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ASTAT Gender-Bericht 2022

Frauen und Männer in Südtirol - Lebenswelten im Vergleich

Timon Gärtner und Irene Conte vom ASTAT gemeinsam mit Ulrike Oberhammer, Landesbeirat für Chancengleichheit (Foto Frauenbüro)

Der Gender-Bericht 2022 hat sich zum Ziel gesetzt, die Situation der Frauen und Männer unter unterschiedlichen Gesichtspunkten wie Gesundheit, Bildungsgrad, einigen Aspekten des täglichen Lebens, Verhalten im familiären Umfeld und Beteiligung am Arbeitsmarkt zu betrachten und zusammenzufassen. Einige Zahlen auf einem Blick: 50,4% Frauenanteil an der Gesamtbevölkerung; 4,3 Jahre Differenz der Lebenserwartung zwischen Frauen und Männern; 16,5% Gender Pay Gap in der Privatwirtschaft.

Geschlechterrollen in der Familie
Unter den wichtigsten Ergebnissen sticht hervor, dass die Klischees zu den Geschlechterrollen in der Familie überholt zu sein scheinen: Fast alle Männer und Frauen stimmen der Aussage zu, dass sich beide Eltern um Kinder und Haushalt kümmern und zum Haushaltseinkommen beitragen sollten. Dennoch ist die überwiegende Mehrheit der Befragten der Meinung, dass die Mütter aufgrund der Kinder ihre Arbeitstätigkeit einschränken sollten. Eine Einschränkung der väterlichen Erwerbstätigkeit hält nur etwa ein Drittel für notwendig. Weiters zeigen die Daten, dass Hausarbeit und Kindererziehung hauptsächlich von den Frauen geleistet werden. Die fakultative Elternzeit wird zudem nicht nur von weniger Vätern als Müttern beansprucht, sondern die Väter, welche sie in Anspruch nehmen, bleiben der Arbeit für kürzere Zeit fern als die Mütter. 

Deutlich weniger Rente
Der Unterschied wiegt dann auch im Alter schwer: 2021 waren 51,7 Prozent der Rentenbeziehenden Frauen und 48,3 Prozent Männer. Dennoch erhielten die Frauen nur 42,4 Prozent des gesamten Südtiroler Renteneinkommens und die Männer 57,6 Prozent. "Das mediane Renteneinkommen der Männer beträgt 22.210 Euro, jenes der Frauen hingegen 14.613 Euro", schreibt das Astat. Während mehr als drei Viertel (76,9 Prozent) der von den Männern bezogenen Renten Alters- und Dienstaltersrenten seien, liege dieser Anteil bei den Leistungsempfängerinnen bei 59,6 Prozent. Frauen erhalten auch einen erheblichen Anteil anderer Rentenarten, vor allem die Hinterbliebenenrente - und auch aufgrund dieser unterschiedlichen Verteilung der Renten, von denen die Alters- und Dienstaltersrenten den höchsten Durchschnittsbetrag aufweisen, sei das Rentengefälle zwischen Frauen und Männern besonders ausgeprägt und lag 2021 bei 31,4 Prozent.

Hier können Sie den vollständigen Bericht lesen.

ASTAT

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