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Tiefbau: Investitionsprogramm 2026-2028 genehmigt
415 Millionen Euro werden von 2026 bis 2028 in strategische Vorhaben im Tiefbau investiert - Alfreider: "Die Vorhaben verbessern die Sicherheit und Resilienz der Straßen und die Lebensqualität"
BOZEN (LPA). Die Landesregierung hat am 13. Februar das mehrjährige Programmierungsdokument 2026-2028 für Arbeiten der Landesabteilung Tiefbau genehmigt. Im Zeitraum von drei Jahren werden 415 Millionen Euro in strategische Vorhaben für den Verkehr auf dem gesamten Landesgebiet investiert.
"Wir legen großes Augenmerk auf die Sicherheit der Straßeninfrastruktur und deren Resilienz, um für die Verkehrsteilnehmer möglichst alle Risiken auszuschließen. Zugleich setzen wir verstärkt auf die Bahninfrastruktur, um eine Alternative zum Auto anzubieten und den Verkehr in den bewohnten Orten zu verringern, damit die Lebensqualität der Menschen dort steigt", betonte Infrastruktur- und Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider.
231 Millionen Euro werden noch 2026 investiert
Von den Geldern, die für den Dreijahreszeitraum vorgesehen sind, werden 231 Millionen Euro noch im heurigen Jahr 2026 eingesetzt. 101 Millionen davon stammen aus dem Landeshaushalt, 44 Millionen aus dem Fonds für Entwicklung und Kohäsion (FSC). 85 Millionen Euro sind Olympia-Gelder. 2027 sollen 115 Millionen Euro, davon 90 Millionen aus der Landeskasse und 25 Millionen Olympia-Gelder, investiert werden. Für 2028 sind 70 Millionen Euro eingeplant, die vollständig aus dem Landesetat stammen.
"Wir haben bereits sieben wichtige Projekte abgeschlossen, für die wir dank der Olympischen Winterspiele und dank der Zusammenarbeit mit anderen regionalen, staatlichen und europäischen Institutionen Gelder von außerhalb des Landes bekommen haben", erklärte der Landesrat. "Ich bin stolz darauf, dass es uns gelungen ist, sowohl in Rom als auch in Brüssel Mittel zu finden, um Projekte zu starten, die seit zwanzig oder dreißig Jahren nur auf dem Papier standen", betonte Alfreider.
15 Ausschreibungen in weniger als einem Jahr
Von den Projekten soll es rasch zu den Baustellen gehen: Zwischen 2026 und den ersten Monaten 2027 sind 15 Ausschreibungen vorgesehen, und zwar im Zusammenhang mit dem FSC (1), den Olympischen Spielen (2) und Maßnahmen zur hydrogeologischen Sicherheit (12). Bei den Projekten zur hydrogeologischen Sicherheit gilt der Tunnel auf der Landesstraße (LS 24) nach Völs am Schlern als besonders wichtig.
Weitere bedeutende Ausschreibungen betreffen die Beseitigung des Bahnübergangs in Innichen sowie die Sicherung der Pustertaler Staatsstraße (SS 49) zwischen Kiens und St. Lorenzen. Ein weiterer Fokus richtet sich auf die Sicherung der Trasse der Staatsstraße (SS 40) in der Gemeinde Graun im Vinschgau.
Wie bei einer Pressekonferenz im Anschluss an die Landesregierungssitzung erläutert wurde, betrifft der Plan die kommenden drei Jahre. "Die Perspektive reicht jedoch über diesen Zeitraum hinaus, denn die Gelder sind nicht nur dafür da, die Arbeiten auszuschreiben, sondern auch, um die Eingriffe vorzubereiten", erläuterte Umberto Simone, der Direktor der Landesabteilung Tiefbau. Simone wies zudem darauf hin, dass das Land nach der italienischen Bahninfrastrukturgesellschaft RFI und der Staatsstraßenverwaltung ANAS zu den wichtigsten öffentlichen Auftraggebern in Italien zählt und dadurch bedeutende Investitionen nach Südtirol holen könne.
gm/san

