Covid-Hilfe 2021 für Arbeitende und Familien

Allgemeine Beschreibung

Die Covid-Hilfe 2021 ist eine Unterstützungsmaßnahme des Landes zu Gunsten von arbeitenden Personen und deren Familien, die aufgrund des epidemiologischen Notstandes Covid-19 und den damit zusammenhängenden Einschränkungen ihre Arbeitstätigkeit unterbrechen oder reduzieren mussten und deshalb einen Einkommensverlust bzw. Einnahmeneinbußen erlitten haben.

Die Unterstützungsmaßnahme Covid-Hilfe 2021 gehört zu den Leistungen der Finanziellen Sozialhilfe und ist daher nicht steuerpflichtig.

Sie besteht aus 2 Schienen:

  • „Ergänzung zur Covid-19- Soforthilfe “ oder
  • „Covid-Soforthilfe 2021“ und „Covid-Beitrag für Miete und Wohnungsnebenkosten 2021“

Der Antrag für die Covid-Hilfe 2021 wird über den Online-Dienst gestellt. Sie erreichen den Online-Dienst über den Button auf dieser Seite "Zum Online-Dienst" (aktiv vom 11. Juni, 14:00 Uhr bis 30. September 2021, 12:00 Uhr). Der Antrag muss von der Person gestellt werden, welche zum Zeitpunkt der Antragstellung die notwendigen Voraussetzungen erfüllt. Bitte entnehmen Sie dieser Anleitung alle weiteren Schritte.
Der Zugriff auf den Online-Dienste erfolgt entweder mittels der digitalen Identität (SPID), mittels elektronischer Identitätskarte (CIE) oder der aktivierten Bürgerkarte (Nationale Dienstkarte CNS). lle Infos dazu finden Sie auch im Hilfebereich von myCIVIS.

Diese Unterstützungsmaßnahme kann auch über den kostenlosen Dienst der Patronate des Landes gemäß Gesetz 30 März 2001, Nr. 152 beantragt werden.
Den Antragstellern wird der Gesamtbetrag einmalig für 3 Monate ausbezahlt. Die Covid-Hilfe 2021 deckt 3 Monate ab Antragstellung ab. Wird der Antrag z.B. im Juni gestellt, werden die Monate Juni, Juli und August abgedeckt.
Die Beträge dieser Unterstützungsmaßnahme sowie weitere Anleitungen finden Sie weiter unten im Bereich „Weitere Informationen“.

1. Voraussetzungen für die Ergänzung zur Soforthilfe Covid-19

  • Einzelpersonen/Familien, welche die Soforthilfe Covid-19 (Dezember 2020 bis April 2021 über den Sozialsprengel) bereits erhalten haben
  • Einzelpersonen/Familien, die zwischen 1. September 2020 und dem Datum der Antragstellung, aufgrund von Covid-19 bedingten Einschränkungen für mindestens 30 – auch nicht aufeinanderfolgende – Arbeitstage (für lohnabhängige Arbeitnehmer) bzw. Tage (bei Ausübung anderer Tätigkeiten) die Arbeitstätigkeit unterbrechen oder reduzieren mussten

Die Höhe dieser Leistung entspricht der Differenz zwischen der (ab Dezember 2020 ausbezahlten) Soforthilfe Covid-19 und der Covid-Soforthilfe 2021 (welche mit 11. Juni angesucht werden kann). Für die Berechnung wird der jeweilige Gesamtbetrag für 3 Monate berücksichtigt. Die Beträge der Covid-Soforthilfe 2021 sind in der Tabelle aufgelistet, die unter „Weitere Informationen“ abgerufen werden kann.

Die Ergänzung wird nicht auf den „Sonderbeitrag für Miet- und Wohnungsnebenkosten Covid-19“ gegeben. Dafür kann beim Sozialsprengel um die ordentliche Leistung der finanziellen Sozialhilfe „Beitrag für Miet- und Wohnungsnebenkosten“ angesucht werden.

Die Ergänzung zur Soforthilfe Covid-19 mit allen anderen ordentlichen Leistungen der Finanziellen Sozialhilfe vereinbar (u.a. mit dem Sozialen Mindesteinkommen).

