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Meran: Lehrgang "PFiFF" abgeschlossen

Zwölf junge Erwachsene haben 2020/21 am PFiFF-Lehrgang in Meran teilgenommen. Bei der gestrigen Abschlussfeier wurde den Teilnehmenden ein von ihnen mitgestaltetes Fotobuch überreicht.

Zwölf junge Erwachsene haben 2020/21 am PFiFF-Lehrgang in Meran teilgenommen, der gestern (28. Oktober) mit einer Feier abgeschlossen wurde.

"Es war beeindruckend und schön mitzuerleben, wie sehr sich die einzelnen Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Laufe des Lehrgangs entwickelt haben. Jeder kleine und große Schritt ist ein Schritt Richtung persönliche und berufliche Zukunft", freuen sich die Projektleiter Claudius Comploi und Elmar Plangger von der Koordinationsstelle Berufliche Weiterbildung.

PFiFF: Projekt zur Förderung individueller Fähigkeiten und Fertigkeiten

Die Weiterbildungsmaßnahme hat eine lange Geschichte: Bereits seit 1997 organisiert die Koordinationsstelle Berufliche Weiterbildung der Landesdirektion deutschsprachige Berufsbildung den PFiFF-Lehrgang in regelmäßigen Abständen. Dazu arbeitet sie mit einem im Umgang mit dieser Zielgruppe erfahrenen Team an Referenten, Mentoren und Praktikumsbegleitenden zusammen. Überdies sind der Südtiroler Sanitätsbetrieb, die Bezirksgemeinschaften beziehungsweise die Sozialsprengel und die Landesabteilung Arbeit als Projektpartner an PFiFF beteiligt.

Wer kann teilnehmen und wozu PFiFF?

Der Lehrgang richtet sich an Personen mit psychischer Erkrankung oder psychosozialen Problemen im Alter zwischen 18 und 60 Jahren, die von einem Gesundheits- oder Sozialdienst begleitet werden. Ziel des Projektes ist es, die persönlichen Kompetenzen der Teilnehmenden aufzuspüren und zu fördern, ihr Selbstvertrauen und Urteilsvermögen zu stärken und ihnen berufliche Perspektiven zu eröffnen.

Wie ist der Lehrgang aufgebaut?

Der Lehrgang besteht aus einem theoretischen Teil von 16 Wochen sowie einem praktischen Teil mit einem achtwöchigen Orientierungspraktikum und einem zehnwöchigen Vertiefungspraktikum. Während der Praktika werden die Teilnehmenden von erfahrenen Tutorinnen und Tutoren begleitet, die so konkrete Arbeitserfahrungen in einem geschützten Raum machen können.

"Die Kombination von Theorie und reflektierter Praxis ist eine wichtige Voraussetzung, um möglichst individuell auf die einzelnen Menschen eingehen zu können. Sie ermöglicht ihnen, für sich selbst zu entscheiden, welchen privaten und beruflichen Weg sie einschlagen möchten", erläutert Klaus Garber, Psychologe und einer der Hauptreferenten des Lehrgangs. Diese Entscheidung kann vielseitig ausfallen: Einige Absolventen fassen in der Arbeitswelt Fuß, andere führen eine Ausbildung oder ein Studium fort und wieder andere loten noch weitere Möglichkeiten für sich aus.

Zweifelsohne hat die Corona-Pandemie nicht nur das Jahr 2020, sondern auch den PFiFF-Lehrgang maßgeblich geprägt. Dieser konnte dank großem Einsatz aller Beteiligten unter Beachtung der Covid-19-Sicherheitsauflagen großteils in Präsenz durchgeführt werden. 

Informationen zum Lehrgang erteilt die Koordinationsstelle Berufliche Weiterbildung (Tel. 0471 416916, weiterbildung.berufsbildung@provinz.bz.it, Ansprechperson: Claudius Comploi).

red/jw

ug

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