Beiträge für Landschaftspflege

Ein Dienst der Südtiroler Landesverwaltung

Allgemeine Beschreibung

Die Landesabteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung gewährt Beiträge für die Erhaltung und Aufwertung traditioneller Elemente der Kulturlandschaft.

Gefördert werden die Erhaltung von Schindeldächern, traditionellen Holzzäunen, Trockenmauern, die ordentliche Instandhaltung von Waalen sowie innerhalb der Naturparks auch die ordentliche Instandhaltung der Zufahrtswege, die auch als Hauptwanderwege genutzt werden.

Die Ansuchen um Beitrag für Landschaftspflege für Vorhaben/Objekte sowohl inner- als auch außerhalb von Schutzgebieten müssen im Zeitraum vom 1. Februar bis 30. April 2023, in jedem Fall aber vor Beginn der Arbeiten und ausschließlich in elektronischer Form über den entsprechenden Online-Dienst in myCIVIS eingereicht werden. Dafür ist die digitale Identität (SPID oder auch elektronischer Personalausweis CIE) nötig.

Während eine Privatperson direkt mit ihrer eigenen digitalen Identität (SPID) auf den Dienst zugreifen kann, muss für eine juridische Person – hierzu zählt auch ein landwirtschaftlicher Einzelbetrieb – eine Vertretung erstellt werden. Diese Vertretung kann vom Inhaber/der Inhaberin des Einzelbetriebs bzw. gesetzlichen Vertreter/der gesetzlichen Vertreterin des Unternehmens, der Stiftung, öffentlichen Verwaltung, Interessentschaft, des Konsortiums o.ä. beantragt werden oder von einer von diesem/dieser delegierten bzw. sie vertretenden Vertrauensperson oder Verband.

Die Vertretung wird nach Anmeldung in myCIVIS mit der digitalen Identität (SPID) im persönlichen Bereich (Mein Profil) beantragt. Nach Genehmigung der Vertretung ist es möglich, mittels derselben digitalen Identität (SPID) und nach Auswahl der entsprechenden Vertretung in myCIVIS (siehe unter „Meine Vertretungen“ in „Mein Profil“) das Ansuchen um Beitrag online über dieselbe Plattform einzugeben.

Besitzt der/die Antragstellende bereits eine für alle Dienste gültige Vertretung für den Einzelbetrieb/das Unternehmen/die Organisation, muss die Vertretung nicht nochmals beantragt werden. Der/die Antragstellende kann in diesem Fall sofort nach Auswahl der entsprechenden Vertretung im Online-Dienst in myCIVIS den Beitrag beantragen.

Bei Fragen oder Problemen in der Phase der Beantragung der Vertretung konsultieren Sie unsere Anleitungen in den Anlagen oder wenden Sie sich an das Callcenter unter der Grünen Nummer 800 816 836 (Montag - Freitag von 9.00 - 17.00 Uhr) oder per E-Mail an servicedesk@provinz.bz.it.

Achtung, für Beiträge für Landschaftspflege innerhalb des Nationalparks Stilfserjoch gibt es ein eigenes Portal. Die diesbezüglichen Informationen finden Sie hier.

Die Antragstellenden müssen Eigentümer/Eigentümerinnen oder Pächter/Pächterinnen der von den Arbeiten betroffenen Liegenschaften sein.

Es können nur Beiträge für Vorhaben/Objekte beantragt werden, die sich in der Provinz Bozen befinden.

Die Beiträge werden ausschließlich für die in den Richtlinien bzw. in deren Anlage A beschriebenen Vorhaben/Objekte gewährt,

  • die im Rahmen der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung notwendig sind und zur Aufwertung des traditionellen Landschaftsbildes beitragen oder
  • bereits bestehen und zur Aufwertung des traditionellen Landschaftsbildes beitragen und in der landschaftlichen Unterschutzstellung, im Ensembleschutzplan oder im Wiedergewinnungsplan als förderungswürdig angeführt sind.

Für dasselbe Vorhaben/Objekt darf bei keinem anderen Landesamt um einen Beitrag angesucht werden bzw. ein Beitrag ausbezahlt worden sein.

Die Vorhaben/Objekte sind bis zum 31. Dezember des auf die Gewährungsmaßnahme oder des auf die Anlastung der Ausgabe, falls diese später erfolgt, folgenden Jahres fertigzustellen. Innerhalb derselben Frist muss das Ansuchen um Auszahlung – wieder über den Online-Dienst in myCIVIS – eingereicht werden.