2. Voraussetzungen für Covid-Soforthilfe 2021 und Covid-Beitrag für Miet- und Wohnungsnebenkosten 2021

  • Einzelpersonen/Familien, welche KEINE Covid-19 Soforthilfe (Dezember 2020 bis April 2021 über den Sozialsprengel) erhalten haben.
  • Einzelpersonen/Familien, die zwischen 1. September 2020 und dem Datum der Antragstellung, aufgrund von Covid-19 bedingten Einschränkungen für mindestens 30 – auch nicht aufeinanderfolgende – Arbeitstage (für lohnabhängige Arbeitnehmer) bzw. Tage (bei Ausübung anderer Tätigkeiten) die Arbeitstätigkeit unterbrechen oder reduzieren mussten.
  • Die Arbeitstätigkeit muss in Südtirol oder als Grenzpendler/in in der Schweiz oder Österreich ausgeübt werden.
  • Ein meldeamtlicher Wohnsitz in Südtirol ist nötig.
  • Die Einkommens– und Finanzvermögensgrenzen (siehe unten) dürfen nicht überschritten werden.

Nur für Covid-Beitrag für Miet- und Wohnungsnebenkosten 2021:

  • Einzelpersonen/Familien müssen einen regulär registrierten Mietvertrag für eine Immobilieneinheit (Haus, Wohnung) zu Wohnzwecken abgeschlossen haben, in der sie ihren meldeamtlichen Wohnsitz haben.
  • Einzelpersonen/Familienmit Eigentumsrecht, Fruchtgenussrecht oder Wohnungsrecht an der von ihnen bewohnten Wohnung sowie Mieter/innen einer Sozialwohnung einer öffentlichen Körperschaft (WOBI oder Gemeinde) können um die Leistung zur Deckung der Wohnungsnebenkosten ansuchen.

Einkommens- und Vermögensgrenzen

Bitte entnehmen Sie der Anlage, wie Einkommen und Vermögen berechnet werden (klicken Sie hier).

Nettoeinkommen (berechnet aus dem Durchschnitt der Monate Jänner, Februar und März 2021):

  • Einzelperson: maximal 1.400 Euro
  • Familien: maximal 2.800 Euro

Bei lohnabhängigen Arbeitnehmern/innen sind sämtliche Nettoeinkommen aus der Arbeitstätigkeit sowie sämtliche einkommensunterstützende finanzielle Leistungen (im Sinne von Staats- und/oder Landesbestimmungen in Anbetracht des epidemiologischen Covid-19-Notstands, wie z.B. Lohnausgleichskasse, Arbeitslosengeld) einzuberechnen.

Bei Personen, die ihr Einkommen aus einer anderen Arbeitstätigkeit als von lohnabhängiger Arbeit beziehen (Selbständige, Freiberufler, co.co.co. usw.), sind alle für Arbeitstätigkeit bezogenen Beträge (abzüglich der Mehrwertsteuer) sowie sämtliche einkommensunterstützende finanzielle Leistungen (im Sinne von Staats- oder Landesbestimmungen in Anbetracht des epidemiologischen Covid-19-Notstands wie z.B. INPS-Bonus für Selbstständige, Zahlungen laut Decreto Ristori/Sostegni) einzuberechnen.

Nicht zu berücksichtigen sind:

  • alle anderen Leistungen der finanziellen Sozialhilfe
  • das Covid-19-Kindergeld
  • Pflegegeld oder Begleitungsgeld für Invaliden
  • alle Familiengelder des Landes und des Staates
  • Unterhaltszahlungen für minderjährige Kinder
  • die aus abhängiger Arbeit gleichgestellten Einkünfte (z.B. Renten, Invaliditätsrenten, INAIL-Renten, Studienbeihilfen usw.)

