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Südtirol altert fit und aktiv
Landesseniorenbeirat befasst sich mit ASTAT-Erhebung zum Aktiven Altern – Werte bereits gut, durch weitere Maßnahmen soll das aktive Altern in Südtirol weiter gefördert werden
BOZEN (LPA). Südtirols Seniorinnen und Senioren werden immer aktiver: Die Zahlen, die das Landesstatistikinstitut ASTAT im Rahmen der Erhebung des Active Ageing Index (AAI) erhoben hat, untermauern dies. Der Wert berücksichtigt nicht nur das Lebensalter, sondern auch die Erwerbstätigkeit, die gesellschaftliche Teilhabe, die finanzielle Absicherung, die gesunde Lebensweise und das aktive Altern. So stieg der Wert von 38,4 im Jahr 2018 auf 39,6 im Jahr 2023. Stefano Lombardo, Koordinator des Bereichs Demoskopie bei ASTAT, hat die wichtigsten Kennzahlen des AAI bei der jüngsten Sitzung des Landesseniorenbeirates vorgestellt und dabei unter anderem aufgezeigt, dass im Jahresvergleich die Freiwilligenarbeit leicht steigend ist, die politische Teilhabe jedoch etwas rückläufig. Südtirol bleibe ein Gebiet mit einem hohen Potential für aktives Altern, lautete das Fazit der Vorstellung.
Die Mitglieder des Beirates nutzten die Gelegenheit, um Fragen zur Erhebung zu stellen. So wurde beispielsweise angemerkt, dass die Berechnung bereits alle Menschen ab 55 Jahren berücksichtige. Dadurch könnten die Ergebnisse von der realen Situation abweichen. Einigkeit besteht darin, dass es trotz guter Rahmenbedingungen gelte, in mehrere Bereiche weiter zu investieren: So müsse vor allem die gesellschaftliche und politische Teilhabe älterer Menschen weiter gesteigert werden, ebenso brauche es Maßnahmen, um das subjektive Sicherheitsgefühl zu erhöhen. Auch der Bereich der körperlichen Aktivität solle in den kommenden Jahren weiter durch konkrete Maßnahmen ausgebaut werden. "Wenn wir das aktive Altern unterstützen, kommt dies der gesamten Gesellschaft zugute. Denn aktive ältere Menschen bringen sich nicht nur länger in das Erwerbs- und das gesellschaftliche Leben ein, sondern bleiben auch länger fit und autonom. Die errechneten Kennzahlen sind für künftige Maßnahmen eine wichtige Richtschnur, an der wir uns ausrichten", sagt die Vorsitzende des Landesbeirates der Senioren und Landesrätin Rosmarie Pamer.
LPA/ck


