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Chancengleichheit als Herausforderung: Euregio-Frauenversammlung am 15.06.2018

"Chancengleichheit, eine Herausforderung" – Resolution von politischen Vertreterinnen aus der Euregio in Trient unterzeichnet.

Die drei Landesrätinnen (v.li.) Stocker, Ferrari und Fischer beim Unterzeichnen der Resolution für die Chancengleichheit

Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Gewalt gegen Frauen, Gendermedizin, politische Beteiligung: das sind die zentralen Themenbereiche der Zusammenarbeit, die in einer Resolution von der Euregio-Frauenversammlung am 15. Juni 2018 in Trient verabschiedet worden sind. Politikerinnen aus der Europaregion verglichen dabei den aktuellen Stand im Hinblick auf die Chancengleichheit anhand von statistischen Daten.

Landesrätin Martha Stocker sprach über Neuerungen im Hinblick auf die Frauenquote in Verwaltungsräten von öffentlichen Einrichtungen, über Erfahrungen im Bereich der Gendermedizin, über Solidarität und Widerstand gegen Gewalt an Frauen und über Beteiligung am politischen Leben. Ihre Trentiner Amtskollegin Sara Ferrari berichtete über die Erfahrungen der "Co-manager", über Vereinbarkeit und Aufteilung der Arbeit zwischen Frau und Mann im Haushalt, bei der Kindererziehung und der Pflege bedürftiger und kranker Familienmitglieder. Schwerpunkt der Ausführungen der Tiroler Landesrätin Gabriele Fischer waren Forschung und Ausbildung in der Gendermedizin.

Ein konkreter Einsatz für die Belange der Chancengleichheit mit eigenen Initiativen wurde mit der Unterzeichnung einer Resolution besiegelt. So ist vorgesehen, für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie mit der Handelskammer und wissenschaftlicher Unterstützung der Universitäten eine Untersuchung über Frauen in Unternehmen durchzuführen und dabei das Augenmerk auf die Hürden und Schwierigkeiten zu legen, denen Unternehmerinnen begegnen. Außerdem wird eine gemeinsame Datenbank aller drei Euregio-Länder angelegt, in der Anzeigen wegen Gewalt gegen Frauen gesammelt werden. Auf dem Plan stehen auch Bewusstseinsbildungskampagnen, um über die Unterschiede zwischen weiblichen und männlichen Patienten zu informieren und so durch die Kenntnis der Unterschiede bei den Symptomen eine zielgerichtetere Versorgung zu garantieren. Dazu soll ein institutionelles Netzwerk eingerichtet werden, das den Austausch von Erfahrungen erleichtert. Zudem ist geplant, Politikerinnen mehr Sichtbarkeit zu verleihen und die Beteiligung von Frauen an der Politik anzukurbeln.

Fotos (LPA Trient)

AM

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