Wiedergewinnung der Erstwohnung

Ein Dienst der Südtiroler Landesverwaltung

Allgemeine Beschreibung

Das Land Südtirol gewährt Förderungen für die Wiedergewinnung von Wohnungen für den Grundwohnbedarf.

Bei dieser Förderung handelt es sich um einen Schenkungsbeitrag, der einmalig ausbezahlt wird und nicht zurückerstattet werden muss.

Um in den Genuss dieser Förderung für die Wiedergewinnung einer Erstwohnung zu kommen, muss der Antragsteller einige Voraussetzungen erfüllen, welche das Einkommen und das Vermögen, sowie das Eigentum an Immobilien des Gesuchstellers selbst betreffen.

Das Gesamteinkommen der Familie muss innerhalb der vier Einkommensstufen liegen und das Mindesteinkommen muss erreicht werden.

Gegenstand der Förderung für die Wiedergewinnung von Wohnungen sind die in Artikel 62 Absatz 1 Buchstabe b), c) und d) des Landesraumordnungsgesetzes vorgesehenen Wiedergewinnungsmaßnahmen (Landesgesetz vom 10.07.2018, Nr. 9).

Folgende Arbeiten können insofern finanziert werden:

  • "außerordentliche Instandhaltungsmaßnahmen": diese umfassen Arbeiten und Änderungen, die notwendig sind, um Gebäudeteile - auch tragende Elemente oder solche, die die Struktur des Gebäudes betreffen - zu erneuern oder auszutauschen, oder um hygienisch-sanitäre und technische Anlagen zu errichten oder zu ergänzen; dabei dürfen das Volumen, die Nutzfläche sowie die Zweckbestimmung der einzelnen Gebäude nicht geändert werden. Unter die außerordentliche Instandhaltung fällt auch die mit Bauarbeiten verbundene Aufteilung oder Zusammenlegung von Liegenschaftseinheiten, auch wenn sich dadurch die Fläche der einzelnen Liegenschaftseinheiten und das städtebauliche Gewicht ändern, jedoch nur, wenn die gesamte Baumasse der Gebäude nicht geändert und die ursprüngliche Zweckbestimmung beibehalten wird;
  • "Restaurierungs- und Sanierungsmaßnahmen": diese sind auf die Erhaltung des Gebäudes und auf die Gewährleistung seiner Funktionsfähigkeit ausgerichtet;
  • "Maßnahmen zur baulichen Umgestaltung": diese sind auf eine Umgestaltung der Gebäude durch aufeinander abgestimmte Baumaßnahmen ausgerichtet und können zu einer vollständigen oder teilweisen Veränderung der Gebäude in äußerer Form, Fläche, Dimensionen und Typologie führen;
  • Abbruch und Wiederaufbau: der Wiederaufbau kann an gleicher Stelle oder in unmittelbarer Nähe erfolgen. Wenn das abzubrechende Gebäude auf einer Fläche steht, die mit einem Bauverbot für Neubauten belegt ist, kann auch der Wiederaufbau des Gebäudes an einer anderen Stelle des Gemeindegebietes zur Förderung für die Wiedergewinnung zugelassen werden.

Für die Rechtswirkungen der Wiedergewinnung gelten Kubaturerweiterungen bis zu 20% als Wiedergewinnung. In jedem Falle gilt es als Wiedergewinnung, wenn eine bestehende Baumasse, auch durch Umwidmung der Zweckbestimmung auf das Ausmaß einer Volkswohnung mit einer Nutzfläche von bis zu 110 m2 erweitert wird.

Folgende Tabelle gibt die höchstmöglichen Beträge wieder, welche aufgrund der Einkommensstufe und der Familienzusammensetzung errechnet werden. Das genaue Ausmaß des Beitrages ändert sich innerhalb einer jeden Einkommensstufe und hängt außerdem auch von der Konventionalfläche bzw. vom Konventionalwert der Wohnung und von der Höhe des Kostenvoranschlages ab. Es ist deshalb unumgänglich, sich an einen Geometer des technischen Amtes zu wenden. Es steht auch online eine „Simulation“ zur Verfügung, welche die technische Berechnung mit einbezieht. In dem Bereich der Online-Berechnung der Konventionalfläche, des Konventionalwertes und des Landesmietzinses sind weitere Informationen bezüglich der Konventionalfläche und der Wohnfläche erhältlich.

