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Rund 80 Projekte mit partizipativem Ansatz auf den Weg gebracht

Im EU-Programm Interreg Italien-Österreich wird die grenzüberschreitende Zusammenarbeit vor Ort gestaltet - Amhof: "Viele innovative Ansätze, die von der Basis entwickelt werden"

BOZEN (LPA). "Europa noch näher": Unter diesem Motto wird in vier grenzübergreifenden Gebieten zwischen Italien und Österreich der partizipative Ansatz CLLD vorangetrieben. Bürgerinnen und Bürger werden direkt in die Gestaltung und Entscheidungsprozesse mit einbezogen, wodurch territoriale Laboratorien entstanden sind, mit denen auch in der aktuellen Programmperiode 2021-2027 bereits viele Projekte auf die Beine gestellt werden konnten, wie die Landesabteilung Europa betont.

Wer kennt die Bedürfnisse der lokalen Realität besser als die Bürgerinnen und Bürger selbst? Diese Überzeugung hat dazu geführt, dass im Rahmen des EU-Förderprogramms Interreg Italien-Österreich der "Community-Led Local Development" (CLLD)-Ansatz entstanden ist. In der Programmperiode 2014-2020 wurden im Rahmen dieser Priorität etwa 200 Projekte im Gesamtwert von 11,2 Millionen Euro umgesetzt. „CLLD ist gelebte Bürgernähe: Über den Bottom-up-Ansatz werden Menschen vor Ort gestärkt“, betont Irene Covi, die Verantwortliche für CLLD in der Landesabteilung Europa. In der laufenden Programmperiode seien bereits etwa 50 Kleinprojekte und 30 Mittelprojekte auf den Weg gebracht worden.

Eine äußerst positive Bilanz über den innovativen Ansatz zieht Europa-Landesrätin Magdalena Amhof: "In den vier Regionen Terra Raetica, Wipptal, Dolomiti Live und HEurOPen erproben die Menschen vor Ort neue und innovative Ansätze, die nicht von oben aufgesetzt sind, sondern von der Basis entwickelt werden. So entstehen wertvolle Erfahrungen, die zeigen, wie man lokale Herausforderungen gemeinsam erfolgreich angehen kann."

Projektideen können jederzeit auf den Homepages der vier CLLD-Strategien eingereicht werden; gefördert werden Kleinprojekte (bis 50.000 Euro) und mittlere Projekte (bis 200.000 Euro).

Der CLLD-Ansatz ist multithematisch – ein Beispiel war im vergangenen Jahr etwa die Einbindung der Jugend mit dem Projekt "Demokratie: hin zu verantwortungsvollen Bürger:innen – Wissen und Beteiligung" im Gebiet Dolomiti Live. Dieses Projekt gibt jungen Menschen durch interaktive Formate wie Workshops und Diskussionen die Möglichkeit, sich aktiv mit Politik und gesellschaftlichen Fragen auseinanderzusetzen und sich eine eigene Meinung zu bilden. 

Ein weiteres Beispiel ist der Erhöhung der Attraktivität des öffentlichen Nahverkehrs im Gebiet Terra Raetica gewidmet. Durch die Modernisierung veralteter Infrastruktur soll der Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel für Bewohner und Gäste attraktiver gemacht werden. Dazu werden acht moderne Klimahaltestellen (fünf in Tirol und drei in Südtirol, zum Beispiel in Matsch in der Gemeinde Mals) errichtet. Das Projekt läuft noch bis Mai 2026.

Mehr Informationen zu CLLD: CLLD Projekte | Interreg Italien Österreich

Die vier CLLD-Strategien des Programms: Terra RaeticaWipptalDolomiti Live und HEurOpen.

pir

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