Landeskindergeld (mit Wirkung ab dem 1. Juli 2022)

Allgemeine Beschreibung

Das Kindergeld ist ein Beitrag zur Deckung der Lebenshaltungskosten der minderjährigen Kinder und der volljährigen Kinder mit einer Behinderung.

Wohnsitz:

  • 5 Jahre ununterbrochener Wohnsitz in der Provinz Bozen vor Antragstellung. Es können auch andere Unterlagen, aus denen der andauernde Aufenthalt seit mindestens 5 Jahren in Südtirol hervorgeht, in Betracht gezogen werden.
    Ausschließlich die Voraussetzung des fünfjährigen Wohnsitzes kann alternativ vom anderen Elternteil erfüllt werden, der auf dem Familienbogen des/der Antragstellers/in aufscheint.
  • Oder ein historischer meldeamtlicher Wohnsitz von 15 Jahren, sofern mindestens ein Jahr davon der Antragstellung unmittelbar vorausgeht.
  • EU-Bürger eines anderen EU-Landes, die nicht oder seit weniger als 5 Jahren in der Provinz Bozen ansässig sind, müssen ein aufrechtes Arbeitsverhältnis vorweisen können, wie von der europäischen Verordnung 883/2004 vorgesehen.

Kinder und gleichgestellte Personen:

  • Die minderjährigen Kinder, die volljährigen Kinder mit einer Behinderung* oder die gleichgestellten Personen müssen mit der antragstellenden Person in der Provinz Bozen zusammenleben und, mit Ausnahme der Anvertrauungen, meldeamtlich auf deren Familienbogen aufscheinen (grenzüberschreitende Fälle laut europäischer Verordnung 883/2004 sind davon ausgenommen).
  • Zu den Zwecken der Entrichtung des Landeskindergeldes sind:
  1. den minderjährigen Kindern die Minderjährigen im voradoptiven Anvertrauungsverhältnis im Sinne von Art. 22 des Gesetzes 184/1983, in seiner geänderten Fassung, gleichgestellt, wie auch jene minderjährige Kinder die vom Gericht oder mit Verwaltungsmaßnahme auf Vollzeit gemäß Art. 9 des Gesetzes 184/1983, in geltender Fassung, zur Betreuung überlassen wurden, auch wenn sie nicht auf dem Familienbogen der antragstellenden Person aufscheinen sowie die minderjährigen Kinder unter Vormundschaft der antragstellenden Person, sofern mit dieser zusammenlebend;
  2. die volljährigen Geschwister, Enkelkinder, Nichten und Neffen mit Behinderung*, den Kindern mit einer Behinderung* gleichgestellt, im Fall, dass für sie am 28. Februar 2022 oder vorher gemäß Artikel 16, Absatz 1, Buchstabe b) der Anlage A des Beschlusses der Landesregierung vom 29. August 2017, Nr. 943, in geltender Fassung, das Landeskindergeld ausgezahlt wurde.

*Als Menschen mit einer Behinderung gelten anerkannte Zivilinvaliden mit einem Invaliditätsgrad von mindestens 74%, sowie Zivilblinde und Gehörlose.

Wirtschaftliche Lage:

Die wirtschaftliche Lage der Familiengemeinschaft wird aufgrund des Indikators für die gleichwertige wirtschaftliche Lage (ISEE) ermittelt, wie aus der Tabelle „BEGÜNSTIGUNGEN FÜR MINDERJÄHRIGE BZW. FAMILIEN MIT MINDERJÄHRIGEN“ oder „SOZIO-SANITÄRE BEGÜNSTIGUNGEN FÜR VOLLJÄHRIGE“ auf Seite 2 oder 3 der ISEE-Erklärung hervorgeht. Der ISEE-Wert darf 40.000 Euro nicht überschreiten.

  • Bei Antragstellung muss man im Besitz der neuen ISEE-Erklärung des Bezugszeitraums sein, so wie diese für die Bemessung des einheitlichen, universellen Kindergeldes gemäß dem gesetzesvertretendes Dekret Nr. 230 vom 29. Dezember 2021 vorgesehen ist.
  • Wer einen Antrag stellt mit anderen Unterlagen, aus denen der andauernde Aufenthalt seit mindestens 5 Jahren in Südtirol hervorgeht, muss die Dokumente, welche den andauernden Aufenthalt belegen, dem Ansuchen beilegen.