Tabelle: Höchstausmaß der einmaligen Beiträge für die Wiedergewinnung einer Wohnung bei weniger als 20 Punkten

Tabelle: Höchstausmaß der einmaligen Beiträge für die Wiedergewinnung einer Wohnung bei mindestens 20 Punkten

Für Mehrausgaben für Gebäude die den Bestimmungen zum Schutze der Erhaltung geschichtlich, künstlerisch, heimatlich oder volkskundlich wertvoller Güter unterstehen, kann der gewährte Beitrag um 25% erhöht werden. 

Die folgende Auflistung gibt einen allgemeinen Überblick über die Bevorzugungskriterien der Punktebewertung. Bei der Gewährung der Wohnbauförderung des Landes werden hauptsächlich berücksichtigt:

  • die wirtschaftlichen Verhältnisse der Familie (siehe Tabelle: Einkommensstufen);
  • die Anzahl der Familienmitglieder: für jedes Familienmitglied, einschließlich des Antragstellers, werden zwei Punkte zuerkannt; Die Punkte für die Kinder werden nur dann zugeteilt, wenn diese den gemeinsamen Wohnsitz mit dem Gesuchsteller haben;
  • die Zwangsräumung: dem Gesuchsteller, welchem die Zwangsräumung der Wohnung wegen Ablaufs des Mietvertrages ausgesprochen wurde, werden drei Punkte zuerkannt.
    Das Gesuch um Wohnbauförderung muss jedoch innerhalb folgender Fristen eingereicht werden:
    - im Falle der Bestätigung der Aufkündigung wegen Vertragsablaufes nach Ablauf des Mietvertrages und auf jeden Fall innerhalb eines Jahres;
    - im Falle der Bestätigung der Aufforderung zur Räumung innerhalb eines Jahres ab der Bestätigung der Aufforderung selbst.
    Für die Anerkennung dieser Punktezahl muss das Gesuch in beiden Fällen eingereicht werden, solange der Gesuchsteller die Wohnung noch bewohnt oder eine andere provisorische Unterkunft hat. Weiters muss der Antragsteller mindestens drei Jahre in der Wohnung gelebt haben. Bei Zwangsräumung unter Verwandten in gerader Linie werden keine Punkte vergeben.
     
  • der Widerruf der Dienstwohnung: dem Gesuchsteller, welchem die Dienstwohnung wegen Pensionierung oder wegen Ablebens des berechtigten Ehegatten und unter der Voraussetzung, dass der Gesuchsteller vor seiner Pensionierung Dienstwohnungen für die Dauer von mindestens zehn Jahren besetzt hat widerrufen wurde, werden drei Punkte zuerkannt;
  • das Bewohnen einer für unbewohnbar erklärten oder überfüllten Wohnung:
    - dem Gesuchssteller, der seit mindestens drei Jahren in einer Wohnung lebt, die für unbewohnbar erklärt wurde, werden fünf Punkte zuerkannt;
    - dem Gesuchssteller, der seit mindestens drei Jahren in einer Wohnung lebt, die als überfüllt gilt, werden zwei Punkte zuerkannt (siehe Tabelle: Nicht geeignete bzw. überfüllte Wohnungen).
    Zusätzlich wird dem Bewerber für jedes weitere Jahr, das er/sie in einer überfüllten oder in einer als unbewohnbar erklärten Wohnung verbracht hat, ein Punkt zuerkannt. Es werden jedoch nur maximal drei Punkte angerechnet.
    Diese Punkte werden, jedoch, nur dann zuerkannt, wenn der Bewerber zum Zeitpunkt der Gesuchsvorlage seit wenigstens drei Jahren seinen Wohnsitz in dieser Wohnung innehat und diese auch bewohnt. Ausschließlich für die Zuerkennung der Punkte für das Wohnen in einer überfüllten Wohnung werden als Familienmitglieder die Personen gemäß Artikel 7/ter Absatz 1 Buchstaben von a) bis f) des DLHP 42/1999 berücksichtigt.
  • die Gründung einer neuen Familie: wird das Gesuch innerhalb von drei Jahren ab dem Datum der Eheschließung eingereicht, werden fünf Punkte zuerkannt;
  • Der Umstand, dass der Gesuchsteller oder ein unterhaltsberechtigtes Familienmitglied ein Versehrter, Arbeits- oder Zivilinvalide ist:

