Entlastungen und Energieeinsparung

Entlastungen und Energieeinsparung

Maßnahmen zum Schutz des Konsums und zur Förderung der Energieeinsparung

Die derzeitige Teuerungswelle ist auch in Südtirol zu spüren und belastet die privaten Haushalte ebenso wie die öffentlichen Einrichtungen und Unternehmen im Land. Das Land Südtirol arbeitet deshalb an verschiedenen Maßnahmen mit dem Ziel, die Teuerungen für Südtirols Bevölkerung abzufedern und Konsum und Wirtschaft zu schützen. Gleichzeitig setzt das Land auf die Förderung der Energieeinsparung. Auf dieser Seite finden Sie eine Übersicht der verschiedenen Maßnahmen, können sich über aktuelle Beschlüsse informieren und erhalten Zugang zu den angebotenen Unterstützungsleistungen.

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Förderung von Energiesparmaßnahmen

FAQ: Gut und richtig informiert

[Entlastungen und Energieeinsparung]

Welche Ersparnis kann die Installation einer Wärmepumpe bringen? 

Eine Wärmepumpe macht die in Erdreich, Wasser oder Luft gespeicherte Umweltwärme nutzbar, um Wohnhäuser zu heizen und mit Warmwasser zu versorgen. Die Funktionsweise kennen wir vom Kühlschrank, nur mit umgekehrtem Wirkungsprinzip. Die Wärmepumpe zieht die in der Umwelt auf niedrigem Temperaturniveau vorhandene Wärme und „pumpt“ diese auf ein höheres Temperaturniveau. Für diesen Kreisprozess benötigen Wärmepumpen Fremdenergie. Zur Bereitstellung von 100% Heizenergie sind nur 25% Antriebsenergie erforderlich, 75% werden aus der Umwelt gewonnen. Wenn diese Antriebsenergie noch dazu aus der eigenen Photovoltaikanlage kommt, dann zählt die Wärmepumpe zu den günstigsten und umweltfreundlichsten Heizungen. Den geringen Betriebskosten stehen aber auch höhere Investitionskosten gegenüber als bei konventionellen Gaskesseln.
Quelle: Amt für Energie und Klimaschutz; KlimaHaus Südtirol

Datum: 3.11.2022
[Entlastungen und Energieeinsparung]

Was ist ein hydraulischer Abgleich, was bringt er und wird er gefördert?

Wenn die Heizkörper in verschiedenen Räumen nur unterschiedlich warm werden, jene in Heizkessel-Nähe überheizen und weit entfernte sich nur unzureichend erwärmen, dann kann ein hydraulischer Abgleich Abhilfe schaffen. Er sorgt dafür, dass über richtige Durchflussmengen alle Heizkörper mit der optimalen Wärme versorgt werden, um die gewünschte Raumtemperatur zu erreichen. Dadurch stellen sich bei allen Heizkörpern in etwa gleiche Rücklauftemperaturen ein. Somit kann ein zu häufiges und ineffizientes Takten der Anlage vermieden und geringe Rücklauftemperaturen erreicht werden, die bei Brennwertkesseln auch Voraussetzung für einen effizienten Kondensationsbetrieb sind. Zudem reduziert sich durch einen hydraulischen Abgleich auch der Stromverbrauch der Heizungsumwälzpumpen. Der hydraulische Abgleich bestehender Anlagen wird mit Landesbeiträgen gefördert.
Quelle: Amt für Energie und Klimaschutz; KlimaHaus Südtirol

Datum: 3.11.2022
[Entlastungen und Energieeinsparung]

Kann man durch weniger Lüften Energie sparen?

Weniger Lüften ist keine Lösung, denn Behaglichkeit, Gesundheit und Leistungsfähigkeit leiden unter verbrauchter und stickiger Luft. Sofern man für den hygienisch notwendigen Luftwechsel keine Komfortlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung hat, sollte immer bei weit geöffneten Fenstern für einige Minuten stoß- oder quergelüftet werden. Am ineffizientesten und ungemütlichsten ist das Lüften mit dem Fenster in Kippstellung.
Quelle: Amt für Energie und Klimaschutz; KlimaHaus Südtirol

Datum: 3.11.2022
[Entlastungen und Energieeinsparung]

Führen zu niedrige Raumtemperaturen zu Schimmel?

