Arge Alp - Tradition, Vielfalt, Wandel 2

Der gemeinsame Austausch von Ideen und Good-Practice-Beispielen ist gerade im Bereich der Integration und der Inklusion von neuen Mitbürger*innen wichtig und hilfreich, denn es erweitert und stärkt die Kompetenzen aller Beteiligten. Deshalb arbeitet Südtirol mit Partnern in der Region und in Europa zusammen und tauscht Erfahrungen und Wissen aus. Nur so kann voneinander gelernt und können die Angebote an die ständig wachsenden und wechselnden Anforderungen angepasst werden.

Die Arbeitsgemeinschaft Alpenländer (ARGE ALP) befasst sich in regelmäßigen Abständen mit den Themenbereichen Integration und Inklusion, und organisiert dafür Arbeitstreffen mit den lokal Verantwortlichen für einen Austausch zu den Schwerpunktthemen im Integrationsbereich.

Projekt Tradition-Vielfalt-Wandel 2

Die Bedeutung von Tradition in der heutigen Zeit steht im Mittelpunkt von Teil zwei des Arge-Alp-Projektes "Tradition-Vielfalt-Wandel". Sieben Alpenregionen arbeiten in den kommenden zwei Jahren unter der Leitung der Koordinierungsstelle für Integration (Koi) der Südtiroler Landesabteilung deutsche Kultur daran, die Rolle von Traditionen im Integrationsprozess aus Sicht der Bevölkerung aufzeigen und die kulturelle und gesellschaftliche Vielfältigkeit des Alpenraums sichtbar zu machen. Der Startschuss zu dem Projekt fiel am 12. Oktober in Bozen.

Während sich beim Vorgängerprojekt Fachleute unterschiedlicher Fachrichtungen über das Thema Tradition und Integration auseinandergesetzt haben, ist das Folgeprojekt als partizipativer Prozess angelegt, um die Bevölkerung in Dialoge und Maßnahmen einzubeziehen. 

Im Rahmen der Auftaktveranstaltung wurden die zwei Fragen definiert, die in allen Arge-Alp-Ländern zentrale Elemente der "Dialoge" sein werden:

Frage 1: Traditionen berühren, bewegen oder verstören. Wir tauschen uns darüber aus!
Frage 2: Wie können wir mit Traditionen umgehen, damit sie sich lebendig weiterentwickeln und einen positiven Beitrag für das Zusammenleben leisten?

Zu den Dialogen sind sowohl die Öffentlichkeit als auch regionale Kultur- und Integrationsexperten, Kultur- und Traditionsvereine und Migrantenvereine eingeladen. Sie finden zwischen März und November 2023 in allen Partnerregionen statt.

Tradition: vielfältig, wandelbar und grenzüberschreitend

Die geplanten Maßnahmen orientieren sich an den Schwerpunkten der Arbeitsgemeinschaft der Alpenländer im Integrationsbereich. Dazu gehört, Tradition als etwas zu interpretieren, das nicht nur überliefert, sondern das geschaffen und verändert wird. Tradition soll als etwas Vielfältiges, Wandelbares und Grenzüberschreitendes kommuniziert werden, um einem antiquierten Traditionsbegriff entgegenzuwirken.

Dabei sei es wichtig, Kulturvereine, interkulturelle Vereine, Migrantenorganisationen, Museen und Nicht-Regierungsorganisationen in die Projektaktivitäten einzubeziehen, heißt es aus der Koordinierungsstelle für Integration. Geplant sind neben moderierten Dialogen unter anderem auch museale Parcours mit Videoinstallationen in allen Partnerregionen.

Am Projekt beteiligen sich neben dem Land Südtirol, das Trentino, die österreichischen Bundesländer TirolSalzburg und Vorarlberg, der Kanton Graubünden und die Region Lombardei.

InformationenTradition – Vielfalt – Wandel II | Arge Alp - koordinierung-integration@provinz.bz.it

Am 28. und 29. Oktober fand in der Europäischen Akademie in Bozen die Expo der Vereine für interkulturellen Dialog statt. An diesen Tagen waren alle eingeladen, mit Vereinen, die interkulturell tätig sind, in Kontakt zu treten, mehr über deren Kulturprojekte zu erfahren und Synergien zu schaffen. Weiters boten Infostände Informationen zu Sprachkursen, Freiwilligenberatung und zu Projekten für neue Mitbürger*innen. Auch wurden Fortbildungen für Vereine geboten. Musik, ein Spielbus und eine Leseecke für die Kleinen sorgten für Unterhaltung. Im Rahmen der Expo fand auch die Pressekonferenz zur IDOS Studie statt.

Was wurde geboten:

  • Vernetzung mit interkulturellen Vereinen. Schaffen von Synergien.
  • Präsentationen von "Good practices" interkultureller Veranstaltungen und Aktivitäten zur Förderung des interkulturellen Dialogs, der Inklusion und der Integrationsprozesse.
  • Infopoints zu Sprachkursen, Freiwilligenarbeit, Projekten und zur Initiative „Zusammenleben in Südtirol“.
  • Fortbildungswerkstätten für die Vereinspräsidenten und -mitglieder.
  • Pressekonferenz IDOS: Das Studien- und Forschungszentrum IDOS veröffentlicht jährlich ein sozialstatistisches Dossier über das Migrantenphänomen in Italien. Präsentiert wird der Bericht im Rahmen einer Pressekonferenz am 29. Oktober von 9.30 Uhr bis 10.30 Uhr.
  • Präsentation des “Manifesto delle Nuove Generazioni Italiane 2022” am 29. Oktober um 10.30 bis 12.00 Uhr. Das Manifest beinhaltet viele Verbesserungsvorschläge u.a. zu den Themen Schule, Arbeit und Sport. Es ist ein Versuch, auf die neuen sozialen Herausforderungen, auch verursacht durch die Pandemie, zu reagieren.

Wann: 28. bis 29. Oktober 2022, 9.00 bis 18.00 Uhr

Wo: EURAC Europäische Akademie Bozen, Drususallee 1, 39100 Bozen

Eintritt frei

Programm

Programm Good Practices

Teilnehmende Vereine

Flyer

Kontakt:
Koordinierungsstelle für Integration
Tel. 0471 413386 oder 413388
koordinierung-integration@provinz.bz.it

Organisatoren:
Koordinierungsstelle für Integration in Zusammenarbeit mit der Sozialgenossenschaft Savera, der Gemeinde Bozen und dem Amt für Weiterbildung der Abteilung Deutsche Kultur.