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Landesberufs- und Fachschulen starten in neues Weiterbildungsjahr

Die Marschroute für das neue Schuljahr haben die Vertretenden der Koordinationsstelle Berufliche Weiterbildung und der Landesberufs- und Fachschulen jüngst abgesteckt.

Die Arbeitsgruppe Berufliche Weiterbildung hat sich kürzlich an der Landesberufsschule für Handel, Handwerk und Technik "Luis Zuegg" in Meran zur Auftaktsitzung im neuen Schuljahr getroffen. (Foto: Thomas Rainer)

Vom Service-Grundkurs über den Marketinglehrgang bis zur Ausbildung zum spezialisierten Imker: Die zwanzig deutschsprachigen Landesberufsschulen und Fachschulen bieten neben der Grundausbildung auch berufliche Weiterbildungskurse und Lehrgänge für Arbeitssuchende und Beschäftigte aus allen Wirtschaftssektoren in ganz Südtirol an. Dem jüngsten Trend entsprechend werden viele Kurse mittlerweile in verschiedenen Online-Formaten durchgeführt, andere hingegen wieder in Präsenz. Durchschnittlich besuchen 12.000 Teilnehmer und Teilnehmerinnen die über 1000 praxisorientierten Weiterbildungsangebote der Berufsbildung in den Fachbereichen Arbeitssicherheit, Bekleidung, Körperpflege und Wellness, Betreuung, Pflege und Erziehung, EDV und IT, Handel, Verwaltung, Grafik und Medien, Handwerk und Technik, Hauswirtschaft und Ernährung, Hotel, Gastgewerbe und Ernährung sowie Land- und Forstwirtschaft.

12.000 Teilnehmende und 1000 Fortbildungen

Aufgrund der vielseitigen Aus- und Weiterbildungstätigkeit und ihres internen Fachlehrpersonals sind die Landesberufs- und Fachschulen Kompetenzzentren und strategische Partner für viele Arbeitnehmende und Betriebe in Südtirol. Die Kurse und Lehrgänge bauen auf die im Rahmen der Grundausbildung vermittelten Fachkenntnisse und Fertigkeiten auf und sind somit ein weiterführendes Bildungsangebot für viele Abgängerinnen und Abgänger der verschiedenen Ausbildungszweige.

Arbeitsgruppe Berufliche Weiterbildung sorgt für bedarfsgerechtes Gesamtangebot

Damit das Gesamtangebot der beruflichen Weiterbildung inhaltlich, zeitlich und organisatorisch aufeinander abgestimmt ist, ist eine schulübergreifende Absprache in den verschiedenen Fachbereichen sehr wichtig. Aus diesem Grund wurde in der deutschsprachigen Berufsbildung bereits vor über zwanzig Jahren die sogenannte "Arbeitsgruppe Berufliche Weiterbildung" (ARGE Weiterbildung) ins Leben gerufen. Sie wird von der Koordinationsstelle Berufliche Weiterbildung geleitet und besteht aus Mitarbeitenden der Berufs- und Fachschulen, die vor Ort für die Planung und Organisation des Weiterbildungsangebotes zuständig sind. Neben der Abstimmung der Kurse und Lehrgänge beschäftigt sich die ARGE Weiterbildung in vielen Fachgruppensitzungen mit neuen Trends und Entwicklungen in der Weiterbildungsbranche, mit Bedarfsermittlung in Wirtschaft und Gesellschaft, mit Qualitätsentwicklung, Evaluation, Statistik und nicht zuletzt mit allen gesetzlich vorgeschriebenen Verwaltungsabläufen. Im Zentrum der Weiterbildungsarbeit der Landesberufs- und Fachschulen steht die praxisorientierte Vermittlung von den vom Arbeitsmarkt nachgefragten Kompetenzen.

Kompetenzorientierte Lehrgänge mit abschließender Zertifizierungsprüfung

Bei vielen Weiterbildungslehrgängen der Berufsbildung bekommt die Kompetenzorientierung einen besonderen Stellenwert: Sie zielt auf die Vermittlung ganz spezifischer Kompetenzen ab, die am Ende zu einer Beruflichen Qualifikation führen. Berufliche Qualifikationen sind von der Landesregierung genehmigte Weiterbildungsabschlüsse, die das bestehende Ausbildungsangebot der Lehre und Vollzeitausbildung ergänzen und über den sogenannten "Atlas der Berufe" (Atlante del lavoro) italienweit anerkannt und über die Zuordnung zum EQR (Europäischer Qualifikationsrahmen) international vergleichbar sind. Sie werden von Mitarbeitenden der Koordinationsstelle Berufliche Weiterbildung und der Berufs- und Fachschulen gemeinsam mit interessierten Unternehmen und in Absprache mit den Sozialpartnern erarbeitet. Wer also beispielsweise einen Lehrgang zum Fenstermonteur, Skiservicetechniker, Einrichtungsberater, Pizzabäcker oder Imker besucht, erwirbt im Laufe des Lehrgangs jene Kompetenzen, die zur Ausübung dieser Tätigkeit in der Praxis notwendig sind und nach bestandener Abschlussprüfung zertifiziert werden.

Nähere Informationen zum aktuellen Kurs- und Lehrgangsangebot finden Interessierte auf der Webseite der Beruflichen Weiterbildung oder auf den Webeseiten der einzelnen Landesberufs- und Fachschulen.

red/jw

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