Die Antragstellenden verpflichten sich, das geförderte Vorhaben/Objekt für die Dauer von 15 Jahren ab erfolgter Auszahlung in gutem Zustand und ohne nachträgliche Veränderungen zu erhalten.

KEINE FÖRDERUNGEN werden für Vorhaben/Objekte gewährt, wofür der zu vergebender Beitrag insgesamt weniger als 300,00 Euro beträgt oder für Objekte, die unter Denkmalschutz stehen.

Dem über den Online-Dienst „Beiträge für Landschaftspflege“ in myCIVIS eingereichten Ansuchen müssen folgende Unterlagen angehängt werden:

  • Fotos des Objekts/Vorhabens aus unterschiedlichen Perspektiven – immer verpflichtend;
  • zeitlicher Ablaufplan – verpflichtend, falls sich die Arbeiten über zwei Jahre erstrecken (Vorlage unten);
  • Baurechtstitel und beitragsrelevante technische Unterlagen – wo vorgeschrieben verpflichtend beizulegen;
  • Lageplan mit eingezeichnetem Objekt falls zusätzlich zur reinen Parzellenangabe die Lokalisierung unterstützend;
  • Kostenvoranschläge: Bei Vorhaben mit Kostenvoranschlag (Waale, Zufahrts und Wanderwege) müssen für Ausgaben, die in der Preisliste der maximal anerkennbaren Kosten nicht vorhanden sind (siehe unter „Formulare und Anlagen“), eigene Kostenvoranschläge übermittelt werden. Für geringe Ausgaben für Verbrauchsmaterial ist kein Kostenvoranschlag nötig. Die Ausgabe muss aber im Ansuchen angeführt und bei der Abrechnung belegt werden.

Abgesehen von der Stempelgebühr im Ausmaß von 16,00 Euro sind mit dem Beitragsansuchen keine weiteren Kosten verbunden.

Die Beiträge für Landschaftspflege werden auf der Grundlage von Art. 15 des Landesgesetzes vom 10. Juli 2018, Nr. 9 gewährt. Mit Beschluss der Landesregierung Nr. 130 vom 22. Februar 2022 wurden die Beitragsrichtlinien mit entsprechender Anlage genehmigt.

Der Antragsteller/die Antragstellerin kann mehr als ein Ansuchen pro Jahr einreichen. Ansuchen auf Beitrag für Vorhaben/Objekte, die derselben Kategorie angehören, können in einem einzigen Ansuchen gestellt werden. Für Vorhaben/Objekte, die verschiedenen Kategorien angehören, sind getrennte Ansuchen einzureichen.

Die Auszahlung des Beitrags erfolgt nach Umsetzung des Vorhabens und der Vorlage des Ansuchens um Auszahlung in digitaler Form über den Online-Dienst in myCIVIS sowie – wo vorgesehen – nach positiver Abnahme durch eine Fachperson der Landesverwaltung.

Für Projekte ohne Kostenvoranschlag und mit festgelegten Fördersätzen – das heißt für Holzzäune, Schindeldächer und Trockenmauern – genügt für die Auszahlung die Einreichung des Ansuchens um Auszahlung des Beitrags mit der Erklärung über den fachgerechten Abschluss der Arbeiten mit Angabe des tatsächlich umgesetzten Vorhabens/Objektes und der tatsächlich verwirklichten Menge in Laufmetern, Quadratmetern oder Stückzahl, nebst vorgesehenen Anlagen.

Für Projekte mit Kostenvoranschlag – das heißt für Waale sowie Zufahrts- und Wanderwege – ist für die Auszahlung des Beitrags außerdem eine Kostenabrechnung vorzulegen.

Falls Eigenleistungen geltend gemacht werden ist es notwendig, die Erklärungen zu den Eigenleistungen und eventuell auch zur Verwendung von eigenem Material beizufügen. Die entsprechenden Formulare finden Sie unten.

