Verarbeitung und Vermarktung landw. Erzeugnisse pflanzlicher Herkunft - Primärerzeuger

Ein Dienst der Südtiroler Landesverwaltung

Allgemeine Beschreibung

Begünstigte sind in der Primärerzeugung tätige Kleinstunternehmen im Sektor pflanzliche Erzeugung, welche als Einzelunternehmen bis € 300.000,00 Jahresumsatz aufweisen.

Der Mindestbetrag an anerkannten Kosten beträgt € 10.000,00. Der Höchstbetrag an anerkannten Kosten beträgt im 3- Jahreszeitraum € 400.000,00.

Das landwirtschaftliche Unternehmen des Antragstellers muss, mit Ausnahme der Bienenhaltung, mindestens 1 ha Obst- oder 1, 5 ha Weinbau bewirtschaften oder 2 Hektar Wiesen, Wechselwiesen, Mais und anderes Getreide, Feldfrüchte, Erdbeeren, Heilpflanzen und Kräuter bewirtschaften.

Für Mischbetriebe, die sowohl Obst- oder Weinbau als auch andere Kulturen aufweisen, werden die Flächen im Verhältnis 1:2 verrechnet und zusammengezählt.

Es gelten die entsprechenden Angaben, die im Landesverzeichnis der landwirtschaftlichen Unternehmen im Sinne des Dekretes des Landeshauptmanns Nr. 22 vom 9. März 2007 enthalten sind.

Mit Bezug auf den jeweiligen Tätigkeitsbereich muss zudem die nachstehend angeführte Mindestanbaufläche in Hektar (ha) zum Zeitpunkt der Antragstellung erreicht sein:

• 1,5 ha Weinbaufläche

• 1ha Gemüse und/oder Beeren- und/oder Steinobstanbau und/oder Getreideanbau

• 1.000 m² Kräuteranbau

- Beschreibung und den Standort des Vorhabens, einschließlich des Beginnes und Abschluss des Vorhabens

- Aufstellung der Kosten, bzw. den Kostenvoranschlag oder das Angebot,

- Technische Unterlagen,

- Baukonzession, falls erforderlich,

- Beschluss des Verwaltungsrates oder der Vollversammlung betreffend die zu fördernde Investition

- Beschreibung des Unternehmens und der Verarbeitungs- und Vermarktungstätigkeit

Förderkriterien für Unternehmen, welche in der Verarbeitung und Vermarktung landwirtschäftlicher Erzeugnisse tätig sind.

Förderbare Vorhaben

1. baulichen Investitionen

betreffend den Bau, Umbau, die Modernisierung von:

a) Strukturen für die Lagerung, Aufbereitung, Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse im Höchstausmaß von 75 m2.

b) Verwaltungs-, Verkaufs- und Belegschaftsräume am Produktionsstandort im Höchstausmaß von 25 m2.

2. technische Investitionen 

betreffend den Ankauf:

a) neuer Maschinen, technischer Geräte und Anlagen für die Lagerung, Aufbereitung, Verarbeitung, Vermarktung und für die Qualitätssicherungssysteme, landwirtschaftlicher Erzeugnisse,

b) neuer Behältnisse für die Lagerung landwirtschaftlicher Erzeugnisse und für die Entsorgung anfallender Nebenprodukte. 

Art der Förderung: Kapitalbeitrag

Die Beitragshöhe beträgt:

·         für die baulichen Investitionen bis zu 40 Prozent der zuschussfähigen Kosten;

·         für die technischen Investitionen bis zu 30 Prozent der zuschussfähigen Kosten.

Der Sektor Verarbeitung von Kernobst sowie Grappa- und Kernobstbrennereien sind nicht mehr zur Förderung zugelassen. Im Weinsektor sind nur Maschinen, Anlagen und Behälter (bei Holzfässern mit mehr als 10 hl Fassungsvermögen) förderbar.

(Letzte Aktualisierung Dienstleistung: 06.02.2023)

Zuständige Einrichtung

Amt für Obst- und Weinbau
Landhaus 6 - Peter Brugger, Brennerstraße 6, 39100 Bozen
Telefon: 0471 41 50 80
0471 41 50 81
Fax: 0471 41 50 89
E-Mail: obst-weinbau@provinz.bz.it
PEC: obstweinbau.fruttiviticoltura@pec.prov.bz.it

Termine

Die Anträge können vom 01. Februar bis zum 30. September gestellt werden

Für die Gewährung der Beihilfe müssen die Antragsteller vor Beginn der Arbeiten bzw. vor dem Ankauf der Einrichtungen ein eigenes Gesuch beim Amt für Obst-und Weinbau in Bozen (Tel. 0471 415080) oder bei den Bezirksämtern für Landwirtschaft in Brixen (Tel. 0472 821240), Bruneck (Tel. 0474  582242), Meran (Tel. 0473 252240) und Schlanders (Tel. 0473 736140) einreichen.