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Palliativ-Care: Neue Einrichtung für Kinder und Jugendliche

Eine landesweite Palliativ-Care-Einrichtung für Kinder und Jugendliche soll in Prissian (Gemeinde Tisens) entstehen. Die Landesregierung hat heute (4. Mai) Änderungen im Raumprogramm gutgeheißen.

Kinder und Jugendliche mit schweren, lebenslimitierenden oder unheilbaren Krankheiten brauchen eine intensive und ganzheitliche Betreuung. Um junge Patientinnen und Patienten mit solchen Erkrankungen und deren Familien besser zu unterstützen, soll in Prissian in der Gemeinde Tisens eine landesweite Palliativ-Care-Einrichtung gebaut werden. Dort sollen zukünftig Kinder und Jugendliche sowie deren Familien eine rundum-Versorgung im medizinischen, therapeutischen und psychologischen Bereich erhalten.

"Mit der landesweiten Palliative-Care-Einrichtung können wir diesen jungen Patientinnen und Patienten sowie deren Bezugspersonen eine professionelle Anlaufstelle und einen Rückzugsort bieten", erklärt Landeshauptmann und Gesundheitslandesrat Arno Kompatscher: "Hier können Familien wertvolle Zeit mit ihren Liebsten verbringen, während die jungen Patientinnen und Patienten von qualifiziertem Personal betreut werden." Die neue Einrichtung übernimmt beispielsweise für ein bis zwei Wochen die Kurzzeitpflege von Kindern mit unheilbaren Krankheiten, um Familien in diesem Zeitraum zu entlasten. Damit die Kinder und Jugendlichen nicht getrennt von ihren Familien untergebracht sind, werden in der neuen Einrichtung fünf Wohneinheiten für Familien eingerichtet.

Auch Tagesklinik vorgesehen

Zusätzlich zu den Räumlichkeiten für längere Aufenthalte ist auch eine Tagesklinik für ambulante Zugänge von externen Patientinnen und Patienten vorgesehen. Dort können in Zukunft Kinder und Jugendlichen medizinisch versorgt. Auch Therapien und Projekte für die Freizeitgestaltung werden in der Tagesklinik angeboten. Die Therapien reichen von Rehabilitationsmaßnahmen, Schmerztherapie, Psychotherapie bis hin zu Pet-Therapy und Kunst-Musiktherapie.

Bau wird in Kürze ausgeschrieben

Mit dem am heutigen Donnerstag (4. Mai) gefassten Beschluss hat die Landesregierung mehrere Änderungen im Raumprogramm genehmigt. Dies war aufgrund von Kostensteigerungen bei Materialien, Bau- und Anlagenteilen, der Errichtung eines zusätzlichen Raumes und der zusätzlichen Finanzierung von moderner Medizintechnik notwendig geworden. Nun kann die Planung dies Vorhabens abgeschlossen und der Bau der Palliative-Care-Einrichtung ausgeschrieben werden.


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LPA/so