Eintragung in das Landesverzeichnis für die Direktion eines Gesundheitsbezirkes des Südtiroler Sanitätsbetriebes

Allgemeine Beschreibung

Bei der Landesabteilung Gesundheit ist das Landesverzeichnis der Personen angelegt, die für die Ernennung zur Direktorin / zum Direktor eines Gesundheitsbezirks des Südtiroler Sanitätsbetriebes geeignet sind.

Um in dieses Landesverzeichnis eingetragen zu werden, müssen die Bewerber/innen, welche im Besitz der Voraussetzungen laut der einschlägigen Kundmachung sind, ein Kolloquium bestehen. Die Generaldirektorin / der Generaldirektor des Südtiroler Sanitätsbetriebes ernennt, nach Anhören der Landesregierung, die Bezirksdirektorin / den Bezirksdirektor, wobei sie/er verpflichtend aus dem Landesverzeichnis schöpft. Sie/Er kann auch aus dem Verzeichnis der Führungskräfte und Führungskräfteanwärter/Führungskräfteanwärterinnen des Landes auswählen, sofern die Voraussetzungen für die zu besetzende Führungsposition erfüllt sind. Die in den Abschnitten A, B und/oder C des Verzeichnisses eingetragenen Führungskräfte und Führungskräfteanwärterinnen/Führungskräfteanwärter des Landes können somit ihr Interesse zur Ernennung bekunden.

Die Voraussetzungen und Modalitäten, sowie Informationen zur Eintragung in das Landesverzeichnis entnehmen Sie der Kundmachung, die unter den Anlagen abrufbar ist. 

a.   nicht älter als 65 Jahre sein und die Voraussetzungen für die Aufnahme in den öffentlichen Dienst zu erfüllen,

b.   Laureatsdiplom nach der alten Studienordnung bzw. Fachlaureatsdiplom oder Hochschulmaster ersten Grades,

c.   im Besitz des auf das Doktorat bezogenen Nachweises über die Kenntnis der italienischen und der deutschen Sprache (D.P.R. vom 26. Juli 1976, Nr. 752, in geltender Fassung), oder einen gleichgestellten Nachweis,

d.   Erklärung der Zugehörigkeit bzw. Angliederung zu einer der drei Sprachgruppen (D.P.R. vom 26. Juli 1976, Nr. 752, in geltender Fassung),

e.   Management-Ausbildung im Gesundheitsbereich laut geltender Gesetzgebung oder ein im Ausland erlangter und von der zuständigen Fachkommission des Landes anerkannter Bildungsabschluss im Managementbereich (Art. 46/ter des Landesgesetzes vom 5. März 2001, Nr. 7, in geltender Fassung). Der Nachweis über die Management-Ausbildung kann auch innerhalb von 18 Monaten ab Einreichen des Eintragungsantrags nachgereicht werden,

f.   die Führungskräfte mit ausgewiesener Erfahrung in der Führung von Organisationseinheiten mittleren oder größeren Umfangs sowie direkter Verwaltungsautonomie und Verantwortung bezüglich personeller und finanzieller Ressourcen sind: mindestens vierjähriger effektiver Dienst im öffentlichen oder im privaten Bereich.

      Im Besonderen müssen Amtsdirektorinnen und Amtsdirektoren über folgende Erfahrung verfügen, die auf der Grundlage der von der Bewertungskommission festgelegten Kriterien als Mindestanforderung bewertet werden:

  • direkt zugewiesenes Personal: mindestens 10 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter;
  • Verwaltungsrechtliche und persönliche Haftung über ein Gesamtbudget von mindestens € 3.000.000,00 oder hohe fachliche Verantwortlichkeit und hohe Komplexität (wie z.B. Vielfalt der Bereiche und Sektoren im Zusammenhang mit den übertragenen Aufgaben, die eine hohe technische und rechtliche Expertise in den verschiedenen Kompetenzbereichen erfordern),

g.   Es darf keiner der Ausschlussgründe laut Artikel 3 Absatz 11 des Gesetzesvertretenden Dekrets vom 30. Dezember 1992, Nr. 502 vorhanden sein (nur in italienischer Sprache).

h.   Es darf keiner der Ausschlussgründe für eine Aufnahme in den Landesdienst laut Artikel 2 Absatz 5 des Dekrets des Landeshauptmanns vom 2. September 2013, Nr. 22 vorhanden sein.