Bitte beachten Sie, dass für die Ausgaben, die beim Ankauf von Gütern und Dienst-/Bauleistungen im Rahmen von Projekten mit Kostenvoranschlag anfallen, weiters auch folgende Abrechnungsunterlagen über das Portal eingereicht werden müssen:

  • Elektronische Rechnungen von Lieferanten/Dienstleistern/Bauunternehmen, die zur Ausstellung einer elektronischen Rechnung verpflichtet sind: Die XML-Datei sowie die entsprechende Umwandlung in ein PDF-Format.
  • Digitale Rechnungen von Lieferanten/Dienstleistern/Bauunternehmen, die von der Verpflichtung zur Ausstellung der elektronischen Rechnung befreit sind: Digitale Rechnung im PDF-Format. Auf der digitalen Rechnung müssen auch jene Rechtsvorschriften klar ersichtlich sein, welche die Befreiung von der Verpflichtung zur Ausstellung der elektronischen Rechnung regeln.
  • Die Pflicht zur Ausstellung von elektronischen Rechnungen gilt nicht für ausländische Firmen: Digitale Rechnung im PDF-Format.
  • Quittungen/Zahlungsbestätigungen: Für die Zahlungen mittels Homebanking ist es notwendig, die Bestätigung über die erfolgte Operation nachzuweisen und nicht nur den Zahlungsauftrag, da derselbe innerhalb der nachfolgenden 48/72 Stunden noch stornierbar ist. Es können die Quittungen der Überweisungen, welche am Bankschalter durchgeführt worden sind, oder die Bankauszüge vorgelegt werden, aus welchen die effektiven Bewegungen am Konto hervorgehen.
  • Aussagekräftige und gut lesbare Kassabelege: Die angekaufte Ware, die Eckdaten des Händlers, Beträge und Mehrwertsteuer müssen ersichtlich sind.

CUP: Wenn Ihnen das zuständige Amt im Rahmen der Bearbeitung/Prüfung Ihres Ansuchens auch einen einheitlichen Projektkode (CUP) übermittelt hat oder Sie zu jenen öffentlichen Organisationen gehören, die den CUP selbst generieren müssen, so ersuchen wir Sie, Ihre Lieferanten, Dienstleister und Bauunternehmen darauf hinzuweisen, dass dieser einheitliche Projektkode (CUP) auch in den elektronischen und digitalen Rechnungen und in den Zahlungsbelegen, die auf das Projekt Bezug nehmen, eingefügt werden muss. Darüber hinaus ist es notwendig, den CUP auf allen Formularen und bei allen Bank- und Finanzüberweisungen im Zusammenhang mit dem Projekt zu verwenden.

Information gemäß Art. 13 der Verordnung (EU) 2016/679 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. April 2016

Verantwortlich für die Datenverarbeitung: Verantwortlich für die Datenverarbeitung ist die Autonome Provinz Bozen, Silvius-Magnago-Platz Nr. 1, Landhaus 1, 39100 Bozen, E-Mail: generaldirektion@provinz.bz.it, PEC: generaldirektion.direzionegenerale@pec.prov.bz.it

Datenschutzbeauftragte (DSB): Die Kontaktdaten des DSB der Autonomen Provinz Bozen sind folgende: E-Mail: dsb@provinz.bz.it, PEC: rpd_dsb@pec.prov.bz.it

Zwecke der Verarbeitung: Die übermittelten Daten werden vom dazu befugten Landespersonal, auch in elektronischer Form, für institutionelle Zwecke in Zusammenhang mit dem Verwaltungsverfahren verarbeitet, zu dessen Abwicklung sie im Sinne der sektoralen Rechtsvorschriften (Landesgesetz vom 10. Juli 2018, Nr. 9 „Raum und Landschaft“ und Landesgesetz vom 22. Oktober 1993, Nr. 17 „Regelung des Verwaltungsverfahrens“) angegeben wurden. Die mit der Verarbeitung betraute Person ist die Direktorin pro tempore der Abteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung an ihrem Dienstsitz. Die Mitteilung der Daten ist unerlässlich, damit die beantragten Verwaltungsaufgaben erledigt werden können. Wird die Bereitstellung der Daten verweigert, können die eingegangenen Anträge und Anfragen nicht bearbeitet werden.

