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Deutsche Schule und Wirtschaft: Synergien stärken und ausbauen
Treffen von Landesrat Achammer und Vertretung der Bildungsdirektion mit Wirtschaftsverbänden zu Ausbau der Zusammenarbeit – Arbeitsgruppe analysiert Maßnahmen und arbeitet an Vernetzungsmöglichkeiten
BOZEN (LPA). Auf Einladung von Landesrat Philipp Achammer haben sich am 10. Februar Vertreterinnen und Vertreter der deutschen Bildungsdirektion und der Wirtschaftsverbände HGV, hds, Südtiroler Bauernbund und des Unternehmerverbandes getroffen. Im Fokus stand das gemeinsame Bemühen, das inklusive Bildungssystem zu stärken und neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Schule und Wirtschaft zu schaffen. "Es ist unser gemeinsames Ziel, Bildungsarmut weiter abzubauen, gleiche Chancen für alle in der Bildung zu bieten, um als Gesellschaft weiter zu wachsen. Gleichzeitig geht es darum, jungen Menschen Perspektiven zu geben und Möglichkeiten aufzuzeigen. Wir werden darum die Zusammenarbeit von Schule und Wirtschaft weiter festigen und die Vernetzung intensivieren", fasst der Landesrat die Inhalte des Treffens zusammen.
Ins Auge gefasst werden soll eine strukturierte Partnerschaft von Arbeitgebern und dem Bildungssystem. Schule und Wirtschaft sollen künftig noch enger zusammenarbeiten, um jungen Menschen, insbesondere auch jenen mit erschwerten Startbedingungen, realistische Perspektiven aufzuzeigen. Neben schulischen Maßnahmen sollen auch außerschulische Angebote besser genutzt, gebündelt und bekannter gemacht werden, um eine soziale und kulturelle Integration zu stützen. In diesem Zusammenhang wird die funktionale Mehrsprachigkeit betont und auch der bestehende internationale Klassenzug am Realgymnasium in Bozen soll noch stärker sichtbar gemacht werden. Die Zusammenarbeit zwischen Schule und Wirtschaft in Südtirol soll um neue Synergien erweitert werden und damit bestehende Initiativen besser vernetzen und gemeinsam praxisnahe Programme zu entwickeln, die sowohl den Bedürfnissen der jungen Menschen als auch jenen der Betriebe gerecht werden.
Landesrat Achammer hob beim Treffen hervor, dass nicht nur die Schule gefordert sei, sondern es auch den Rückhalt der Familien und des außerschulischen Umfelds bedürfe, damit Inklusion in allen Lebensbereichen gelingen könne. An den besprochenen Themen soll nun im Rahmen einer Arbeitsgruppe weitergearbeitet werden. Dabei sollen bereits bestehende Maßnahmen erhoben und analysiert werden, im Anschluss geht es darum, weitere Maßnahmen auszuformulieren und umzusetzen.
LPA/ck


