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Start für Umstellung auf Fernwärme in 16 Gebäuden des Landes

Teil des 2021 abgeschlossenen Rahmenabkommens zwischen Land Südtirol und Alperia - Modernisierung der Heizkreisläufe - Bianchi: Deutliche CO₂-Reduktion und mehr Effizienz

BOZEN (LPA). Die Abteilung Hochbau und technischer Dienst startet mit der Umstellung der sekundären Heizsysteme in mehreren Landesgebäuden in Bozen. Die Gebäude sind bereits an das Fernwärmenetz angeschlossen oder werden künftig daran angebunden. Das Projekt beläuft sich auf über 1,74 Millionen Euro. 

Das Projekt ist Teil des Rahmenabkommens, das 2021 zwischen dem Land Südtirol und Alperia abgeschlossen wurde. Vorgesehen ist die Modernisierung der Heizkreisläufe nach den Übergabestationen, um Effizienz, Sicherheit und Nachhaltigkeit der öffentlichen Gebäude zu verbessern.

Ein erstes Maßnahmenpaket betrifft 16 Landesgebäude in Bozen, darunter das Gerichtsgebäude, das Südtiroler Archäologiemuseum, die Freie Universität Bozen, das Museion, das Konservatorium Monteverdi sowie mehrere Verwaltungs- und Schulgebäude. Welche Gebäude konkret einbezogen werden, wird in der Planungsphase festgelegt. Vorrang haben ältere und weniger effiziente Anlagen.

Die Umstellung von gas- oder ölbasierten Heizsystemen auf Fernwärme nutzt Abwärme aus der Müllverwertungsanlage in Bozen. Dadurch können die CO2-Emissionen der betroffenen Anlagen um rund 63 Prozent gesenkt werden. Das entspricht etwa 1.300 Tonnen CO2 pro Jahr.

"Mit diesem Eingriff senken wir die Emissionen, erhöhen die Energieeffizienz und reduzieren die Betriebskosten", sagt Landesrat Christian Bianchi.

Die Maßnahme erhöht auch die Sicherheit, da Gasheizungen sowie entsprechende Leitungen und Abgasanlagen entfallen. Dadurch werden Risiken wie Brände oder Explosionen verringert. Zudem können die Anlagen über die Übergabestationen automatisch gesteuert und überwacht werden. Ein Bereitschaftsdienst ist rund um die Uhr verfügbar. Mit dem Projekt setzt das Land Südtirol auf eine effizientere und nachhaltigere Energieversorgung und verfolgt das Ziel, Emissionen und Betriebskosten langfristig zu senken.

LPA/red