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"Dieser Winter war überdurchschnittlich mild und anfangs sehr trocken"
Knapp 1,5 Grad Celsius über Mittel des Vergleichszeitraums der Jahre 1991 bis 2020 - Höchste Temperatur am 23. Februar in Latsch mit 19 Grad Celsius - Erste Winterhälfte von großer Trockenheit geprägt
BOZEN (LPA). Der meteorologische Winter hat am 1. Dezember begonnen und endet am morgigen 28. Februar. Meteorologe Dieter Peterlin vom Amt für Meteorologie und Lawinenwarnung in der Agentur für Bevölkerungsschutz gibt einen Überblick über die vergangenen drei Monate: "Der meteorologische Winter war im ganzen Land überdurchschnittlich mild. Dazu beigetragen haben die beiden Monate Dezember und Februar, während der Jänner vergleichsweise kalt verlief. Trotzdem lagen die Temperaturen über dem gesamten Winter berechnet um knapp 1,5 Grad Celsius über dem Mittel des Vergleichszeitraums der Jahre 1991 bis 2020."
Höchste und tiefste Temperatur
Die höchste Temperatur wurde aufgrund des Föhns am 23. Februar in Latsch mit 19 Grad Celsius gemessen. Den tiefsten Wert hat der Landeswetterdienst im Zuge einer Kältewelle am 8. Jänner mit minus 18,8 Grad Celsius in Sexten verzeichnet.
Niederschläge
Bei den Niederschlägen verlieft dieser Winter zweigeteilt, fasst Meteorologe Peterlin zusammen: Die erste Hälfte war von großer Trockenheit geprägt. Erst Ende Jänner stellt sich die Großwetterlage nachhaltig um, gleich mehrere Mittelmeertiefs hintereinander brachten Schneefälle, und die Niederschlagsbilanz konnte damit aufgebessert werden. Schlussendlich fielen in diesem Winter damit rund 70 bis 80 Prozent der Niederschlagsmenge eines durchschnittlichen Winters.
Wie geht es weiter?
Der März und damit der meteorologische Frühling beginnt am Sonntag mit Sonne und dem Durchzug von ein paar dichteren Wolkenfeldern. Die Temperaturen gehen leicht zurück.
Daten der 95 Wetterstationen in Echtzeit
Das Messnetz der Wetterstationen in Südtirol umfasst 95 automatische Messstationen, davon stehen 58 Wetterstationen im Siedlungsraum und 37 auf den Bergen. Die Daten der einzelnen Wetterstationen können in Echtzeit abgelesen werden: von den Wetterstationen im Tal und den Wetterstationen am Berg.
Mit dem Niederschlagsradar werden die Niederschläge erfasst; die Bilder werden im Fünf-Minuten-Takt aktualisiert.
Vergleich durch Klimadiagramme
Die Angaben zu den Temperaturen und den Niederschlagsmengen für Bozen, Auer, Meran, Schlanders, Brixen, Sterzing, Bruneck und Toblach sind in den Klimadiagrammen ersichtlich, die täglich auf der Internetseite des Landes aktualisiert werden und die Daten mit dem langjährigen Durchschnitt vergleichen.
Laufend aktualisierter Wetterbericht
Informationen über die Wetterlage und die weitere Entwicklung gibt es laufend aktualisiert im Onlineportal Wetter Südtirol.
mac

