Zahlen, Daten, Fakten - Gewaltchronik

Gewaltchronik

Nach offiziellen Schätzungen werden 35% aller Frauen zumindest einmal in ihrem Leben Opfer von Gewalt. In einigen Ländern sind es sogar 70%.

Alle drei Tage wird im Durchschnitt in Italien eine Frau ermordet.

Ca. 150.000 Betroffene haben in den letzten sechs Jahren die nationale Notrufnummer 1522 kontaktiert.

Grafik ISTAT: Anzahl Anrufe Notrufnummer 1522 in den Jahren 2013-2019

Grafik ISTAT: Anzahl Anrufe Notrufnummer 1522 in den Jahren 2013 - 2019

In Südtirol haben sich im Jahr 2018 mehr als 600 Frauen an die Gewalt-Kontaktstellen gewandt. Die Dunkelziffer dürfte aber viel höher liegen.

Grafik ASTAT 2019: Täterprofil

Grafik ASTAT 2019: Täterprofil

Frauen sind in den eigenen vier Wänden vermehrt Gewaltsituationen ausgesetzt, auch, da es für sie oft schwierig ist, von außen Hilfe zu holen oder die Gewalt anzuzeigen.

Gewalt an Frauen ist keine Privatangelegenheit, auch wenn sie in den eigenen vier Wänden geschieht, es ist ein Thema, das die gesamte Gesellschaft angeht.

Der Landesbeirat für Chancengleichheit für Frauen schlägt deshalb Alarm und appelliert an die Opfer, sich zur Wehr zu setzen und Gewalt nicht einfach hinzunehmen. Er bietet einen Service an, wo sämtliche Anlaufstellen gegen Gewalt an Frauen in Südtirol und die wichtigsten Notrufnummern zu finden sind. Diese Information soll Frauen Mut machen, Hilfe zu suchen und Anzeige zu erstatten.

Getötet, weil sie Frauen sind

Femizide in Deutschland - ein Interview mit Sozialwissenschaftlerin Monika Schröttle geführt von Susanne Führer, Deutschlandfunk Kultur, TACHELES | Beitrag vom 24.04.2021

#Unhatewomen (Grafik Frauenbüro)

Eine Frau, die ihren Partner verlässt, lebt auch in Deutschland gefährlich. An jedem dritten Tag wird eine Frau von ihrem (Ex-)Partner getötet. Ein Erbe des Patriarchats, denn noch immer wähnen sich Männer in dem Glauben, dass ihnen eine Frau gehöre.

Monika Schröttle ist Politologin und Sozialwissenschaftlerin, sie koordiniert das European Observatory on Femicide und leitet den Bereich Gender, Gewalt und Menschenrechte an der Universität Erlangen-Nürnberg mit einer Forschungsstelle zur Umsetzung der Istanbul-Konvention.

Lesen Sie hier das Interview, geführt von Susanne Führer, Deutschlandfunk Kultur: 

Femizide in Deutschland - Getötet, weil sie Frauen sind (deutschlandfunkkultur.de)

ap

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