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Eröffnungskonferenz der Führungskräfte: Bildungsjahr 2021/2022 in den Startlöchern

Bildungsdirektor Gustav Tschenett betonte bei der gestrigen Eröffnungskonferenz zum Bildungsjahr 2021/2021, dass es wichtig sei, trotz unterschiedlicher Einstellungen aufeinander zuzugehen. (Foto: Verena Hilber)

Bei der Eröffnungskonferenz am 25. August standen die aktuellen Herausforderungen für das anstehende Kindergarten- und Schuljahr im Fokus.

Die Führungskräfte der deutschsprachigen Schulen und Kindergärten haben sich gestern (25. August) im Konzertsaal des Konservatoriums in Bozen zur ersten Dienstkonferenz des neue Kindergarten- und Schuljahres 2021/2022 getroffen. Die Deutsche Bildungsdirektion hatte die Veranstaltung zur Einstimmung auf das kommende Bildungsjahr organisiert. Bildungsdirektor Gustav Tschenett moderierte die Konferenz und betonte in seinen einführenden Worten, dass es wichtig sei, trotz unterschiedlicher Einstellungen auch in diesen herausfordernden Zeiten aufeinander zuzugehen. Er erinnerte daran, dass es nicht nur Bürgerrechte, sondern auch Bürgerpflichten gebe, die ebenfalls zum Leben in der Gesellschaft dazugehören.

Im Rahmen der Konferenz kamen Pädagogische Fachkräfte und Lehrpersonen aus den Musikschulen, den Berufsschulen und dem Kindergarten sowie aus den Schulen staatlicher Art zu Wort und teilten mit den Anwesenden persönliche  Erfahrungen und Gedanken zu Bildung und Unterricht in Zeiten der Pandemie: Trotz der schwierigen Situation sei es vielen von ihnen möglich gewesen, sich weiterzuentwickeln, dazuzulernen und der Situation auch etwas Positives abzugewinnen.

„Diese Pandemie hat primär nicht eine Wirtschaftskrise mit sich gebracht, sondern vielmehr eine gesellschaftliche Krise“, sagte Bildungslandesrat Philipp Achammer bei der Eröffnungskonferenz. Kindergarten- und Schule seien immer ein gesellschaftliches Spiegelbild gewesen und ein solches würden sie auch in diesem beginnenden Bildungsjahr sein. „Ich wünsche mir deshalb Kindergärten und Schulen, in denen nicht ideologische Auseinandersetzungen auf den Rücken der Kinder und Jugendlichen ausgetragen werden“, hob Landesrat Achammer hervor. Es gelte, den Fokus auf den Kernauftrag von Bildung zu richten, an die Kinder und Jugendlichen zu denken, wenn ab dem 1. September der Grüne Pass für das gesamte Personal verlangt werde.

Eine Haltung, die lediglich das Eigeninteresse im Blick hat, ist laut Landesrat Achammer, zu wenig. Er unterstrich: „Eigenverantwortung lässt sich niemals von kollektiver Verantwortung trennen, wenn es darum geht, Verantwortung für alle Teile der Gesellschaft, bis hin zu den Schwächsten, zu übernehmen.“

Landesschuldirektorin Sigrun Falkensteiner und Bildungsdirektor Gustav Tschenett bedankten sich am Ende der Veranstaltung bei allen Führungskräften der Kindergärten, der Schulen und der Verwaltung sowie bei allen Lehrpersonen und Pädagogischen Fachkräften für die Arbeit und für den Einsatz in dieser besonderen Zeit. Sie verabschiedeten jene Schuldirektorinnen und Schuldirektoren, die ab September in den Ruhestand treten und begrüßten die neuen Schulführungskräfte, die in diesem Jahr ihren Dienst antreten werden.

Die Fachgruppe Klavier an den Musikschulen sorgte bei dieser Eröffnungskonferenz für eine gediegene musikalische Umrahmung.

vh

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