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Frauenquote - Falsches Signal - Pressemitteilung der Gleichstellungsrätin

Bereits in der Sitzung des Landesbeirates für Chancengleichheit vom 08. September sprach sich die Gleichstellungsrätin gegen eine rückwirkende Abänderung der geltenden Regelung aus. Damit würde ein falsches, ja sogar fatales Signal gegeben: 114 Gemeinden halten sich an das Gesetz, 2 nicht und legen Rekurs ein. Daraufhin wird prompt zurückgerudert. „Stellen sie sich vor, das würde z. B. mit einem Urbanistikgesetz passieren. Zwei Gemeinden legen einen Rekurs ein, es kommt zu einer Abänderung, die rückwirkend für die zwei Gemeinden gelten soll und für jene, die sich daran gehalten haben, nicht!", so die Gleichstellungsrätin Morandini.

Mehr Sachlichkeit wünscht sie sich auch in der Diskussion um die Frauenquote. Das Gesetz spricht nicht von einer Frauenquote, sondern von einer Quote, die die gleichberechtigte Repräsentation und damit Teilnahme des unterrepräsentierten Geschlechtes in den basisdemokratischen Gremien einer Gemeinde sichern soll. Dies ist ein zutiefst demokratischer Grundgedanke. „Oder möchten Sie in einer Gesellschaft leben, wo wichtige Entscheidungen auf Gemeindeebene fast ausschließlich von einem Geschlecht getroffen und damit eine Vielfalt an Perspektiven ausgeschlossen werden", gibt Morandini zu bedenken. Sie spricht sich klar für Quotenregelungen aus, da diese ein Instrument sind, um basisdemokratische Grundprinzipien
umzusetzen.

SR