    - dem Gesuchsteller selbst, der Versehrter oder Kriegs-, Arbeits-, Dienst- oder Zivilinvalide ist, werden nach Maßgabe der Verminderung der Arbeitsfähigkeit oder der Kategorie der bezogenen Kriegspension Punkte zuerkannt
    (siehe Tabelle: Punkte für den Gesuchsteller je nach Invaliditätsgrad); 

    - Wenn ein unterhaltsberechtigtes Familienmitglied, das mit dem Bewerber im gemeinsamen Haushalt lebt, Versehrter, Kriegs-, Arbeits-, Dienst- oder Zivilinvalide ist, werden ebenfalls nach Maßgabe der Verminderung der Arbeitsfähigkeit oder der Kategorie der bezogenen Kriegspension, Punkte zuerkannt
    (siehe Tabelle: Punkte für ein unterhaltsberechtigtes Familienmitglied je nach Invaliditätsgrad);

    Dem Bewerber, der eine Invalidenrente der staatlichen Sozialversicherungsanstalt oder als Dienstinvalide eine Rente des Schatzministeriums empfängt, werden vier Punkte zuerkannt. Diese Punktezahl wird auf fünf erhöht, sofern die zuständige Sanitätskommission zur Feststellung der Zivilinvalidität eine Arbeitsfähigkeitsverminderung von mehr als 83 Prozent festgestellt hat.

    Wenn die Rente von einem unterhaltsberechtigten Familienmitglied, das mit dem Bewerber im gemeinsamen Haushalt lebt, bezogen wird, werden zwei Punkte zuerkannt.

    Dem Bewerber, der älter als 65 Jahre ist, keine Invalidenrente der staatlichen Sozialversicherungsanstalt bezieht und von der zuständigen Sanitätskommission zur Feststellung der Zivilinvalidität ohne Angabe des Invaliditätsgrades als Teilinvalide erklärt wurde, werden drei Punkte zuerkannt. Diese Punktezahl wird auf fünf erhöht, wenn die Kommission die Vollinvalidität festgestellt hat.

Um zur Wohnbauförderung des Landes für die Wiedergewinnung von Wohnungen für den Grundwohnbedarf zugelassen zu werden, müssen die Gesuchsteller folgende Voraussetzungen erfüllen:

Die persönlichen Voraussetzungen des Gesuchstellers:  

  • Er/sie muss seit mindestens 5 Jahren in der Provinz ansässig sein, bzw. seinen/ihren Arbeitsplatz in der Provinz haben. Dasselbe gilt auch für jene Person, die mit dem Gesuchsteller in einer eheähnlichen Beziehung lebt (definiert in Art. 7 des D.LH. 1999/42) und Miteigentümer der Wohnung wird;

  • Staatsbürger von Staaten, die nicht der Europäischen Union angehören, müssen bei Einreichen des Gesuches seit mindestens fünf Jahren ohne Unterbrechung in der Provinz ansässig sein und im Landesgebiet mindestens eine dreijährige Erwerbstätigkeit ausgeübt haben;

  • Er/sie muss das 23. Lebensjahr vollendet haben, falls er/sie ledig ist, und keine unterhaltsberechtigten Familienangehörige hat. Dies gilt nicht für Gesuchsteller mit einer Behinderung von mindestens 74%;

  • Ist der Gesuchsteller verpflichtet seine Sprachgruppenzugehörigkeitserklärung abzugeben, so muss er/sie diese dem Gesuch beilegen.