Sämtliche Dienste der Steuerbeistandszentren und Patronate sind kostenlos.

Wie lange hat das Ansuchen Gültigkeit?

Der Zahlungszeitraum des Landeskindergeldes wird heuer von Juli 2022 bis Februar 2023 sein, ab dem nächsten Jahr immer von März bis Februar des darauffolgenden Jahres.

Wie hoch ist der Betrag?

ISEE-Wert € 0,00 – € 15.000,00

Monatlicher Betrag pro Kind

  • Minderjähriges Kind € 70,00
  • Kind mit Beeinträchtigung, minderjährig oder volljährig € 250,00

ISEE-Wert € 15.000,01 – € 40.000,00 

Monatlicher Betrag pro Kind

  • Minderjähriges Kind € 55,00
  • Kind mit Beeinträchtigung, minderjährig oder volljährig € 120,00


Wann wird die Zahlung durchgeführt?

Die Zahlungen werden monatlich im Nachhinein durchgeführt. So wird zum Beispiel die Rate des Monats Juli Ende August gutgeschrieben, jene für August Ende September usw.

Wie wird ausbezahlt?

Die Zahlungen erfolgen auf das auf den/die Antragsteller/in lautende oder mitlautende Bankkonto, welches im Gesuch angegeben wurde.

Was ist im Falle einer Neugeburt, Adoption oder Anvertrauung zu tun, falls bereits ein Antrag eingereicht wurde?

Falls es nach der Gesuchstellung um Landeskindergeld zu einer Neugeburt, Adoption oder Anvertrauung kommt, muss dies der Agentur mit dem eigens hierfür vorgesehenen Formular mitgeteilt werden, um die Neuberechnung des zustehenden Betrages zu beantragen und zu erhalten.
Es ist somit nicht notwendig einen neuen Antrag um Landeskindergeld einzureichen.

Transparenz
Informationen über die Dauer des Verfahrens, den Verfahrensverantwortlichen, die Ersatzbefugnis und Mittel des verwaltungsmäßigen und gerichtlichen Rechtsschutzes unter dem folgenden Link

(Letzte Aktualisierung Dienstleistung: 02.08.2022)

Zuständige Einrichtung

ASWE Agentur für soziale und wirtschaftliche Entwicklung
Landhaus 12, Kanonikus-Michael-Gamper-Straße 1, 39100 Bozen
Telefon: 0471 41 83 11 Fabiana Gabella
0471 41 83 09 Davide Giabardo
0471 41 83 14 Barbara Kaufmann
0471 41 83 03 Paola Faoro
Fax: 0471 41 83 29
E-Mail: aswe.asse@provinz.bz.it
PEC: aswe.asse@pec.prov.bz.it
Website: http://aswe.provinz.bz.it/

Termine

Der Antrag kann erst ab dem Zeitpunkt gestellt werden, ab dem die antragstellende Person die Voraussetzungen erfüllt. 

  • Wird der Antrag innerhalb 180 Tagen ab der Geburt oder der Adoption/Anvertrauung (Datum der Verfügung) eingereicht: die Monatsraten werden rückwirkend ab Folgemonat der Geburt/Adoption/Anvertrauung oder ab Erlangung der Zugangsvoraussetzungen ausbezahlt. 
  • Wird der Antrag nach 180 Tagen ab der Geburt oder der Adoption/Anvertrauung (Datum der Verfügung) eingereicht: das Landeskindergeld steht erst ab dem Folgemonat nach der Antragstellung zu.

Um das Landeskindergeld ohne Unterbrechung beziehen zu können, muss das Ansuchen jährlich zwischen 1. Januar und 30. September eingereicht werden und wird ab März ausbezahlt.

Anträge, die nach dieser Frist eingereicht werden, werden ab dem Folgemonat der Antragstellung berücksichtigt.

Ausschließlich für das Jahr 2022 werden die Anträge, welche innerhalb 31.12.2022 eingereicht werden, rückwirkend ab Juli 2022 ausbezahlt.

ANTRAGSSTELLUNG
Der Antrag kann bei allen Patronaten des Landes oder mittels dem Online-Dienst eGov eingereicht werden.