Finanzvermögen (Stichtag: 31. Dezember 2020):

  • Einzelperson: maximal 60.000 Euro
  • Familien: maximal 60.000 Euro

Für die Berechnung des Finanzvermögens sind einzuberechnen: 

  • Kontokorrent- und Sparbucheinlagen bei Banken und bei der Post
  • Wertpapiere
  • Obligationen
  • Aktien
  • Versicherungspolizzen
  • gemischte Lebensversicherungen
  • aufladbare Kreditkarten
  • Einlagen in Investmentfonds

Nicht berücksichtigt wird das Nettoeinkommen und Finanzvermögen von:

  • Minderjährigen
  • Familienmitgliedern, deren Einkommen zu mehr als 50 Prozent aus Renteneinnahmen/Renten jeglicher Art besteht
  • zu Lasten lebenden Personen: wenn diese als solche auch in der zuletzt erstellten Steuererklärung aufscheint

Nicht kumulierbare Leistungen

Die Covid-Soforthilfe 2021 und der Covid-Beitrag für Miete und Wohnungsnebenkosten 2021 sind mit keiner der nachfolgenden Leistungen kumulierbar, sofern diese gänzlich oder teilweise dieselben Monate abdecken:

  1. Soziales Mindesteinkommen laut Artikel 19 des Dekrets des Landeshauptmannes vom 30. August 2000, in geltender Fassung
  2. Beitrag für Miete und Wohnungsnebenkosten laut Artikel 20 des Dekrets des Landeshauptmannes vom 30. August 2000, in geltender Fassung
  3. Noteinkommen (reddito di emergenza) laut Artikel 82 des Gesetzesdekrets vom 19. Mai 2020, Nr. 34, in geltender Fassung
  4. Grundeinkommen für Bürger und Bürgerinnen (reddito di cittadinanza) laut Artikel 1 des Gesetzesdekrets vom 28. Jänner 2019, Nr. 4, in geltender Fassung
  5.  Covid-19-Zuschüsse zur Förderung der gewerblichen Wirtschaft des Landes laut Landesgesetz vom 13. Februar 1997, Nr. 4, in geltender Fassung, oder andere Covid-Zuschüsse des Landes für das Jahr 2021, dies unabhängig vom Bezugszeitraum.

Kein Anrecht auf die Covid-Soforthilfe 2021 und den Covid-Beitrag für Miete und Wohnungsnebenkosten 2021 besteht, wenn:

  • der/die Antragsteller/in die Voraussetzungen nicht erfüllt (z.B. nicht die erforderlichen Arbeitstage erreicht oder den meldeamtlichen Wohnsitz in Südtirol hat).
  • der/die Antragsteller/in eine der NICHT kumulierbaren, oben angeführten Leistungen 1. 2. 3. 4. und 5. für dieselben Monate (gänzlich oder teilweise) erhält, beantragt hat oder beantragen wird.
  • ein zusammenlebendes Familienmitglied eine der NICHT kumulierbaren, oben angeführten Leistungen 1. 2. 3. und 4. für dieselben Monate (gänzlich oder teilweise) erhält, beantragt hat oder beantragen wird. Wurde/wird hingen der oder die unter Ziffer 5. oben angeführten Zuschüsse beantragt, wird das Einkommen und Finanzvermögen dieses Mitgliedes berücksichtigt, aber es wird bei der Berechnung der Anzahl der Familienmitglieder ausgeschlossen.
  • die vorgesehenen Einkommens- und Finanzvermögensgrenzen überschritten werden.

Anspruchsberechtigt sind:

  • lohnabhängige Beschäftigte (Arbeitnehmer/in)
  • Personen, die ihr Einkommen aus einer anderen Arbeitstätigkeit als der lohnabhängigen Arbeit beziehen (z.B. Selbständige, Freiberuflicher, Gelegenheitsarbeiter)

Der meldeamtliche Wohnsitz muss in Südtirol sein, dort muss auch die Arbeitstätigkeit ausgeübt werden (Ausnahme: Grenzpendler/innen (Schweiz, Österreich) können ebenfalls um die Leistungen ansuchen).

Es muss mindestens ein Familienmitglied im Besitz der notwendigen Voraussetzungen sein. Alle Familienmitglieder müssen zum Zeitpunkt der Antragstellung denselben meldeamtlichen Wohnsitz wie der/die Antragsteller/in haben.

