Landeskindergeld

Ein Dienst der Südtiroler Landesverwaltung

Allgemeine Beschreibung

Das Landeskindergeld steht Familien zu mit:

  • mindestens 2 minderjährigen Kindern oder
  • einem einzigen Kind unter 7 Jahren* oder
  • einem behinderten Kind, auch nach dessen Volljährigkeit oder
  • einem minderjährigen Kind mit einem/r mitlebenden volljährigen Bruder/Schwester welche/r auf dem Familienbogen des Antragstellers aufscheint.

* innerhalb der ersten sieben Lebensjahre des Kindes oder für sieben Jahre ab dem Datum der Adoption oder der Anvertrauung und auf jeden Fall höchstens bis zum achtzehnten Lebensjahr.

Wohnsitz:

  • einen ununterbrochenen Wohnsitz von mindestens 5 Jahren in der Provinz Bozen haben; in Alternative einen historischen Wohnsitz von mindestens 15 Jahren, davon mindestens 1 Jahr ununterbrochen vor Einreichung des Gesuches. Außerdem kann auch jede andere Unterlage, aus der der andauernde Aufenthalt für mindestens 5 Jahren in der Provinz Bozen hervorgeht, vorgewiesen werden.
    Wenn die antragstellende Person diese Voraussetzung nicht erfüllt, muss diese der Ehepartner/die Ehepartnerin besitzen;
  • Bürger/innen aus einem anderen EU-Land, welche nicht in Südtirol ansässig sind oder seit weniger als 5 Jahren ansässig sind, müssen ein Arbeitsverhältnis in Südtirol vorweisen können.
     

Kinder und gleichgestellten Personen:

  • Müssen mit der antragstellenden Person in Südtirol zusammenleben und, mit Ausnahme der Anvertrauung, auf demselben Familienbogen aufscheinen.
    Falls eines der Kinder, für welches um Landeskindergeld angesucht wurde, selbst ein Kind bekommt, endet das Anrecht auf die Leistung, sobald das Kind oder dessen Partner/Partnerin einen eigenen Antrag um Landeskindergeld für das Neugeborene stellt. Dies muss der Agentur umgehend mitgeteilt werden.
     
  • Zu den Zwecken der Entrichtung des Landeskindergeldes sind nachstehende Personen den minderjährigen Kindern gleichgestellt:
    a) die volljährigen Kinder mit Behinderung;
    b) die volljährigen Geschwister, Enkelkinder, Nichten und Neffen mit Behinderung;
    c) die vom Gericht oder mit Verwaltungsmaßnahme auf Vollzeit gemäß Artikel 9 des Gesetzes vom 4. Mai 1983, Nr. 184, in geltender Fassung, zur Betreuung überlassenen minderjährigen Kinder, auch wenn sie nicht auf dem Familienbogen der antragstellenden Person aufscheinen, die minderjährigen Kinder unter Vormundschaft der antragstellenden Person sowie behinderte Volljährige unter Vormund, Pfleg-, oder Sachwalterschaft oder anderem Rechtsschutz der antragstellenden Person.
    Als behindert gelten die Zivilinvaliden mit einem Invaliditätsgrad von mindestens 74 Prozent sowie Zivilblinde und Gehörlose.

Wirtschaftliche Situation:

Die wirtschaftliche Lage der Familiengemeinschaft, bewertet durch die EEVE, darf bei Antragstellung die Einkommensgrenzen laut Tabelle, die unter „Formulare und Anlagen“ zu finden ist, nicht übersteigen.

Die wirtschaftliche Lage der Familiengemeinschaft wird durch die einheitliche Einkommens- und Vermögenserklärung (EEVE) bewertet.

Um das Landeskindergeld zu beanspruchen, wird ab dem 1. Juli 2021 die EEVE Erklärung 2020 benötigt. Dafür wenden Sie sich an die Steuerbeistandzentren (CAAF) und/oder an jene Patronate welche diesen Dienst anbieten oder Sie können den Online-Dienst eGov nutzen.

