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Wildbachverbauung verstärkt Hochwasserschutz an der Rienz in Brixen

In diesen Tagen führt das Landesamt für Wildbachverbauung Nord Arbeiten in der Rienz bei den Rappanlagen in Brixen durch, um den historischen Hochwasserschutz zu sanieren.

Seit der vergangenen Woche ist das Landesamt für Wildbach- und Lawinenverbauung Nord in der Agentur für Bevölkerungsschutz in der Rienz in Brixen im Einsatz. Im Abschnitt von der neuen Unterdrittelbrücke, die Stufels mit der Lüsnerstraße verbindet, bis zum Zusammenfluss der Rienz mit dem Eisack hat der Bautrupp mit Vorarbeiter Alex Messner mit zwei großen Baggern eine Zufahrtsrampe angelegt und auf einem rund 100 Meter langen Abschnitt Zyklopensteine an den Fuß der erodierten Böschung befördert, berichtet der Direktor des Landesamtes für Wildbach- und Lawinenverbauung Nord Philipp Walder. Der dort befindliche historische Uferschutz ist auf Holzpfählen gegründet, die durch jahrzehntelang anhaltende Eintiefung immer mehr zum Vorschein gekommen sind. Mit dem Neubau der Unterdrittelbrücke und den damit verbundenen Erdbewegungsarbeiten im Vorjahr bestand Handlungsbedarf, erläutert Amtsdirektor Walder: "Das Gesamtprojekt zum Hochwasserschutz Brixen sieht vor, in diesem Abschnitt alles neu zu unterfangen, bis es jedoch so weit ist, haben wir zum Schutz vor Hochwasser diese Sofortmaßnahme durchführen müssen." Investiert wurden darin 60.000 Euro.

In der vergangenen Woche hat der Energiedienstleister Alperia eigene Arbeiten im Bachbett durchgeführt und deshalb das Kraftwerk untertags außer Betrieb genommen, somit hat die Rienz in diesem Abschnitt außergewöhnlich wenig Wasser geführt, fasst Amtsdirektor Walder zusammen: "Wir haben die Gelegenheit ergriffen und dieses Zeitfenster genutzt, um unsere Arbeiten auszuführen, die bei normaler Wasserführung nur unter großem Aufwand möglich wären." Gleichzeitig richtet er seinen Dank an Alperia "für diese unkomplizierte Zusammenarbeit, ohne die dieser Eingriff wesentlich aufwändiger und schwieriger gewesen wäre".

Nachdem der Wildbach-Bautrupp schadhafte Stellen in der Holzverbauung ausgebessert und mit Zyklopensteinen ein neues Fundament gelegt hat, erfolgt in den kommenden Tagen eine ökologische Gestaltung mit dem Einbau minimaler Strukturelemente. Dies ist ein Provisorium, bis das Gesamtprojekt umgesetzt wird.


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LPA/mac