch zwischen Südtirol und Niederösterreich sei "ein wichtiger Ansatz, um voneinander zu lernen" und um "gemeinsam nachhaltig weiter durchstarten zu können", unterstrichen Niederösterreichs Wirtschafts- und Tourismuslandesrat Danninger sowie WKNÖ-Präsident Ecker.  


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