Eigentum: 

  • Der Gesuchsteller darf nicht Eigentümer einer Wohnung sein, die für seine Familie angemessen und leicht zu erreichen ist. Eine Wohnung gilt als leicht erreichbar wenn sie sich innerhalb 40 km vom Arbeitsplatz oder vom Wohnsitz, oder innerhalb 30 km falls diese Wohnung beziehungsweise der Arbeitsplatz oder der Wohnsitz über 1000 Meter ü. d. M. liegen, befindet. Weder darf er das Fruchtgenuss-, Gebrauchs- oder Wohnungsrecht an einer solchen Wohnung haben noch in den fünf Jahren vor Einreichen des Gesuches das Eigentum, das Fruchtgenuss-, Gebrauchs- oder Wohnungsrecht an einer solchen Wohnung veräußert haben. Dasselbe gilt für den nicht getrennten Ehepartner oder für die in eheähnlicher Gemeinschaft lebende Person. Es werden auch die Wohnungen berücksichtigt, die im Eigentum von Personengesellschaften oder von Gesellschaften mit beschränkter Haftung sind, an denen der Gesuchsteller oder der Ehegatte bzw. die in eheähnlicher Beziehung lebende Person beteiligt ist.
    Bei der Wiedergewinnung gilt dies nicht für die Wohnung, die dem Grundwohnbedarf des Eigentümers dient; auch ist es kein Ausschlussgrund, wenn der Eigentümer im selben Gebäude, in dem sich die wiederzugewinnende Wohnung befindet, andere Wohnungen an Verwandte in gerader Linie veräußert hat.

    Tabelle: Nicht geeignete bzw. überfüllte Wohnungen (Wohnfläche)

  • Wer Besitzer, Mitbesitzer, Fruchtnießer oder nackter Eigentümer einer nicht geeigneten Wohnung ist oder dessen Gebrauchsrecht hat, kann zu einer Förderung zugelassen werden. Auch diejenigen, die ein solches Recht an einer nicht leicht erreichbaren Wohnung haben oder die, die ein solches Recht an einer ungeeigneten oder an einer nicht leicht erreichbaren Wohnung innerhalb von fünf Jahren vor Einreichen des Gesuches veräußert haben. In diesem Fall wird die Höhe des Beitrags aus der Differenz zwischen dem Konventionalwert der zu bauenden Wohnung und dem Konventionalwert der Wohnung, die bereits in Besitz, Mitbesitz, Fruchtgenuß oder im nackten Eigentum ist bzw. war, errechnet.

Bereits erhaltene Förderungen:

  • Er/sie darf nicht Mitglied einer Familie sein, die bereits einen öffentlichen Beitrag für den Bau, den Kauf oder die Wiedergewinnung einer Wohnung bekommen hat. Wird eine neue Familie gegründet, so gilt dies nicht. Diese Voraussetzung findet bei der Wiedergewinnung keine Anwendung, falls seit der Gewährung der ersten Förderung für dieselbe Wohnung mindestens 25 Jahre vergangen sind und, im Falle eines Darlehens, dieses gänzlich getilgt worden ist.

Einkommen:

Die wirtschaftliche Lage der Familie wird anhand der "Einheitlichen Einkommens- und Vermögenserklärung" (EEVE) ermittelt.

Die EEVE ist eine jährliche Erhebung der wirtschaftlichen Lage, um den Zugang zu verschiedenen Leistungen oder Tarifbegünstigungen des Landes zu ermöglichen.

Zur "Ermittlung des Durchschnittlichen Faktors der Wirtschaftlichen Lage" DFWL berücksichtigt man die EEVE der letzten beiden Jahre vor dem der Gesuchseinreichung, wenn das Gesuch nach dem 30. Juni eingereicht wird und des vor- und drittletzten Jahres vor dem der Gesuchseinreichung, wenn das Gesuch bis zum 30. Juni eingereicht wird.

