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Lauter Ruf nach Gleichstellung im Sport

Landesbeirat für Chancengleichheit für Frauen organisiert mit Daniela Niederstätter und Sara Canali Flashmob im Südtirol Home in Antholz – "Kein Traum darf wegen des Geschlechts eingeschränkt werden"

BOZEN/ANTHOLZ (LPA). Ein weiteres starkes Zeichen für Gleichstellung, auch im Sport, wurde am Donnerstagabend im Südtirol Home in Antholz gesetzt. Im Rahmen einer Veranstaltung der Südsterne wurde mit einem Flashmob auf die Aktion "Girls wanted" und die damit verbundene Forderung nach einer Bewertung des Talents, nicht des Geschlechts, aufmerksam gemacht.

Seit Beginn der Olympischen Winterspiele Mailand Cortina steht der "Girls wanted"-Container der Künstlerin Lena Lepschina (LPA hat berichtet) direkt an einem der wichtigsten Austragungsorte und weckt dort die Aufmerksamkeit von Besucherinnen und Besuchern sowie Sportlerinnen und Sportlern. Das Projekt "Girls wanted – talent over gender" wurde von Daniela Niederstätter (Niederstätter Spa) und Sara Canali (SHER) entwickelt und vom Landesbeirat für Chancengleichheit für Frauen unterstützt. Nun haben dessen Präsidentin Ulrike Oberhammer und Vizepräsidentin Nadia Mazzardis  mit Niederstätter und Canali den Flashmob organisiert, der dem Thema einmal mehr die gebührende Aufmerksamkeit geschenkt hat. 

Kein Traum dürfe durch das Geschlecht eingeschränkt werden, denn Stereotype bremsen Talente, während ein respektvolles Umfeld Fähigkeiten sichtbar werden und wachsen lässt – im Sport wie in allen Bereichen der Gesellschaft, so der Tenor der Athletinnen und Vertreterinnen aus Wirtschaft, Politik und Institutionen, die sich am Flashmob beteiligt haben. Die Aktion stand unter der Schirmherrschaft von Landeshauptmann Arno Kompatscher.

Genau an jenem Tag, an dem die Wettkämpfe der nordischen Kombination der Männer stattfanden, sollte die Aktion auch auf die nordische Kombination der Frauen aufmerksam machen. Diese ist im Programm der Olympischen Winterspiele Mailand Cortina 2026 nicht vorgesehen und bleibt damit die einzige Wintersportdisziplin ohne Frauenwettbewerb, trotz der Proteste vieler Athletinnen.

Zum Thema gemacht wurde auch die Ungleichheit, die es in der medialen Darstellung von Frauen im Sport weiterhin gebe. So wurde hervorgehoben, dass Sportlerinnen zu oft als Freundinnen, Verkäuferinnen oder Mütter beschrieben werden, bevor sie als Athletinnen wahrgenommen werden. Dabei hätten diese Olympischen Spiele eindrucksvoll gezeigt, wie stark und widerstandsfähig Frauen sind: etwa durch das erste Olympische Kunstbahnrodelrennen im Doppelsitzer der Frauen oder durch Medaillenleistungen, die Männer und Frauen gleichermaßen erzielt haben. Ebenso seien Athletinnen, etwa durch die weit verbreitete Verpflichtung, helle Anzügen bei Heimrennen zu tragen, immer noch Normen unterworfen, die eher dem Erscheinungsbild als der Funktionalität und dem Wohlbefinden dienen.

Weitere Informationen zum Projekt gibt es auf der Homepage: https://www.girls-wanted.com/it/

red/pir

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