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Schule am Gletscher

Glaziologie-Camp im Nationalpark Stilfser Joch fand heuer zum 10. Mal statt

Schülergruppe mit Ortler im Hintergrund

Der Gletscher ist ein Indikator für das globale Klimageschehen und daher als Lernobjekt von großer Bedeutung. Davon haben sich 20 Schüler*innen aus verschiedenen Oberschulen des Landes überzeugt, die beim diesjährigen Glaziologie-Camp teilgenommen haben. Fachlich begleitet wurde die Gruppe von der Glaziologin Martina Barandun, die an der EURAC Research forscht und arbeitet. Mit eindrücklichem Blick auf den Gletscher erklärte sie den Jugendlichen dessen Aufbau und die Dynamik und ging dabei auch auf die Problematik des Gletscherschwundes ein, der auf die Erwärmung des Klimas zurückzuführen ist.

Bei Exkursionen und Workshops haben die naturbegeisterten Schüler*innen sich mit weiteren Aspekten des Hochgebirges auseinandergesetzt. Dabei wurden sie vom Lehrer und Geologen Christian Aspmair sowie von Uta Frisch und Matthias Mühlberger der EURAC Research betreut und begleitet. Bei Abendvorträgen berichteten die Forscher Giuliano Bertagna sowie Paolo Gabrielli der Ohio State University in einer Videokonferenz über die Gletscher- und Klimaforschung. Dieter Seiwald, Lehrer und Astronom, gab Einblicke in die Tiefen des Weltalls.

Ein besonderes Erlebnis für die Jugendlichen war die von Bergführern geführte Gletscherwanderung auf den Suldenferner. Dabei konnten die Jugendlichen den Gletscher eindrücklich erleben und auch sehen, dass das Eis unter den Füßen förmlich davonschmilzt.

„Lernen und Erleben“ - dieses Leitmotiv des Glaziologie-Camps hat sich auch heuer wieder erfüllt: nach den vier gemeinsamen Tagen kehrte die Gruppe mit vielen neuen Erlebnissen, neuen Erkenntnissen und neuen Freundschaften ins Tal zurück.

Das Glaziologie-Camp ist eine Veranstaltung der Pädagogischen Abteilung und richtet sich an Schüler*innen der höheren Klassen, die besonderes Interesse an Naturwissenschaften haben, zur Orientierung für die angehende Studien- bzw. Berufswahl.

SH

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