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Startschuss für den neuen Gebietsplan Seiser Alm
Ziel ist der Schutz und die Weiterentwicklung des Naturraums Seiser Alm – Rund 6800 Hektar in den Gemeinden Kastelruth, St. Christina und Wolkenstein betroffen
BOZEN (LPA). Vor kurzem fand in der Landesabteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung der offizielle Startschuss zur Ausarbeitung des neuen übergemeindlichen Gebietsplans für die Seiser Alm statt. Vertretungen der Gemeinden Kastelruth, St. Christina und Wolkenstein sowie ein interdisziplinäres Expertenteam nahmen am Kickoff-Meeting am 27. Jänner in Bozen teil. Dabei wurde der Aufbau des Projekts, ein erster Zeitplan und die thematischen Schwerpunkte vorgestellt.
Der neu zu erarbeitende Plan wird den Landschaftsplan aus den 1970erJahren grundlegend erneuern. Das Planungsgebiet umfasst Teile der Gemeinden Kastelruth, St. Christina und Wolkenstein mit insgesamt rund 6.800 Hektar. Der neue Gebietsplan wird vier zentrale Themenbereiche umfassen: Naturräume und Ökologie; Agrar- und Waldlandschaft sowie traditionelle Kulturlandschaft; touristische, wirtschaftliche und freizeitbezogene Aktivitäten; Mobilität im alpinen Raum.
Ziel ist es, eine nachhaltige Entwicklung im sensiblen Natur- und Kulturraum der Seiser Alm zu gewährleisten. Dazu soll eine umfassende Aktualisierung der Inhalte, Grafiken, Schutzbestimmungen und Nutzungsregeln vorgenommen werden. "Der Start des Projekts Gebietsplan Seiser Alm markiert einen wichtigen Schritt für den Schutz und die Weiterentwicklung dieses einzigartigen Lebens- und Landschaftsraumes", unterstreicht der Landesrat für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz und Raumentwicklung Peter Brunner.
Umfassender Beteiligungsprozess
Der neue Gebietsplan soll unter breitem Einbezug erarbeitet werden: In Workshops, Feedbackrunden und öffentlichen Veranstaltungen sollen die Bevölkerung, Betriebe, Touristiker, Landwirte, Naturschutzakteure und weitere Interessensgruppen eingebunden werden. "Die enge Zusammenarbeit zwischen Gemeinden, Fachleuten und Interessensgruppen soll sicherstellen, dass die vielfältigen Anforderungen an Natur, Nutzung und Lebensqualität ausgewogen berücksichtigt werden", betont der Landesrat.
"In den nächsten Monaten werden vertiefte Analysen und Habitat-Kartierungen durchgeführt und erste Planungsentwürfe erarbeitet", erklärt die Direktorin des Landesamtes für Gemeinde- und Landschaftsplanung Carlotta Polo. "Zudem wird eine Steuerungsgruppe bestehend aus Gemeinden, Land und Fachleuten im Bereich Landschaftsplanung, Architektur, Ökologie und Partizipation eingerichtet."
Das Kick-off-Meeting mit den Stakeholdern wird am 3. März in der Gemeinde Kastelruth stattfinden. 2027 soll der Entwurf des neuen Gebietsplanes vorliegen.
mpi

