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Orientierung 16+

Ein Pilotprojekt für Jugendliche aus anderen Ländern

"Orientierung 16+": Neu in Südtirol angekommene Jugendliche werden bei ihrer Ausbildungs- und Berufswahl begleitet. Die Anmeldungen für das kommende Schuljahr laufen. (Foto: Unsplash)

Das Pilotprojekt „Orientierung 16+“ begleitet neu in Südtirol angekommene Jugendliche bei ihrer Ausbildungs- und Berufswahl. Die Anmeldungen für das kommende Schuljahr laufen.

Jugendliche, die aus anderen Ländern nach Südtirol kommen, sind vor vielfältige Herausforderungen gestellt. Sie brauchen Zeit, sich in der neuen Heimat zurechtzufinden, die neuen Sprachen zu lernen und sich im Dickicht der Ausbildungsmöglichkeiten zurechtzufinden. Das Pilotprojekt „Orientierung 16+“ hat sich zum Ziel gesetzt, Jugendliche bei diesem Prozess der Ausbildungs- und Berufswahl zu unterstützen und sie zu begleiten.

Die Deutsche Bildungsdirektion, die Sprachenzentren der Pädagogischen Abteilung, der Koordinierungsstelle für Integration (KOI) der Landesverwaltung, das Realgymnasium und die Fachoberschule für Bauwesen Bozen, die Berufsschule für Handwerk und Industrie Bozen und „JugendCoachingGiovani“ von „netz/Offene Jugendarbeit“ haben das Projekt gemeinsam getragen, das im zu Ende gehenden Schuljahr zum ersten Mal durchgeführt wurde. Mit dem Ende des Projektjahres am 16. Juni erhalten alle Schüler und Schülerinnen die Kompetenzbescheinigung. „Hinter diesem äußeren Zeichen liegt der Erfolg dieses Jahres aber vor allem darin, dass es dank der guten Zusammenarbeit und Vernetzung und dem großen Engagement aller Beteiligten allen Jugendlichen gelungen ist, selbst die Weichen für ihre Zukunft zu stellen“, heißt es von der Projektleitung.

13 junge Frauen und Männer aus elf verschiedenen Ländern lernten in der Projektklasse Deutsch, Italienisch und Englisch, frischten ihre Kenntnisse in Mathematik, Naturkunde, EDV und Gesellschaftlicher Bildung auf und bauten sie aus. Im Praxisunterricht Holz und Malen/Bau erprobten sie ihre praktischen Fähigkeiten. Diese schulischen Tätigkeiten wurden von Gruppen- und Einzelcoachings begleitet, in denen sich die Jugendlichen mit ihren individuellen Stärken und Interessen, mit ihren Wünschen und Vorstellungen auseinandersetzen und so einen Weg in eine Ober- oder Berufsschule, in eine Lehre oder in ein Praktikum finden konnten.

„Mit der Freude über diesen Erfolg und einigen Veränderungsideen durch Evaluation und Diskussion wird das Projekt im kommenden Schuljahr weitergeführt“, kündigt die Leiterin des Referats Migration der Sprachenzentren an der Pädagogischen Abteilung, Inge Niederfriniger, an. Wiederum wird eine Gruppe von angekommenen 16- bis 18-Jährigen die Möglichkeit erhalten, sich in der „neuen“ Realität zu orientieren und jeder davon für sich den richtigen Ausbildungsweg zu finden. Die Anmeldungen laufen.

Information und Anmeldung
Sprachenzentren/Pädagogische Abteilung  inge-elisabeth.niederfriniger@provinz.bz.it

T 0471 41 72 41

red/jw

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