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Carabinieri-Kaserne in Eppan: Grundstein gelegt
In Eppan entsteht ein rund 9.000 Kubikmeter umfassender Gebäudekomplex für die Carabinieri-Station mit Dienstwohnungen und Lagerräumen - Bianchi: "Bedeutendes öffentliches Bauwerk für das Gebiet"
BOZEN/EPPAN (LPA). In Eppan werden die Flächen des ehemaligen Mercanti-Areals neu geordnet und eine modernere und effizientere Struktur für die Carabinieri wird geschaffen. Am 26. Februar wurde symbolisch der Grundstein für den Bau der Carabinieri-Kaserne gelegt. Das Bauvorhaben geht auf ein Einvernehmensprotokoll zurück, dass zwischen dem Innenministerium, der staatlichen Liegenschafts-Agentur (Agenzia del Demanio), dem Land Südtirol und der Gemeinde Eppan an der Weinstraße unterzeichnet wurde und gilt als Beleg für die enge Zusammenarbeit verschiedener Institutionen.
Bei der Grundsteinlegung waren Hochbau- und Vermögenslandesrat Christian Bianchi, der Kommandant der Carabinieri-Legion Trentino-Südtirol, Brigadegeneral Stefano Paolucci, die stellvertretende Vizepräfektin Margherita Toth in Vertretung des Regierungskommissariats, der Regionaldirektor der Agentur für Staatsgüter Marcello Bosica, die Vize-Generalsekretärin des Landes Marion Markart, Ressortdirektor Daniel Bedin sowie der Eppaner Bürgermeister Lorenz Ebner mit dabei. "Mit diesem Eingriff setzen wir ein klares Zeichen für Verwaltungseffizienz und institutionelle Zusammenarbeit. Wir ordnen ein strategisch wichtiges Areal neu, werten bestehendes öffentliches Vermögen auf und schafft für die Carabinieri einen modernen und funktionalen Sitz, von dem aus sie bestmöglich im Dienst und für die Sicherheit der Gemeinschaft von Eppan tätig sein kann", erklärte Landesrat Bianchi.
Gemeinsames Projekt zur Neuordnung der militärischen Infrastrukturen
Die Vereinbarung sieht einen Grundstückstausch im Verhältnis 1:1 vor: Nach Fertigstellung des Bauwerks (Gesamtwert: rund 8 Millionen Euro) wird der verbleibende Teil des Areals der ehemaligen Mercanti-Kaserne gemäß den Einvernehmensprotokollen an das Land übertragen. In der Folge wird das Gelände mittels entsprechender Verträge an die Gemeinde Eppan weitergegeben, die dort das künftige Zivilschutzzentrum errichten wird.
Das Gebäude, das auf einem 2.840 Quadratmeter großen Grundstück entsteht, wird als Carabinieri-Station für das gesamte Gemeindegebiet dienen und moderne, funktionale sowie den operativen Anforderungen angemessene Räumlichkeiten gewährleisten.
"Die Maßnahme ermöglicht es, das ehemalige Mercanti-Areal durch ein nachhaltiges und gut geplantes Projekt aufzuwerten und neu zu ordnen. Es verbindet architektonische Qualität mit einem verantwortungsvollen Einsatz öffentlicher Ressourcen, und zwar ohne zusätzlichen Bodenverbrauch", unterstreicht Bianchi.
Die Bodensanierungsarbeiten wurden in den vergangenen Monaten abgeschlossen. Mit dem Bau wurde im November 2025 begonnen. Die Arbeiten sollen 410 Tagen dauern. Ende November 2026 soll der Bau fertig gestellt werden.
Mit der Planung wurde eine Arbeitsgemeinschaft von Fachleuten (RTP) beauftragt, bestehend aus dem Architekten Roland Baldi (Generalplaner), 3M Engineering, Thermoplan, zuständig für die technische Gebäudeausrüstung, sowie dem Ingenieur Andreas von Lutz (Elektroplanung). Um die Ausführung der Arbeiten kümmert sich das Unternehmen Carron Bau GmbH.
LPA/tl/san