Wird die Feuchte, die in einem Haushalt notgedrungen entsteht, nicht durch regelmäßiges Lüften oder eine Komfortlüftung abgeführt, erhöht sich bei zu niedrigen Temperaturen in schlecht gedämmten Gebäuden das Risiko von Kondensbildung, da kalte Luft weniger Feuchte aufnehmen kann. Diese schlägt dann an Kaltstellen nieder, wo sich in weiterer Folge auch Schimmel einstellen kann. Das Problem der Schimmelbildung ist besonders ausgeprägt, wenn in einer Wohnung nur einzelne Räume beheizt werden und unbeheizte Räume nicht konsequent verschlossen bleiben. Die in der warmen Raumluft enthaltene Feuchte kondensiert dann an den Kaltstellen in den unbeheizten Räumen.
Quelle: Amt für Energie und Klimaschutz; KlimaHaus Südtirol

Datum: 3.11.2022
[Entlastungen und Energieeinsparung]

Wo sind die am öftesten unterschätzten Energiefresser im Haushalt? Wie kann man am besten Energie sparen?

Auch wenn man nicht gleich energetisch saniert, kann mit wenig Aufwand einiges an Heizkosten gespart werden. Das fängt mit passenden Raumtemperaturen an. Nicht immer und überall müssen es 22 Grad sein, im Schlafzimmer und auf dem Flur reichen meist auch 17-18 Grad. Auch über Nacht oder bei längerer Abwesenheit kann man die Temperatur um ein paar Grad absenken, denn jede Absenkung um ein Grad spart etwa 6 % an Heizenergie.
Regeln kann man das z.B. mit Thermostatventilen, damit lassen sich auch alte Heizkörper problemlos und für wenig Geld nachrüsten. Damit die Heizkörper selbst effizient arbeiten, sollte man sie regelmäßig entlüften. Viel Energie geht auch über undichte Fenster und Türen verloren. Die kann man selbst abdichten, mit Dichtungsbändern, die man für wenige Euro in jedem Baumarkt bekommt.
Die Wärmeverluste über die Fenster kann man auch reduzieren, indem man z.B. am Abend die Vorhänge, die Rollläden oder die Jalousien zumacht.
Auch beim Lüften geht einiges an Wärme verloren. Am effizientesten ist Querlüften oder Stoßlüften bei weit geöffneten Fenstern. Am teuersten und am ungemütlichsten ist es, die Fenster nur zu kippen.
Aber auch beim Warmwasser kann man viel sparen: Mit Spar-Armaturen, einem Sparduschkopf zum Beispiel und mit Durchflussbegrenzern. Oder indem man einfach kurz duscht, statt ein Vollbad zu nehmen.
Schnell rechnet sich auch das Dämmen der Heizungsrohre und des Warmwasserspeichers und der Austausch der alten Umwälzpumpe. Auch ein hydraulischer Abgleich verbessert nicht nur den Komfort, sondern auch den Wirkungsgrad der Heizanlage deutlich, ohne dass gleich die ganze Heizanlage erneuert werden muss.
Ähnliches gilt beim Stromverbrauch. Indem man auf LED-Lampen umstellt, Geräte im Standby-Modus ausschaltet, Waschmaschine und Geschirrspüler erst dann einschaltet, wenn sie voll sind. Auch der Wäschetrockner verbraucht im Vergleich zur Wäscheleine viel Strom.
Im Kühlschrank ist die Temperatur oft unnötig tief eingestellt, auch das Gefrierfach sollte regelmäßig abgetaut werden.
Sparen kann man auch beim Kochen mit Deckel, auch den Backofen oder die Kochfelder kann man früher abschalten und die Restwärme nutzen. Oder das Nudelwasser effizienter im Warmwasserkocher erhitzen.
Wer genau wissen möchte, wo die größten Stromfresser im Haushalt zu finden sind, kann das mit recht preisgünstigen Energiemessgeräten machen.
All dies Maßnahmen kosten nichts oder wenig und in Summe lassen sich so doch 20 Prozent oder mehr an Energie einsparen.
Quelle: Amt für Energie und Klimaschutz; KlimaHaus Südtirol

Datum: 3.11.2022