Übergang Schule-Arbeitswelt für junge Menschen mit Behinderungen

Allgemeine Beschreibung

Das Land Südtirol betrachtet die Teilhabe am Arbeitsleben von Menschen mit Behinderungen als Grundrecht. Aus diesem Grund sieht es eine enge Zusammenarbeit der zuständigen Dienste vor, um die Übergänge zwischen dem Bildungssystem und der Beschäftigungs- und Arbeitswelt zu erleichtern.

Die Schulen haben während der letzten zwei Jahre der Erfüllung der Bildungspflicht folgende Maßnahmen getroffen:

  1. Einberufung von Informationstreffen mit dem Arbeitsservice und den Sozialdiensten zur frühzeitigen Information der Schüler/Schülerinnen und der Eltern oder jener, die die elterliche Verantwortung ausüben, zur rechtzeitigen Kontaktaufnahme mit den zuständigen Fachdiensten und zur gemeinsamen Entwicklung von Perspektiven für die Zeit nach dem Schulabschluss;
  2. Erhebung und Abklärung der Kompetenzen der Person im Hinblick auf eine künftige Arbeitsintegration;
  3. Ausarbeitung und Durchführung individualisierter Maßnahmen im Rahmen des individuellen Bildungsplanes, die im Einvernehmen mit den Schülern/Schülerinnen und anhand personenzentrierter Methoden umgesetzt werden, um die Kompetenzen der Person im Hinblick auf eine künftige Arbeitsintegration oder Arbeitsbeschäftigung zu fördern. Bei Bedarf werden auch der Dienst für Arbeitsintegration und die Fachdienste des Sozial- und Gesundheitswesens einbezogen;
  4. Durchführung von Betriebspraktika und/oder Angebot von geschützten Praktikumsplätzen zur Annäherung der  Schüler/Schülerinnen an die Arbeitswelt sowie Anregung zur Durchführung von Sommerpraktika;
  5. Laufende Dokumentation und Auswertung der im Rahmen des individuellen Bildungsplans durchgeführten Maßnahmen und Verfassen eines abschließenden Berichtes der Schule über die Kompetenzen für die Arbeitsbeschäftigung oder Arbeitseingliederung für den Dienst, der die Person in der Folge begleiten wird;
  6. Einberufung eines Treffens der involvierten Netzwerkpartner vor Schulabschluss. Bei diesem Treffen wird festgelegt, welcher Dienst die Person übernehmen soll und es wird ein Bericht verfasst.

Die Zielgruppe umfasst alle Schüler und Schülerinnen mit einer Funktionsdiagnose laut Staatsgesetz vom 5. Februar 1992, Nr. 104.

Die vorgesehenen Netzwerkpartner sind:

  • alle Ober- und Berufsschulen,
  • Dienst für Arbeitsintegration,
  • Sozialdienste und -betriebe,
  • Sanitätsdienste,
  • bei Bedarf Berufsberatung  .

  • Menschen mit einer Zivilinvalidität von mindestens 46%, Blinde und Gehörlose 
  • Menschen mit einer Funktionsdiagnose laut Gesetz vom 5. Februar 1992, Nr. 104

(Letzte Aktualisierung Dienstleistung: 17.09.2021)

Zuständige Einrichtung

Dienststelle für Arbeitsintegration
Landhaus 12, Kanonikus-Michael-Gamper-Straße 1, 39100 Bozen
Telefon: 0471 41 86 01