Die Förderung kann nur beantragt werden, wenn für alle Familienmitglieder die EEVE-Erklärung der beiden Steuerjahre erstellt wurde.

  • Für den Zugang zur Förderung muss der Antragsteller über ein Mindest-Nettoeinkommen verfügen bzw. über ein jährliches Durchschnittseinkommen, welches mindestens dem sozialen Mindesteinkommen von 1,22 (DFWL) entspricht, auch wenn er für die Finanzierung der Wohnung kein Bankdarlehen aufnehmen muss. Das Nettoeinkommen wird hierbei laut EEVE der beiden Bezugsjahre ohne Berücksichtigung des Vermögens und ohne Anwendung der Korrekturkriterien bei eventueller selbstständiger Tätigkeit, aufgrund des erklärten Einkommens, berechnet (siehe Tabelle: Mindest-Nettoeinkommen);

    Infolge der wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen in Zusammenhang mit dem COVID-19 bedingten Gesundheitsnotstand, wird ausschließlich für die Überprüfung der Voraussetzung des Mindest-Nettoeinkommens, für Gesuche, die ab 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022 eingereicht werden, das Nettoeinkommen allein aufgrund der EEVE 2019 berechnet, wenn dieses höher als das durchschnittliche Nettoeinkommen der letzten zwei Bezugsjahre ist.
     
  • Das Gesamteinkommen des Gesuchstellers darf die Höchstgrenze von 5,48 (DFWL) der vierten Einkommensstufe nicht überschreiten (siehe Tabelle: Einkommensstufen);

  • Der Gesuchsteller, der im letzten für die Berechnung des DFWL berücksichtigten Einkommensjahr steuerrechtlich als zu Lasten lebend hervorging (Einkommen ≤ 4.000,00 Euro bis Vollendung des 24. Lebensjahres und Einkommen ≤ 2.840,51 Euro ab Vollendung des 24. Lebensjahres), kann nur zur Wohnbauförderung für die Wiedergewinnung einer Wohnung für den Grundwohnbedarf zugelassen werden, sofern der Ehepartner oder die in eheähnlicher Gemeinschaft lebende Person nicht selbst im gleichen Zeitraum steuerrechtlich als zu Lasten lebend hervorging. 

    Tabelle: Einkommensstufen

    Tabelle: Mindest-Nettoeinkommen

Abschluss eines Darlehensvertrages:

  • Die Sozialbindung bedingt, dass die geförderte Wohnung nur mit hypothekarischen Darlehen belastet werden kann, die für den Bau, den Kauf oder die Wiedergewinnung der geförderten Wohnung bestimmt sind. Dies muss ausdrücklich im Darlehensvertrag vereinbart werden. Daher darf das Kapital des Darlehens den Kostenvoranschlag nicht überschreiten;

Technische Voraussetzungen:

Es können nur Wohnungen gefördert werden, die die Merkmale einer Volkswohnung oder die einer Volkswohnung mit erhöhter Zimmerzahl haben:

  • sie muss mindestens einen und nicht mehr als fünf Wohnräume außer den Nebenräumen (Küche, Bad, Toilette, Abstellraum und Eingang) haben. Falls es sich um Wohnungen mit erhöhter Zimmerzahl handelt, dann nicht mehr als zehn Wohnräume außer den Nebenräumen;

  • sie muss eine eigene abgeschlossene Wohnung mit unabhängigem Zugang bilden;

  • sie muss den Verordnungen über Hygiene und Bauwesen entsprechen;

  • sie muss eine Wohnfläche haben, die nicht kleiner als 28 m² und nicht größer als 160 m² ist (dies gilt für Wohnungen mit erhöhter Zimmerzahl);

  • Falls die Wiedergewinnung als Abbruch und Wiederaufbau eingestuft wird: Die Summe der Nebenflächen (Garagen, Keller, Loggien und Veranden) darf nicht größer sein als die Wohnung selbst. Dies gilt nur für Wohnungen deren Fläche größer als 70m² ist;

