Covid-19 – Zuschüsse an landwirtschaftliche Unternehmen

Allgemeine Beschreibung

Die Ansuchen für die Zuschüsse an landwirtschaftliche Unternehmen können ab sofort eingereicht werden.

Der Antrag um Beihilfe kann nur in elektronischer Form über die Plattform myCIVIS eingereicht werden und dafür benötigen Sie die digitale Identität (SPID).

Sobald der Inhaber des landwirtschaftlichen Einzelbetriebes bzw. der gesetzliche Vertreter des landwirtschaftlichen Unternehmens über SPID verfügt und nachdem dieser die Delegierung für den Einzelbetrieb/Unternehmen im persönlichen Bereich (Mein Profil) von myCIVIS erstellt hat (Videotutorial: Delegierung anschaulich erklärt), ist es möglich die Online-Anfragen über dieselbe Plattform durchzuführen.

Bei Fragen oder Problemen in der Phase des Delegierungsgesuches wenden Sie sich an das Callcenter unter der Grünen Nummer 800 816 836 (Montag – Freitag von 9.00 – 17.00 Uhr) oder per E-Mail an servicedesk@provinz.bz.it oder konsultieren Sie unsere Erklärungen zur Akkreditierung in den Anlagen.

Die Anfragen können auch von einem Dritten eingereicht werden, der dazu vorab vom Betriebsinhaber bzw. gesetzlichen Vertreter des Unternehmens delegiert wurde. Wir weisen darauf hin, dass diese Delegierungen innerhalb einer Woche ab Eingabe auf dem Portal vervollständigt werden müssen. 

Gegenstand des Zuschusses ist eine Ergänzung des Einkommens aus landwirtschaftlichen und damit verbundenen Tätigkeiten, die durch die Auswirkungen der COVID-19-Krise wirtschaftlich signifikant betroffen sind.

Anspruch auf die Förderung haben landwirtschaftliche Unternehmen, die im Landesverzeichnis der landwirtschaftlichen Unternehmen eingetragen sind, mittels Steuernummer oder Mehrwertsteuernummer identifiziert werden und am 31. März 2021 eine oder mehrere der folgenden Tätigkeiten in Südtirol ausüben und diese zum Zeitpunkt der Antragstellung ausüben und sofern sie die Voraussetzungen laut  Beschluss der Landesregierung Nr.353 vom 20.04.2021 erfüllen:

a) „Urlaub auf dem Bauernhof“-Tätigkeiten gemäß Artikel 2 des Landesgesetzes vom 19. September 2008, Nr. 7, in geltender Fassung, ausgeführt von Unternehmen, die im Gemeindeverzeichnis laut Artikel 8 Absatz 4 desselben Landesgesetzes eingetragen sind,

b) Verarbeitung und Vermarktung im Sinne von Artikel 2 Nummern 6 und 7 der Verordnung (EU) Nr. 702/2014 der Kommission vom 25. Juni 2014 landwirtschaftlicher Erzeugnisse gemäß Anhang I AEUV durch Primärerzeuger (Direktvermarkter), die im Besitz der von den geltenden Bestimmungen vorgesehenen Ermächtigungen sind.

c) Tätigkeiten im Rahmen eines Gärtnereibetriebes, ausgeführt von einem Gärtner/einer Gärtnerin, der/die im einschlägigen Berufsverzeichnis und im amtlichen Unternehmerregister (RUOP) eingetragen ist oder Tätigkeiten laut Buchstabe b) mit einem erzielten Umsatz von mehr als 200.000,00 Euro im Jahr 2019.

Kriterien: 

  1. Die Tätigkeit ist vor dem 01. April 2021 aufgenommen worden.
  2. Das landwirtschaftliche Unternehmen muss aufgrund der letzten eingereichten Steuererklärung ein steuerbares Gesamteinkommen von maximal 50.000,00 Euro erzielt haben (Übersicht RN der Steuererklärung).
  3. Unabhängig von den verschiedenen Tätigkeiten auch in verschiedenen Wirtschaftssektoren darf maximal 1 Ansuchen bezogen auf dieselbe Mehrwertsteuernummer gemacht werden (= 1 Antrag pro MwSt.Nr.).
  4. Landwirtschaftliche Unternehmen, welche die Tätigkeit nach dem 1. Oktober 2019 begonnen haben, müssen, bezogen auf die von der Covid-19-Krise betroffenen Tätigkeiten laut Artikel 3 Absatz 1, einen Mindestumsatz von durchschnittlich 500 Euro pro Monat aufweisen, ausgenommen die Zeiträume, in welchen die Tätigkeit aufgrund der Covid-19-Bestimmungen nicht ausgeführt werden konnte. Diese Anspruchsberechtigten müssen keinen Umsatzrückgang nachweisen.
  • Von der Förderung ausgeschlossen sind:
  • die landwirtschaftlichen Unternehmen laut Artikel 3 Absatz 1, deren Umsatz in den von der Covid-19-Krise betroffenen Tätigkeitsbereichen im Jahr 2019 weniger als 20 Prozent des Gesamtumsatzes des Betriebes im selben Jahr beträgt, ausgenommen Unternehmen welche die Tätigkeit ab den 01.01.2019 aufgenommen haben.
  • Unternehmen, die der Verpflichtung laut Artikel 12 Absatz 1 des Anhangs A zum Beschluss der Landesregierung Nr. 355 vom 19. Mai 2020 nicht nachgekommen sind, oder Unternehmen, bei welchen im Zuge der Stichprobenkontrollen gemäß Artikel 13 Absatz 5 des obgenannten Anhangs eine Regelwidrigkeit festgestellt worden ist.

