Urlaub auf dem Bauernhof (Neubau, Umbau, Sanierung)

Ein Dienst der Südtiroler Landesverwaltung

Allgemeine Beschreibung

Ab dem Tag des Inkrafttretens des  Beschlusses, also ab dem 19.01.2023, können Ansuchen um Beihilfen zugunsten landwirtschaftlicher Unternehmen für Investitionen im Bereich  „Urlaub auf dem Bauernhof“, im Sinne der abgeänderten Regelung gemäß Beschluss der Landesregierung Nr.25 vom 10.01.2023 bei der Landesverwaltung vorgelegt werden.

Für den Neubau/die Modernisierung/die Erweiterung von Ferienwohnungen, Zimmern und ausschließlich von Gästen genutzten Gemeinschaftsräumen, welche im Rahmen von Urlaub am Bauernhof vermietet werden, ist ein Kapitalbeitrag vorgesehen. Das Ausmaß der Förderung beträgt in Abhängigkeit der Punkte für natürliche Erschwernis bis zu 60% der zuschussfähigen Kosten bei Grünlandbetrieben und 30% für Betriebe mit Obstbau, Weinbau oder Sonderkulturen.

Kapitalbeiträge gibt es im Beherbergungsbereich nur für den Neubau der ersten 2 Ferienwohnungen oder der ersten 4 Fremdenzimmer (diese Begrenzung gilt nicht für Sanierungsvorhaben an bereits bestehenden Beherbergungsstrukturen).

Die Zweckbestimmung der geförderten Räumlichkeiten muss für 10 Jahre ab Endauszahlung des Beitrages beibehalten werden und 5 Jahre bei beweglichen Gütern (Einrichtung).

Kapitalbeitrag: der Höchstbetrag an zuschussfähigen Ausgaben im 10-Jahreszeitraum pro Betrieb beträgt  90.000 € + 10.000 €, wenn die Einstufung mindestens auf 3 Blumen erhöht wird, (bzw.  bei bestehender 3-Blumeneinstufung auf 4 Blumen) + 5.000 € bei der Teilnahme an einem Qualitäts-Markenprogramm (z.B. Roter Hahn). Sowie weitere 20.000,00€, wenn es sich um Wiedergewinnungsarbeiten handelt (mindestens 25 Jahre altes Wohnvolumen und nicht mehr als 20% Kubaturerweiterung).

Zuschlagsmöglichkeit für Vorhaben an denkmal- und ensemblegeschützten Objekten.

Firmenangebote sind notwendig für die Einrichtung und die beweglichen Güter.

Begünstigte

Es gibt vier Kategorien von Begünstigten:

  1. Betriebe mit Obst-/Weinbau/Sonderkulturen, erhalten 30% Beitrag;
  2. viehhaltende Betriebe mit bis zu 39 Erschwernispunkten, erhalten 40% Beitrag;
  3. viehhaltende Betriebe mit 40 und mehr Erschwernispunkten, erhalten 50% Beitrag und;
  4. viehhaltende Betriebe, im extremen Berggebiet mit mindestens 75 Erschwernispunkten, oder in strukturschwachen Gebieten, erhalten 60% Beitrag.

  • Überwiegen der landwirtschaftlichen Tätigkeit gegenüber dem Urlaub auf dem Bauernhof, bezogen auf die Arbeitszeit.
  • Einzelne landwirtschaftliche Unternehmer, die Selbstbebauer sind und einen Betrieb mit mindestens 2 ha Wiese oder Ackerfutterbau und mindestens 4 GVE oder mindestens 1 ha Obst-/Weinbau oder mindestens 2 ha Sonderkulturen als Eigentümer, Pächter oder Nutznießer bewirtschaften.
  • Eintragung im Landesverzeichnis der landwirtschaftlichen Unternehmen und im Gemeindeverzeichnis der Unternehmen, welche U.a.B. anbieten oder Bestehen der Voraussetzungen für die Ausübung der U.a.B. Tätigkeit gemäß BLR 4617/2002.
  • Faktor der wirtschaftlichen Lage (FWL) gemäß Einheitlicher Einkommens- und Vermögenserklärung (EEVE) der Kernfamilie nicht höher als für die Stufe 3 vorgesehen; für Junglandwirte in den ersten 5 Jahren nach der Niederlassung nicht höher als für die Stufe 4 vorgesehen.
  • Innerhalb der Kernfamilie darf keine andere touristische Tätigkeit oder nicht landwirtschaftliche Tätigkeit mit mehr als 2 Vollzeit - Angestellten ausgeübt werden.
  • Mindestinvestition für Kapitalbeiträge 10.000 € 
  • Bei Viehhaltungsbetrieben ist der durchschnittliche Mindest- und Höchstviehbesatz einzuhalten, analog der Förderung von Wohn- und Wirtschaftsgebäuden.
  • Erreichung von mindestens 3 Blumen (Einstufung gemäß D.LH. Nr. 32/1996) nach Abschluss der Arbeiten.

     Von der Förderung ausgeschlossen sind:

  • Landwirtschaftliche Betreibe deren wirtschaftlichen Lage (FWL) gemäß Einheitlicher Einkommens- und Vermögenserklärung (EEVE) der Kernfamilie höher als Stufe 3; für Junglandwirte in den ersten 5 Jahren nach der Niederlassung höher als Stufe 4 ist.
  • Landwirtschaftliche Betriebe, die neben der landwirtschaftlichen Tätigkeit die Ausübung einer anderweitigen nicht landwirtschaftlichen Tätigkeit innerhalb der Kernfamilie mit mehr als zwei Vollzeitangestellten betreiben.

(Letzte Aktualisierung Dienstleistung: 30.01.2023)

Zuständige Einrichtung

Amt für ländliches Bauwesen
Landhaus 6 - Peter Brugger, Brennerstraße 6, 39100 Bozen
Telefon: 0471 41 51 51 Bozen Bolzano
0471 41 51 51
E-Mail: laendliches.bauwesen@provinz.bz.it
PEC: lwbauwesen.agriedilizia@pec.prov.bz.it

Termine

Für Informationen wenden Sie sich an das Amt für ländliches Bauwesen (Tel. 0471 415051) oder bei den Bezirksämtern für Landwirtschaft in Brixen (Tel. 0472 821240), Bruneck (Tel. 0474  582242), Meran (Tel. 0473 252240) und Schlanders (Tel. 0473 736140).