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"Mädchen, MINT und Medien": Fachtagung in München - Pressemitteilung

Foto: StMAS, Nikolaus Schäffler

Was Fernsehen und Mediennutzung mit Berufswahl zu tun hat: Die Bayerische Staatsministerin für Arbeit und Soziales, Familie und Integration Emilia Müller und ihr Netzwerk "SIE-Bayerns Frauen" luden am 24.7.2015 zur Tagung "Technik statt Topmodel - Mädchen, MINT und Medien" nach München. Die Beiratsfrauen Evelyn Gruber-Fischnaller, Edith Ploner, Astrid Pichler und Verena Buratti nutzten die Gelegenheit und informierten sich über neueste Forschungsergebnisse, auch, um sie für die Arbeitsgruppe "Frau und Medien" nutzen zu können.

Zur Tagung "Technik statt Topmodel - Mädchen, MINT und Medien" waren etwa 150 Frauen und Männer am Sitz des Bayerischen Rundfunks zusammengekommen. Besonders spannend waren bei der Tagung die Vorträge von Dr.in Maya Götz und Dr.in Marion Esch.

Götz, Leiterin des Internationalen Zentralinstituts für das Jugend- und Bildungsfernsehen, kombinierte eine Analyse von beliebten Figuren aus dem Kinderfernsehen mit aktuellen Daten zur Mediennutzung. In ihrem Vortrag "Von Lillifee zu Topmodels - Frauenrollen in den Medien und ihre Folgen" zeigte sie auf, welche Charakterzüge weibliche und männliche Kinderfiguren im TV haben und was sie für die jungen KonsumentInnen verkörpern. Ihre Ausführungen in Hinblick auf Serien wie "Germany's Next Topmodel" wurden begleitet von Statistiken zum Medienkonsum von Jugendlichen und zeigten auf, wie TV-Formate Selbstverständnis und Selbstbild prägen.

Dr.in Marion Esch, Vorstandsvorsitzende der Stiftung für MINT-Entertainment-Education-Excellence hingegen beleuchtete Serien aus dem deutschen und amerikanischem Raum: "CSI und The Big Bang Theory - Die Chancen der Fiktion für die Berufsorientierung". Esch strich deutlich hervor, wie Berufsbilder durch TV-Serien prominent und attraktiv werden. Dies sei vielleicht nicht von vornherein beabsichtigt, aber es passiere trotzdem, so die Expertin.

Besonders interessant sind diese Aspekte der Mediennutzungsforschung, die bei der Münchner Tagung herausgearbeitet wurden. Sie zeigten einmal mehr, dass Medien Meinung machen und Verantwortung tragen. In dieser Hinsicht haben der Landesbeirat für Chancengleichheit und die Arbeitsgruppe "Frau und Medien" auch einige Initiativen in Planung.

SR

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