Anerkennung eines Arbeitsverhältnisses als Pflichteinstellung von Personen mit Behinderung

Allgemeine Beschreibung

Die Anerkennung eines Arbeitsverhältnisses als Pflichteinstellung von Personen mit Behinderung laut Gesetz 68/1999 ist möglich, wenn einem Arbeitnehmer eine Zivilinvalidität von mindestens 60% oder eine Arbeitsinvalidität von mindestens 34% bescheinigt wurde. Für Angestellte mit kognitiver oder psychischer Invalidität reicht eine Invalidität von mehr als 45% für die Anerkennung aus, wenn diese bereits vor Beginn des Arbeitsverhältnisses bescheinigt wurde.

Das Ansuchen kann von öffentlichen und privaten Arbeitgebern zusammen mit der Zustimmung der angestellten Person eingereicht  und mittels PEC der Dienststelle für Arbeitsintegration übermittelt werden.

Das Ansuchen wird in der Folge von der Dienststelle für Arbeitsintegration zwecks Feststellung der Vereinbarkeit der Arbeitstätigkeit mit der Invalidität an die zuständige Ärztekommission weitergeleitet. Der Arbeitnehmer muss sich dafür einer Visite unterziehen.

  • Zivilinvalidität von mindestens 60% oder
  • Arbeitsinvalidität von mindestens 34%
  • Zivilinvalidität von mindestens 46% mit kognitiver oder psychischer Invalidität, wenn diese bereits vor Beginn des Arbeitsverhältnisses bescheinigt wurde

  • Invaliditätsbescheinigung (im Fall eines Invaliditätsprozentsatzes von 46% bis 60% muss auf der beiliegenden Bescheinigung auch die Art der Invalidität/Diagnose aufscheinen)
  • Identitätsausweis des Arbeitnehmers
  • Identitätsausweis des Arbeitgebers
  • Bericht des Betriebsarztes, falls vorgesehen

(Letzte Aktualisierung Dienstleistung: 11.08.2021)

Zuständige Einrichtung

Dienststelle für Arbeitsintegration
Landhaus 12, Kanonikus-Michael-Gamper-Straße 1, 39100 Bozen
Telefon: 0471 418604