Die Zuschüsse werden unter folgenden Bedingungen gewährt:

  1. Ein Umsatzrückgang von mindestens 30 Prozent im Halbjahr vom 1. Oktober 2020 bis 31. März 2021 im Vergleich zum Halbjahr vom 1. Oktober 2019 bis 31. März 2020 in den Tätigkeitsbereichen. Der Umsatz ist definiert als Summe der ausgestellten Rechnungen, Belege und Tagesinkassi, alle unabhängig von deren Inkassobeträgen.
  2. Falls das antragstellende Unternehmen vom 1. Oktober 2019 bis zum 31. März 2020 für mehr als 30 Tage aufgrund entsprechend belegter, schwerwiegender Gründe oder wegen höherer Gewalt die Tätigkeit aussetzen musste, können die betreffenden Umsatzzahlen den Buchhaltungsunterlagen des Vorjahres entnommen werden.
  3. Landwirtschaftliche Unternehmen welche für die Bereiche Urlaub auf den Bauernhof sowie Vermarktung und Verarbeitung ansuchen, dürfen einen Gesamtumsatz von maximal 200.000,00 Euro im Jahr 2019 vorweisen bzw. von maximal 400.000,00 Euro im Fall von Gärtnereien und Vermarktungsbetrieben, wenn letztere mehr als 200.000,00 Euro Jahresumsatz im Jahr 2019 aufweisen und für den Zuschuss in Höhe von 10.000,00 Euro ansuchen,  jeweils bezogen auf dieselbe Mehrwertsteuer- Position.

*Das besteuerbare Einkommen entspricht:

  • Bei Einzelunternehmen das steuerbare Gesamteinkommen der Summe der steuerbaren Einkommen laut der Übersicht RN der Steuererklärung
  • Bei Gesellschaften dieses der Summe des steuerbaren Gesamteinkommens laut der Übersicht RN, zuzüglich der bei der Ermittlung des Gesamteinkommens der Gesellschaft in Abzug gebrachten Co.co.co. -Vergütungen der Gesellschafter.

Es werden Stichprobenkontrollen im Ausmaß von mindestens 6 % der Gesuche durchgeführt.

Der Online-Dienst kann vom gesetzlichen Vertreter eines Unternehmens oder von einer bevollmächtigten Person ausschließlich mit SPID genutzt werden. Alle Informationen zu SPID finden Sie in myCIVIS. Um die Vollmacht zu erhalten, muss die dafür bestimmte Person über einen persönlichen SPID verfügen und mit diesem auf "Mein Profil" in myCIVIS zugreifen. Nach dem Login finden Sie den Bereich "Vollmacht" und alle weiteren Anleitungen. Es wird empfohlen, bereits jetzt das Ansuchen, um diese Vollmacht zu stellen, damit der Online-Dienst sofort genutzt werden kann, sobald er zur Verfügung steht.

Dieser Dienst ist kostenlos. 

Ausmaß des Beitrages:

  • 3.000,00 € für Antragsteller, welche die Tätigkeit nach dem 1. Oktober 2019 begonnen haben;
  • 5.000,00 € für Urlaub auf dem Bauernhof und Direktvermarktungsbetriebe welche im Halbjahr 1. Oktober 2020 – 31. März 2021 im Verhältnis zum Halbjahr 1. Oktober 2019 – 31. März 2020 einen Umsatzrückgang von mindestens 30 Prozent in diesen Tätigkeitsbereichen erlitten haben;    
  • 10.000,00 € für die Gärtnereien bzw. Verarbeitungs- und Vermarktungsbetriebe, wenn diese einen Jahresumsatz 2019 von über 200.000,00 Euro aufweisen und im Halbjahr 1. Oktober 2020 – 31. März 2021 im Verhältnis zum Halbjahr 1. Oktober 2019 – 31. März 2020 einen Umsatzrückgang von mindestens 30 Prozent in diesen Tätigkeitsbereichen erlitten haben.

Für weitere Informationen bitten wir Sie, die Webseite der für diesen Dienst zuständigen Institution zu besuchen.

(Letzte Aktualisierung Dienstleistung: 21.07.2021)

Zuständige Einrichtung

Amt für ländliches Bauwesen
Landhaus 6 - Peter Brugger, Brennerstraße 6, 39100 Bozen
Telefon:
0471 415154
0471 415332
(Urlaub auf dem Bauernhof)
Amt für ländliches Bauwesen
0471 41 51 51
E-Mail:
laendliches.Bauwesen@provinz.bz.it

Amt für ländliches Bauwesen
laendliches.bauwesen@provinz.bz.it
PEC: lwbauwesen.agriedilizia@pec.prov.bz.it
Website: http://www.provinz.bz.it/

Termine

30. September 2021

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