  • überfüllte Wohnungen werden nicht gefördert (die Mindestfläche der Wohnung ist von der Zusammensetzung der Familie abhängig);

    Tabelle: Mindest- und Höchstfläche der Wohnung
     
  • um zur Förderung für die Wiedergewinnung zugelassen zu werden, müssen die Wohnungen ein Alter von mindestens 25 Jahren haben. Das gleiche gilt für die Gebäude, die eine andere Zweckbestimmung als Wohnungen haben und in Wohnungen umgebaut werden sollen.  Falls innerhalb der dem Gesuch vorangegangenen 25 Jahre bestimmte Wiedergewinnungsarbeiten an der Wohnung gefördert worden sind, ist ausschließlich für diese Art der Eingriffe keine Förderung zulässig;
  • sieht ein Projekt den Abbruch und den Wiederaufbau einer Wohnung vor, kann der Wiederaufbau nur dann Gegenstand der Wohnbauförderung sein, wenn sich die abzubrechende Wohnung in schlechtem Erhaltungszustand befindet;
  • die Förderung für die Wiedergewinnung kann nur gewährt werden, wenn die anerkannten Kosten für die geplante Wiedergewinnungsarbeiten mindestens zehn Prozent der gesetzlichen Baukosten der Wohnung betragen.

Zusätzlich zur Wohnung, die Gegenstand der Wohnbauförderung ist, kann der Gesuchsteller eine weitere abgeschlossene Wohnung mit unabhängigem Zugang besitzen, die jedenfalls nicht größer sein darf als 100% der Wohnfläche der Hauptwohnung.
Diese Wohnung muss gemäß Artikel 39 des Landesgesetzes vom 10. Juli 2018, Nr. 9, in geltender Fassung, gebunden werden.

Das Gesuch um Wohnbauförderung, mit Stempelmarke zu 16,00 Euro zu versehen, kann täglich, während der Öffnungszeiten und nur mit Terminvereinbarung, in den Büros der Abteilung Wohnungsbau eingereicht werden.

Der Fragebogen bzw. das Gesuchsformular muss vom Antragsteller selbst ausgefüllt werden.

Die Abgabe des ausgefüllten und unterschriebenen Gesuches mit den erforderlichen Unterlagen erfolgt am Informationsschalter, nur mit Terminvereinbarung, sei es im Hauptsitz in Bozen, als auch in allen Außenstellen (Brixen, Bruneck, Meran und Schlanders). Bei Abgabe des Gesuches wird eine Bestätigung ausgehändigt.

Anträge und Gesuche können auch per Post oder E-Mail an die jeweiligen Ämter der Abteilung Wohnungsbau geschickt werden.

Die Vorgehensweise zur Einreichung per E-Mail des Gesuches um Beitrag für den Kauf, den Bau oder die Wiedergewinnung der Erstwohnung sowie für den Abbau architektonischer Hindernisse finden Sie unter folgendem Link: http://www.provinz.bz.it/bauen-wohnen/gefoerderter-wohnbau/news.asp?news_action=4&news_article_id=645105

Dem vollständig ausgefüllten und unterschriebenen Gesuch um Wohnbauförderung für die Wiedergewinnung der Erstwohnung sind folgende technische Dokumente beizulegen:

  • Kopie der gültigen Baukonzession, der beeidigten Baubeginnmeldung (BBM) oder der zertifizierten Meldung des Tätigkeitsbeginns (ZeMet);

  • eine Kopie des von der Gemeinde genehmigten Wiedergewinnungsprojektes mit sämtlichen Grundrissen, Schnitten und Ansichten sowie der Berechnung der Kubatur;

  • eine Kopie des detaillierten Kostenvoranschlags;

  • die detaillierte Beschreibung des Erhaltungs- und Instandhaltungszustandes, der die Durchführung der Wiedergewinnungsarbeiten notwendig macht (Vordruck);

  • eine Kopie der technischen Baubeschreibung;

  • eine Ersatzerklärung über das Alter des Gebäudes bzw. über das Datum der letzten Bewohnbarkeitserklärung.