Der Beschluss der Landesregierung Nr. 452 vom 25.05.2021 regelt die „Covid- Hilfe 2021“, diese ist eine Unterstützungsmaßnahme zu Gunsten von arbeitenden Personen und deren Familien, die aufgrund des epidemiologischen Notstandes infolge von COVID-19 und den diesbezüglichen einschränkenden Maßnahmen ihre Arbeitstätigkeit unterbrechen mussten und deshalb einen Einkommensverlust bzw. Einnahmeneinbußen erlitten haben.

Landesgesetz vom 17. März 2021, Nr. 3, Artikel 11 Lexbrowser - f''') Landesgesetz vom 17. März 2021, Nr. 31) (provinz.bz.it)

Beschluss der Landesregierung vom 25. Mai 2021, Nr. 452 (Link demnächst aktiv)

Bei der Antragstellung werden keine Dokumente benötigt!

Der/Die Antragsteller/In muss über einen IBAN und eine gültige E-Mail oder PEC-Adresse verfügen.

Das Gesuch muss online vollständig ausgefüllt sein. Ist die Seite vollständig ausgefüllt und sind die Voraussetzungen erfüllt, wird der Kreis mit der Seitenangabe oben im Bild grün, ansonsten bleibt oder wird dieser rot. Seiten können übersprungen werden, indem die gewünschte Seite angeklickt wird. Versendet werden kann ein Antrag nur, sofern bei allen Seiten der Kreis oben im Bild grün aufscheint und eine Vorschau erstellt und die Angaben kontrolliert wurden. Falls die notwendigen Voraussetzungen nicht erfüllt sind, weist das Programm darauf hin. Der Antrag kann dann nicht weiter ausgefüllt werden.

So lange der Antrag nicht abgeschickt wurde, können Angaben korrigiert bzw. abgeändert werden. Nach dem Versenden des Antrags erhält der/die Antragsteller/in (und eventuell das Patronat, sofern dieses den Antrag ausgefüllt hat) eine Mitteilung, dass das Ansuchen beim zuständigen Landesamt eingegangen ist und bearbeitet wird. Nach erfolgter verwaltungstechnischer Bearbeitung erhält der/die Antragstellerin (und eventuell das Patronat) ein Schreiben, mit dem die Gewährung der Unterstützungsmaßnahme Covid-Hilfe 2021 mitgeteilt wird.

Die Überweisung des Betrages erfolgt auf das angegeben Bankkonto.

Bei Fehlfunktionen des Systems bitten wir um Mitteilung per E-Mail an servicedesk@provinz.bz.it oder telefonisch unter 800 816 836.

Im Falle einer Kontrolle müssen die Begünstigten der zuständigen Behörde auf Anfrage die Unterlagen zur Verfügung stellen, die zur Prüfung der Erfüllung der Voraussetzungen für die Gewährung der Unterstützungsmaßnahme erforderlich sind.

(Letzte Aktualisierung Dienstleistung: 14.06.2021)

Zuständige Einrichtung

Amt für Senioren und Sozialsprengel
Landhaus 12, Kanonikus-Michael-Gamper-Straße 1, 39100 Bozen
Telefon: 0471 418006 Allgemeine Informationen zur Covid-Hilfe 2021 erhalten Sie von Montag bis Donnerstag von 9:00 bis 12:00 Uhr unter dieser Telefonnummer
0471 41 82 51
Fax: 0471 41 82 69
E-Mail: amt.senioren@provinz.bz.it
PEC: senioren.anziani@pec.prov.bz.it
Website: http://www.provinz.bz.it/

Parteienverkehr:

Allgemeine Auskünfte zur Covid-Hilfe 2021 erhalten Sie von Montag bis Donnerstag von 9:00 bis 12:00 Uhr unter dieser Telefonnummer: 0471 41 80 06

Termine

Die Ansuchen können vom 11. Juni 2021 (12.00 Uhr)  bis 30. September 2021 (14.00 Uhr) online eingereicht werden (klicken Sie hierfür auf den Button "Zum Online-Dienst").