COVID-19 - Zuschüsse an Genossenschaften

Allgemeine Beschreibung

Das Ressort Gesundheit, Breitband und Genossenschaften sieht eine Unterstützungsmaßnahme um die Wirtschaft anzukurbeln vor.

Genossenschaften und Konsortien mit Umsatzrückgängen von über 20 Prozent im Jahr 2020 können einen einmaligen Sonderbeitrag, im Sinne des Landesgesetzes vom 13. Februar 1997, Nr. 4, in geltender Fassung, beantragen.

Anspruchsberechtigt sind aktive Genossenschaften, die im Landesregister eingetragen sind und ihre Tätigkeit vorwiegend in Südtirol ausüben.

Als Voraussetzung zählt weiters ein Umsatzerlös von mindestens 20.000 Euro im Jahr 2020 (10.000 Euro bei Start-Ups) und ein Rückgang des Produktionswertes von mindestens 20% im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr (mit Ausnahme der Start-up-Genossenschaften, die keinen Umsatzeinbruch nachweisen müssen).

Genossenschaften, die Zugang zu anderen Covid-Unterstützungen in den Bereichen Wirtschaft oder Landwirtschaft haben, sowie Sozialgenossenschaften Typ B, die von der Abteilung Soziales unterstützt werden, können von der Maßnahme nicht Gebrauch machen, ebenso wie die Gesellschaften für wechselseitige Unterstützung, die Wohnbaugenossenschaften und Genossenschaften für den Bau von Parkplatzanlagen sowie Raiffeisenkassen und Garantiegenossenschaften (Confidi).

Die Förderungen richten sich je nach Umsatzerlös der Genossenschaft und reichen von 3.000 bis 15.000 Euro.

Anträge können vom 6. August bis zum 15. Oktober 2021 mit zertifizierter elektronischer Post (PEC) beim Landesamt für die Entwicklung des Genossenschaftswesens eingereicht werden.

Genossenschaftliche Körperschaften, die im Landesregister der Genossenschaften eingetragen, sowie ihre Tätigkeit vorwiegend in Südtirol ausüben, können diesen Zuschuss beantragen, wenn sie folgende Voraussetzungen erfüllen:

- im Handelsregister "aktiv" gemeldet und die Tätigkeit vor dem 31.12.2020 aufgenommen haben,

- Umsatzerlöse  von mindestens 20.000 € erwirtschaftet haben (Posten A1 der Gewinn und Verlustrechung im Geschäftsjahr 2020), oder

- ab dem 01.01.2018 gegründet worden sind und Umsatzerlöse  von mindestens 10.000 € erwirtschaftet haben (Posten A1 der Gewinn und Verlustrechung im Geschäftsjahr 2020), oder

- das erste Geschäftsjahr nach dem 31.12.2020 abschließen

sowie

die im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr 2019 einen Rückgang des Produktionswertes (gesamt Posten A der Gewinn und Verlustrechnung) von mindestens 20 Prozent erlitten haben.

Der Zuschuss (Verlustbeitrag) wird in folgender Höhe gewährt:

3.000 Euro für Antragstellende, die ab dem 01.01.2018 gegründet worden sind,

3.000 Euro für Antragstellende mit Erträgen zwischen 20.000 und 50.000,00 Euro,

5.000,00 Euro für Antragstellende mit Erträgen zwischen 50.001 und 100.000 Euro,

10.000,00 Euro für Antragstellende mit Erträgen zwischen 100.001 und 300.000 Euro;

15.000,00 Euro für Antragstellende mit Erträgen, die höher als 300.000 Euro sind.

Die Erträge beziehen sich auf die Umsatzerlöse aus Verkäufen und Leistungen (Posten A 1) der Gewinn- und Verlustrechnung des hinterlegten Jahresabschlusses zum Geschäftsjahr 2020.

Die Genehmigung und die Auszahlung des Zuschusses vonseiten des Landesamtes für die Entwicklung des Genossenschaftswesens werden auf der Grundlage der im Antrag angeführten Erklärungen, sowie der Bilanzdaten des beim Handelsregister hinterlegten Jahresabschlusses zum 2020 verfügt.

Von den Zuschüssen ausgeschlossen sind:

- Genossenschaften, die in der Bilanz zum 31.12.2019 ein negatives Nettovermögen aufweisen,
- Genossenschaften, die sich am 31. Dezember 2019 bereits in Schwierigkeiten befanden im Sinne der Verordnung (EU) Nr. 651/2014,
- Genossenschaften, die einer Rückforderungsanordnung der Europäischen Kommission nicht nachgekommen sind,
- Körperschaften für wechselseitige Unterstützung, Wohnbaugenossenschaften und die Genossenschaften für den Bau von Parkplatzanlagen sowie Raiffeisenkassen und Garantiegenossenschaften.

Die Zuschüsse sind nicht kumulierbar mit den Subventionen und Begünstigungen laut:

  • Beschluss der Landesregierung Nr. 307 vom 30. März 2021, in geltender Fassung, COVID-19 - Zuschüsse an Unternehmen;
  • Beschluss der Landesregierung Nr. 373 vom 27. April 2021, in geltender Fassung, „COVID-19 – Beihilfen an Unternehmen bemessen nach den Fixkosten“,
  • Beschluss der Landesregierung Nr. 353 vom 20. April 2021, in geltender Fassung, „COVID-19 – Zuschüsse an landwirtschaftliche Unternehmen und zeitweilige Änderung des Beschlusses Nr. 42 vom 19.01.2016“,
  • Beschluss Nr. 289 vom 30. März 2021, COVID-19 – Zuschüsse zugunsten von Fitnesszentren und Tanzkursen“,
  • begrenzt auf die Sozialgenossenschaften für die Arbeitseingliederung von benachteiligten Personen: Beschluss Nr. 332 vom 10. April 2018, „Richtlinien für die Gewährung von Beiträgen an öffentliche und private Körperschaften, die im Sozialbereich tätig sind - Widerruf des Beschlusses der Landesregierung vom 13. Juni 2017, Nr. 661 (abgeändert mit Beschluss Nr. 443 vom 04.06.2019, Beschluss Nr. 595 vom 11.08.2020 und Beschluss Nr. 955 vom 01.12.2020).
     

Die vorgesehene Stempelgebühr ist für das Fördergesuch zu entrichten. Davon befreit sind die vom Gesetz vorgesehenen Ausnahmen.

Für weitere Informationen bitten wir Sie, die Webseite der für diesen Dienst zuständigen Institution zu besuchen.

(Letzte Aktualisierung Dienstleistung: 15.09.2021)

Zuständige Einrichtung

Amt für die Entwicklung des Genossenschaftswesens
Landhaus 10, Crispistraße 15, 39100 Bozen
Telefon: 0471 41 49 30
Fax: 0471 41 49 39
E-Mail: gen@provinz.bz.it
PEC: gen.coop@pec.prov.bz.it
Website: http://www.provinz.bz.it/
Direkter Kontakt: Tel: 0471 414937 Email: samuele.gabrieli@provincia.bz.it

Parteienverkehr:

Montag bis Freitag: von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr.

Donnerstag von 8.30 bis 13.00 und 14.00 bis 17.30 Uhr. 

Termine

Die Ansuchen können vom 6. August bis zum 15. Oktober 2021 mittels zertifizierter elektronischer Post (PEC) beim Amt für Entwicklung des Genossenschaftswesens eingereicht werden.