Zum Zeitpunkt der Gesuchseinreichung muss im Grundbuch das volle Eigentumsrecht bzw. Fruchtgenussrecht der Wohnung auf den Namen des Gesuchstellers eingetragen sein.

Weiters sind auch folgende Unterlagen beizulegen:

  • eine Kopie eines gültigen Ausweisdokumentes;

  • die Bescheinigung über die Zugehörigkeit oder Zuordnung zu einer der drei Sprachgruppen in Originalausfertigung und nicht älter als 6 Monate ab Ausstellungsdatum (bei sonstigem Ausschluss); Staatsbürger von Staaten, die nicht der Europäischen Union angehören brauchen diese Bescheinigung nicht beilegen;

  • bei getrennten oder geschiedenen Antragstellern:

    - im Falle einer gerichtlichen Ehetrennung: eine Kopie der vorläufigen und dringenden Verfügung des Präsidenten des Landesgerichtes im Interesse der Kinder und der Eheleute;

    - im Falle einer einvernehmlichen Trennung: eine Kopie des Dekretes des Landesgerichtes, mit welchem die Ehetrennung bestätigt worden ist oder eine Kopie der vor dem Standesbeamten der Gemeinde oder des durch die Verhandlung mit Rechtsbeistand abgeschlossenen Trennungsvereinbarung;

    - im Falle eines Antrages auf Nichtigkeit der Ehe: eine Kopie der Verfügung des Landesgerichtes über die zeitweilige Trennung;

  • bei alleinerziehenden Antragstellern: die entsprechende Vorlage in Form einer Ersatzerklärung (siehe Formulare);

  • falls der Gesuchsteller und/oder der Ehegatte bzw. die in eheähnlicher Beziehung lebende Person bereits Besitzer, Fruchtnießer, oder Mitbesitzer von Immobilien (Wohngebäude, Betriebsgebäude, Grundstücke) außerhalb der Autonomen Provinz Bozen ist/sind oder Beteiligungen an Gesellschaften, welche Eigentümer von solchen Immobilien sind, hat/haben:
    - eine Katastereinsichtnahme dieser Immobilien
    - einen Grundriss in Maßstab, wenn es sich um Wohngebäude handelt
    - die Bewohnbarkeitserklärung oder, falls keine vorhanden, eine Eigenerklärung über das Alter des Gebäudes, wenn es sich um Wohngebäude handelt.
    Diese Dokumente müssen auch dann beilgelegt werden wenn der Gesuchsteller und/oder der Ehegatte bzw. die in eheähnlicher Beziehung lebende Person ein solches Recht an einem Wohngebäude in den letzten 5 Jahren veräußert hat/haben.

Zwecks Zuerkennung weiterer eventuell zustehender Punkte werden folgende Dokumente benötigt:

  • für das Bewohnen einer überfüllten Wohnung: eine Bescheinigung der Gemeinde oder eine Erklärung eines Freiberuflers, aus der die Wohnfläche der Wohnung und die Anzahl ihrer Bewohner hervorgehen und eine Bescheinigung der Gemeinde über die Dauer der Besetzung der Wohnung;

  • für Versehrte und Invaliden: eine Bescheinigung der zuständigen Sanitätskommission;

  • für die Zwangsräumung: eine Kopie des Mietvertrages und eines folgender Dokumente:
    - eine Kopie der gerichtlichen Verfügung;
    - eine Kopie der Bestätigung der Aufkündigung wegen Vertragsablaufes;
    - eine Kopie der Bestätigung der Aufforderung zur Räumung. 

Das Gesuch um Wohnbauförderung ist mit einer Stempelmarke zu 16,00 € zu versehen.

  • Landesgesetz vom 17. Dezember 1998, Nr. 13;

  • Dekret des Landeshauptmanns vom 15. Juli 1999, Nr. 42 –
    1. Durchführungsverordnung zum Landesgesetz vom 17. Dezember 1998, Nr. 13 – Wohnbauförderungsgesetz.

