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Italienische Schule: Landesrichtlinien für den ersten Bildungszyklus

Landesregierung legt Lernziele und Kompetenzen für Grund- und Mittelschulen fest

BOZEN (LPA). Die italienischsprachigen Grund- und Mittelschulen in Südtirol erhalten neue Orientierung: Die Landesregierung hat am 28. November auf Vorschlag des Bildungslandesrates Marco Galateo die Richtlinien für den ersten Bildungszyklus genehmigt. Sie sollen Lehrpersonen dabei unterstützen, Schülerinnen und Schüler bestmöglich zu fördern und Inklusion aktiv zu leben.

„Die Richtlinien legen Lernziele und -erwartungen in den einzelnen Fächern, übergreifende Kompetenzen sowie Grundprinzipien für den gesamten schulischen Werdegang – von der Grundschule bis zum Ende der Sekundarstufe – fest“, erklärte Marco Galateo. „In den vergangenen zehn Jahren haben sich der demografische und kulturelle Kontext sowie das Bildungsumfeld stark verändert. Daher muss sich die Schule diesen Veränderungen anpassen.“

Die neuen Richtlinien definieren die Kompetenzen für das 21. Jahrhundert für die Schülerinnen und Schüler, mit besonderem Fokus auf übergreifende Fähigkeiten wie kritisches Denken, Problemlösung und Kreativität. Außerdem werden zentrale Themen wie digitale und ökologische Verantwortung, die Zusammenarbeit zwischen Schule und Familie sowie die kontinuierliche Fortbildung des Personals hervorgehoben.

„Die verabschiedeten Dokumente sind das Ergebnis eines langen Prozesses und entstanden dank der Zusammenarbeit zahlreicher Akteurinnen und Akteure“, erklärt der Landesschuldirektor Vincenzo Gullotta. „Wir haben eng mit Lehrerinnen und Lehrern, Schülerinnen und Schülern sowie Familien zusammengearbeitet, ohne dabei die nationalen Vorgaben des Ministeriums aus den Augen zu verlieren.“

Artikel 15 des Landesgesetzes Nr. 5 vom 16. Juli 2008 sieht vor, dass der Beschluss nach Genehmigung durch die Landesregierung an das Ministerium für öffentliche Bildung übermittelt wird. Die Schulen haben das Dokument bereits vorab erhalten und können nun innerhalb der verschiedenen Fachbereiche der einzelnen Schulen mit der Umsetzung beginnen. Die jeweiligen Fachgruppen sind dafür zuständig, die fachspezifischen Dokumente zu erstellen, in denen die Lerninhalte für jedes Schuljahr festgelegt sind. Sie müssen sich an den von den Richtlinien definierten Zielen und Endergebnissen orientieren.

LPA/tl/pio