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Rund 600 Millionen Euro für öffentliche Bauvorhaben
Rund 431,5 Millionen Euro werden in 113 Baumaßnahmen investiert - Hinzu kommen weitere 166 Millionen Euro für PNRR-Projekte, die die Landesabteilung für Vermögensverwaltung betreut
BOZEN (LPA). Das Hochbauprogramm des Landes Südtirol sieht für den Dreijahreszeitraum 2026-2028 insgesamt 113 Maßnahmen mit einem Investitionsvolumen von rund 431,5 Millionen Euro vor. Hinzu kommen weitere 166 Millionen Euro für Projekte, die von der Landesabteilung Vermögensverwaltung im Rahmen von öffentlich-privaten Partnerschaften (ÖPP) investiert werden. Das Gesamtinvestitionsvolumen im Bereich Hochbau beläuft sich somit auf rund 600 Millionen Euro.
Das Programm umfasst sowohl bereits laufende Bauvorhaben als auch neue Baustellen, die in den kommenden Jahren in Angriff genommen werden. "Das Jahr 2026 wird mit dem Start mehrerer strategischer Maßnahmen im gesamten Landesgebiet ein besonders bedeutendes Jahr sein. Zu den mit Spannung erwarteten Projekten zählt etwa das Landesbibliothekenzentrum in Bozen, mit einer Investition von über 103 Millionen Euro", betonte der Landesrat für Hochbau, Valorisierung des Vermögens, Grundbuch und Kataster Christian Bianchi bei der Pressekonferenz in Bozen, bei der auch Ressortdirektor Daniel Bedin und Abteilungsdirektorin Virna Bussadori sprachen. Die Umsetzung des Bauprogramms sei das Ergebnis einer interdisziplinären Zusammenarbeit und erstrecke sich vom Bereich Schulbau über das Gesundheitswesen bis hin zum Militärbau, so Bianchi.
Weitere wichtige Bauvorhaben seien der Abriss und Neubau der Vittorio-Veneto-Kaserne in Bozen (29,8 Millionen Euro), der neue Sitz des Gesundheitsbezirks Bozen-Haslach (13 Millionen Euro), das Zentrum für Kinderpalliativmedizin in Tisens (11,8 Millionen Euro) sowie der Neubau des Gebäudes in der Europa-Allee 138 in Bozen, das Dienste für Menschen mit Behinderung beherbergen wird (6,3 Millionen Euro).
Neben den neuen Bauvorhaben umfasst das Programm auch bereits begonnene Bauprojekte, die 2026 abgeschlossen werden sollen, darunter das Gemeinschaftshaus in Leifers, das im Rahmen des PNRR mit 21 Millionen Euro finanziert wird, sowie das neue Gebäude der Mercanti-Kaserne in Eppan (8,1 Millionen Euro). Im Frühjahr 2027 ist zudem die Fertigstellung des Studentenwohnheims am Bildungszentrum Moritzing in Bozen (46,5 Millionen Euro) geplant.
"Mit dem Hochbauprogramm 2026-2028 investieren wir über 431 Millionen Euro in die Stärkung der öffentlichen Infrastruktur, des Gesundheitswesens, der schulischen Einrichtungen und der kulturellen Räume. Zusammen mit den weiteren 166 Millionen Euro für öffentlich-private Partnerschaften (ÖPP) und Sanierungsmaßnahmen an öffentlichen Gebäuden investieren wir damit stark in die Zukunft unseres Landes und in die Qualität der Dienste für die Bevölkerung", erklärte Landesrat Bianchi.
Im Rahmen öffentlich-privater Partnerschaften realisiert werden etwa das Projekt einer Wohnanlage für Senioren "Cura Resort" in Meran, das Kulturgüterdepot in Neumarkt, das Projekt Gamper in Bozen sowie das "Building Renovation+"-Programm, das die energetische Sanierung von Landesgebäuden zum Inhalt hat.
Um architektonische Qualität und Innovation zu gewährleisten, spielen Architekturwettbewerbe eine wichtige Rolle bei der Planung öffentlicher Bauvorhaben: Unter anderem stehen die Wettbewerbe für die Sanierung des Pferderennplatzes in Meran und die Neugestaltung des Schießstandes in Moritzing bei Bozen an.
Im Bereich Schulbau verfügt das Land Südtirol mit dem Schulbau-Programm über ein weiteres strategisches Instrument, das darauf abzielt, gemeinsam mit den Schulleitungen die infrastrukturellen Prioritäten der kommenden Jahre festzulegen. Zu diesen gehören die italienische Hotelfachschule "Ritz" in Meran mit einer Investition von rund 60 Millionen Euro, die Erweiterung und Sanierung des "Torricelli"-Gymnasiums in Bozen (7,9 Millionen Euro) sowie Arbeiten in Schülerwohnheimen in allen Landesteilen.
"Mit diesem Hochbauprogramm stärken wir die öffentlichen Dienstleistungen, modernisieren die Infrastruktur und gestalten die Entwicklung des Landes in den kommenden Jahren", so Bianchi abschließend.
red/mpi