Wohnungen, die Gegenstand einer Wohnbauförderung des Landes für die Wiedergewinnung, den Kauf oder den Neubau der Erstwohnung sind, unterliegen der Sozialbindung für den geförderten Wohnbau. Die Sozialbindung hat eine Dauer von 10 Jahren. Für Wohnungen, für welche die Wohnbauförderung vor dem 23.03.2016 genehmigt wurde, hat die Sozialbindung eine Dauer von 20 Jahren.

Genauere Informationen bezüglich der Sozialbindung finden Sie in dem dafür vorgesehenen Dienst unter dem Abschnitt „Nach Einreichung des Gesuches".

In diesem Abschnitt sind außerdem auch das Verfahren der Anmerkung der Sozialbindung sowie die Vorgehensweise, die für die Auszahlung des Beitrages notwendig ist, beschrieben. Weiters finden Sie dort auch die einzuhaltenden Fristen, die einzureichenden Dokumente und den Ablauf für den Abschluss des Verfahrens.

Für weitere Informationen bitten wir Sie, die Webseite der für diesen Dienst zuständigen Institution zu besuchen.

(Letzte Aktualisierung Dienstleistung: 18.10.2021)

Zuständige Einrichtung

Amt für Wohnbauförderung
Landhaus 12, Kanonikus-Michael-Gamper-Straße 1, 39100 Bozen
Telefon: 0471 41 87 40
Fax: 0471 41 87 59
E-Mail: wohnbaufoerderung@provinz.bz.it
PEC: wohnbaufoerderung.promozioneedilizia@pec.prov.bz.it
Website: http://www.provinz.bz.it/

Parteienverkehr:

Haupsitz Bozen:
Landhaus 12, Kanonikus-Michael-Gamper-Straße 1 (Ecke Schlachthofstraße)
39100 Bozen
Tel. 0471/418710/40/60

Parteienverkehr, ausschließlich nach Terminvereinbarung:
Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag von 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr
Donnerstag von 08:30 Uhr bis 13:00 Uhr und von 14:00 Uhr bis 17:30 Uhr

Achtung:
Die Terminvereinbarung
für die Beratung am Schalter der Büros des geförderten Wohnbaues in Bozen und in den Außenstellen in Schlanders, Meran, Brixen und Bruneck erfolgt telefonisch und ausschließlich unter der Nummer 0471 41 87 99.

Die Außenstellen:

Außenstelle Brixen:
Regensburger Allee 18 (Villa Adele)

Jeden zweiten und vierten Mittwoch des Monats, ausschließlich nach Terminvereinbarung:
von 09:00 bis 12:00 und von 14:00 bis 17:00 Uhr

Außenstelle Bruneck:
Kapuzinerplatz 3

Jeden ersten und dritten Mittwoch des Monats, ausschließlich nach Terminvereinbarung:
von 09:00 bis 12:00 und von 14:00 bis 17:00 Uhr

Außenstelle Meran:
Esplanade, Sandplatz 10

Jeden Dienstag, ausschließlich nach Terminvereinbarung:
von 09:00 bis 12:00 und von 14:00 bis 17:00 Uhr

Außenstelle Schlanders:
Schlandersburgstraße 6

Jeden ersten Mittwoch des Monats, ausschließlich nach Terminvereinbarung:
von 09:00 bis 12:00 und von 14:00 bis 17:00 Uhr

Achtung: In Übereinstimmung mit den Schulferien sind unsere Außenstellen geschlossen. Unter den News auf der Webseite der Abteilung Wohnungsbau werden die jeweiligen Schließungen der Außenstellen bekanntgegeben.

Termine

Mit den Arbeiten für die Wiedergewinnung darf erst 30 Tage nach der Einreichung des Gesuches und nach einem eventuellen Lokalaugenschein von Seiten der Abteilung Wohnungsbau begonnen werden.