Wie hoch ist der Betrag?

Der Betrag wird differenziert nach Einkommen und Vermögen und nach der Anzahl der Familiemitglieder ausbezahlt.

Tabellen: A, B, C

Wann wird die Zahlung durchgeführt?

Die Zahlungen werden monatlich im Nachhinein durchgeführt. So wird zum Beispiel die Rate des Monats Jänner Ende Februar gutgeschrieben.

Wie wird ausbezahlt?

Die Zahlungen erfolgen auf das angegebene Bankkonto oder, wenn keine Bankdaten angegeben werden, mittels Bankscheck, einzulösen innerhalb von 2 Monaten an einem Schalter der Sparkasse (Schatzmeister der Provinz).

Beachten Sie: Es ist nicht mehr möglich Beträge von 1.000,00 € und darüber mittels Bankscheck auszuzahlen sondern nur mehr auf elektronischem Wege über die Bank. Dies laut Art. 12, Absatz 2, Buchstabe c des Gesetzesdekretes  Nr. 201 vom 06. Dezember 2011: „ Dringende Maßnahmen für das Wachstum, die Gerechtigkeit und die Konsolidierung der öffentlichen Finanzen"

Was ist im Falle einer Neugeburt, Adoption oder Anvertrauung zu tun, falls bereits ein Antrag eingereicht wurde?

Falls es nach der Gesuchstellung um Landeskindergeld zu einer Neugeburt, Adoption oder Anvertrauung kommt, muss dies der Agentur mit dem eigens hierfür vorgesehenen Formular mitgeteilt werden, um die Neuberechnung des zustehenden Betrages zu beantragen und zu erhalten.
Es ist somit nicht notwendig einen neuen Antrag um Landeskindergeld einzureichen.

Transparenz
Informationen über die Dauer des Verfahrens, den Verfahrensverantwortlichen, die Ersatzbefugnis und Mittel des verwaltungsmäßigen und gerichtlichen Rechtsschutzes unter dem folgenden Link
    

(Letzte Aktualisierung Dienstleistung: 19.07.2021)

Zuständige Einrichtung

ASWE Agentur für soziale und wirtschaftliche Entwicklung
Landhaus 12, Kanonikus-Michael-Gamper-Straße 1, 39100 Bozen
Telefon: 0471 41 83 11 Fabiana Gabella
0471 41 83 09 Davide Giabardo
0471 41 83 14 Barbara Kaufmann
0471 41 83 00
Fax: 0471 41 83 29
E-Mail: aswe.asse@provinz.bz.it
PEC: aswe.asse@pec.prov.bz.it
Website: http://aswe.provinz.bz.it/

Parteienverkehr:

Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag: 9.00 - 12.00 Uhr
Donnerstag: 8.30 - 13.00 Uhr, 14.00 - 17.30 Uhr

Termine

Der Antrag kann erst ab dem Zeitpunkt gestellt werden, ab dem die antragstellende Person die Voraussetzungen erfüllt. 

- Wird der Antrag innerhalb 180 Tagen ab der Geburt oder der Adoption/Anvertrauung (Datum der Verfügung) eingereicht: die Monatsraten werden rückwirkend ab Folgemonat der Geburt/Adoption/Anvertrauung oder ab Erlangung der Zugangsvoraussetzungen ausbezahlt. 
- Wird der Antrag nach 180 Tagen ab der Geburt oder der Adoption/Anvertrauung (Datum der Verfügung) eingereicht: das Landeskindergeld steht erst ab dem Folgemonat nach der Antragstellung zu.

Um den Zuschuss ohne Unterbrechung beziehen zu können, muss der Antrag jährlich zwischen 1. September und 31. Dezember erneuert werden.

ANTRAGSSTELLUNG

Der Antrag kann bei allen Patronaten des Landes oder mittels dem Online-Dienst eGov eingereicht werden.