Mitteilung und Datenempfänger: Die Daten können folgenden anderen öffentlichen und/oder privaten Rechtsträgern zur Erfüllung rechtlicher Verpflichtungen im Rahmen ihrer institutionellen Aufgaben mitgeteilt werden, soweit dies in engem Zusammenhang mit dem eingeleiteten Verwaltungsverfahren erfolgt: Ministerium für den ökologischen Übergang, Ministerium für Infrastruktur und nachhaltige Mobilität, Landwirtschaftsministerium und anderen Ministerien, Gemeinden, Bezirksgemeinschaften, Gerichts- und Aufsichtsbehörden, anderen Abteilungen der Landesverwaltung, Naturmuseum Südtirol, Körperschaften und Universitätsinstituten, Betreiber von Infrastrukturen im öffentlichen Interesse und/oder Privaten wie Vereine und Kammern von Freiberuflern, Planern und Firmen, welche die vom/von der Antragsteller/in beauftragen Arbeiten ausführen. Die Daten können auch weiteren Rechtsträgern mitgeteilt werden, die Dienstleistungen in Zusammenhang mit der Wartung und Verwaltung des informationstechnischen Systems der Landesverwaltung und/oder der institutionellen Website des Landes, auch durch Cloud Computing erbringen. Der Cloud Provider Microsoft Italien GmbH, welcher Dienstleister der Office365 Suite ist, hat sich aufgrund des bestehenden Vertrags verpflichtet, personenbezogene Daten nicht außerhalb der Europäischen Union und der Länder des Europäischen Wirtschaftsraums (Norwegen, Island, Lichtenstein) zu übermitteln, ohne die vom Abschnitt V der Datenschutz-Grundverordnung 2016/679 geeigneten vorgesehenen Garantien. Die genannten Rechtsträger handeln entweder als externe Auftragsverarbeiter oder in vollständiger Autonomie als unabhängige Verantwortliche.

Datenübermittlungen: Es werden keine zusätzlichen personenbezogenen Daten an Drittländer übermittelt.

Verbreitung: Ist die Verbreitung der Daten unerlässlich, um bestimmte von der geltenden Rechtsordnung vorgesehene Veröffentlichungspflichten zu erfüllen, bleiben die von den gesetzlichen Bestimmungen vorgesehenen Garantien zum Schutz der personenbezogenen Daten der betroffenen Person unberührt.

Dauer: Die Daten werden so lange gespeichert, als sie zur Erfüllung der in den Bereichen Abgaben, Buchhaltung und Verwaltung geltenden rechtlichen Verpflichtungen und aufgrund etwaiger Aufbewahrungspflichten benötigt werden.

Automatisierte Entscheidungsfindung: Die Verarbeitung der Daten stützt sich nicht auf eine automatisierte Entscheidungsfindung.

Rechte der betroffenen Person: Gemäß den geltenden Bestimmungen erhält die betroffene Person auf Antrag jederzeit Zugang zu den sie betreffenden Daten und es steht ihr das Recht auf Berichtigung oder Vervollständigung unrichtiger bzw. unvollständiger Daten zu; sofern die gesetzlichen Voraussetzungen gegeben sind, kann sie sich der Verarbeitung widersetzen oder die Löschung der Daten oder die Einschränkung der Verarbeitung verlangen. Im letztgenannten Fall dürfen die personenbezogenen Daten, die Gegenstand der Einschränkung der Verarbeitung sind, von ihrer Speicherung abgesehen, nur mit Einwilligung der betroffenen Person, zur Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen des Verantwortlichen, zum Schutz der Rechte Dritter oder aus Gründen eines wichtigen öffentlichen Interesses verarbeitet werden. Das entsprechende Antragsformular steht auf der Webseite http://www.provinz.bz.it/de/transparente-verwaltung/zusaetzliche-infos.asp zur Verfügung.

Rechtsbehelfe: Erhält die betroffene Person auf ihren Antrag nicht innerhalb von 30 Tagen nach Eingang − diese Frist kann um weitere 60 Tage verlängert werden, wenn dies wegen der Komplexität oder wegen der hohen Anzahl von Anträgen erforderlich ist – eine Rückmeldung, kann sie Beschwerde bei der Datenschutzbehörde oder Rekurs bei Gericht einlegen.

(Letzte Aktualisierung Dienstleistung: 27.01.2023)

Zuständige Einrichtung

Verwaltungsamt für Raum und Landschaft
Landhaus 11, Rittner Straße 4, 39100 Bozen
Telefon: 0471 417792 - 417871
E-Mail: verwaltung.raum-landschaft@provinz.bz.it
PEC: raumlandschaft.territoriopaesaggio@pec.prov.bz.it

Termine

Die Ansuchen um Beitrag für Landschaftspflege für Vorhaben/Objekte innerhalb und außerhalb von Schutzgebieten müssen für das Jahr 2023 im Zeitraum vom 1. Februar bis 30. April 2023, in jedem Fall aber vor Beginn der Arbeiten und ausschließlich in elektronischer Form über den Online-Dienst in myCIVIS eingereicht werden.