  1. Laureatsdiplom nach der alten Studienordnung bzw. Fachlaureatsdiplom oder Hochschulmaster ersten Grades
  2. Für ausländische Studientitel: Erklärung der Gleichwertigkeit
  3. Für ausländische Studientitel: Bestätigung über die Gesamtnote oder die Rigorosenzeugnisse.
  4. Bescheinigung über die Management-Ausbildung im Gesundheitsbereich. Die Bescheinigung kann auch innerhalb von 18 Monaten ab Einreichen des Eintragungsantrags nachgereicht werden;
  5. Bericht zu den Führungserfahrungen der letzten vier Jahre. Dieser Bericht soll folgende Angaben enthalten:
    - Position im Organigramm der Körperschaft / Unternehmen
    -  Beschreibung der Aufgabenbereiche / Zuständigkeiten   
  6. Selbsterklärung über die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter direkter Führung der letzten 4 Jahre (siehe Vorlage)
  7. Selbsterklärung über das direkt verwaltete Budget der letzten 4 Jahre (siehe Vorlage)
  8. Teilnahmebestätigungen an Weiterbildungstätigkeiten unter Angabe des Tages sowie, ob es sich um eine internationale, nationale oder lokale Weiterbildungstätigkeit handelt. Es werden nur Weiterbildungstätigkeiten gezählt, die eine Tagesdauer von mindestens 7 Stunden haben. Die Originale können bei Bedarf nachträglich eingefordert werden.
  9. Lebenslauf laut „Europass Vorlage“ (unterzeichnet und vollständig ausgefüllt – gilt als Ersatz­erklärung)
  10. Nachweis über die Kenntnis der italienischen und der deutschen Sprache (D.P.R. vom 26. Juli 1976, Nr. 752, in geltender Fassung), oder einen gleichgestellten Nachweis
  11. Bescheinigung über die Zugehörigkeit oder Angliederung zu einer der drei Sprachgruppen nicht älter als 6 Monate, in Originalausfertigung und in verschlossenem Umschlag im Sinne des Artikels 20/ter, Absatz 3 des D.P.R. vom 26.07.1976, Nr. 752. Diese muss am Tag des Kolloquiums vorgelegt werden. Das bei der Landesverwaltung und beim Südtiroler Sanitätsbetrieb beschäftigte Personal legt keine Bescheinigung vor, sofern diese anlässlich der vorangegangenen Aufnahme bereits vorgelegt worden ist. Für Nichtansässige in der Provinz Bozen ist keine Ersatzerklärung mehr zulässig, sie muss nach den vorgesehenen Modalitäten abgegeben werden.
  12. Gültiger Personalausweis (falls nicht im Besitz einer digitalen Unterschrift)

Hinweis: Dem Antrag um Eintragung in das Landesverzeichnis müssen nur die ausdrücklich verlangten Unterlagen beigelegt werden. Die öffentliche Verwaltung behält sich das Recht vor, bei Bedarf alle oben angeführten Unterlagen anzufordern.

Die Kosten belaufen sich auf 16,00 € (Stempelmarke).

Landesgesetz vom 21. April 2017, Nr. 3 in geltender Fassung „Organisationsstruktur des Landesgesundheitsdienstes“

Dekret des Landeshauptmanns vom 1. September 2017, Nr. 33 in geltender Fassung „Landesverzeichnis der für die Ernennung zur Direktorin/zum Direktor eines Gesundheitsbezirks des Südtiroler Sanitätsbetriebs geeigneten Personen“

Art. 10-bis des Landesgesetzes vom 21. April 2017, Nr. 3, in geltender Fassung „Organisationsstruktur des Landesgesundheitsdienstes“

Art. 15 des Landesgesetzes vom 23. April 1992, Nr. 10 in geltender Fassung „Neuordnung der Führungsstruktur der Südtiroler Landesverwaltung“

In Erstanwendung des Dekretes es Landeshauptmannes Nr. 33 vom 1. September 2017 in geltender Fassung, wird der erste Stichtag für die Einreichung der Anträge auf Eintragung in das Landesverzeichnis auf 60 Tage nach Veröffentlichung dieser Kundmachung festgelegt.

In der Regelanwendung kann der Antrag ständig eingereicht werden. Nach der Erstanwendung werden die bis zum 15. März 2022 eingereichten Anträge von der Kommission bewertet. Nach diesem Datum werden die Anträge alle zwei Jahre bewertet. Dabei werden nur jene berücksichtigt, die bis zum 15. März des Jahres innerhalb 12.00 Uhr, in dem die Bewertung durchgeführt wird, eingereicht worden sind.

(Letzte Aktualisierung Dienstleistung: 04.12.2020)

Zuständige Einrichtung

Amt für Gesundheitsordnung
Landhaus 12, Kanonikus-Michael-Gamper-Straße 1, 39100 Bozen
Telefon: 0471 41 81 40
0471 41 81 41
Fax: 0471 41 81 59
E-Mail: gesundheitsordnung@provinz.bz.it
PEC: ges.ord.san@pec.prov.bz.it
Website: http://www.provinz.bz.it/

Termine

Die Kolloquien sind öffentlich und finden am 27. November 2020 ab 10.30 Uhr per Videokonferenz statt.

Link für die Videokonferenz: https://zoom.us/j/96612438282