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Landesregierung regelt klinische Ausbildung für neues Medizinstudium
Abkommen zwischen Universität Cattolica, Sanitätsbetrieb und Claudiana von Landesregierung genehmigt - Klinische Ausbildung und Forschung fürs neue Medizinstudium in Bozen werden gesichert
BOZEN/MAILAND (LPA). Am 20. März hat die Landesregierung ein Abkommen zwischen der Universität Cattolica del Sacro Cuore, dem Südtiroler Sanitätsbetrieb (Sabes) und dem Universitären Ausbildungszentrum für Gesundheitsberufe Claudiana genehmigt. Das Abkommen regelt, wie Lehre, Forschung und Patientenversorgung gemeinsam erfolgen und für die klinische Ausbildung zusammenarbeiten.
Ziel: Bessere Versorgung für die Menschen
"Mit dem Abkommen gelingt es uns, das Medizinstudium, das in Bozen angeboten wird, mit dem klinischen Alltag und der praktischen Gesundheitsversorgung im Südtiroler Krankenhausnetzwerk zu verbinden. Wir komplettieren das medizinische Ausbildungsmodell, bringen es nah an die klinische Praxis und an die Versorgung der Menschen, denn das stärkt zugleich die Gesundheitsversorgung in Südtirol heute und den Arztberuf von morgen", ist Gesundheitslandesrat Hubert Messner überzeugt.
Das Abkommen regelt auch die Praktika, die die Studierenden des Medizinstudiums Bozen im Südtiroler Sanitätsbetrieb absolvieren. Ärztinnen, Ärzte und Gesundheitsberufe übernehmen dabei Lehr- und Tutorentätigkeiten. Dafür nutzt die Universität Strukturen und Dienste des Sanitätsbetriebes. Gleichzeitig bleibt die Qualität der Versorgung gesichert, da alle rechtlichen Anforderungen, darunter die Zweisprachigkeit, eingehalten werden.
Neue Erkenntnisse der Medizin rasch in die klinischen Praxis bringen
Das Abkommen soll laut Landesrat Messner Lehre, Forschung und Innovation stärken und dafür sorgen, dass neue Erkenntnisse aus der Medizin rasch in der klinischen Praxis ankommen. Forschungsvorhaben werden von Universität, Sabes und Claudiana gemeinsam geplant. Bestehende Facharztausbildungen, auch das grenzüberschreitende Modell mit Österreich, bleiben vollständig bestehen.
Die Vereinbarung setzt das strategische Einvernehmensprotokoll mit der Universität Cattolica von 2023 operativ um. Dabei dienen die Vorgaben des Staates als Rahmen, werden aber an die Südtiroler Autonomie angepasst. Für die zusätzliche Lehrtätigkeit der Professorinnen und Professoren im Sabes braucht es Investitionen von rund 500.000 Euro pro Jahr. Diese Mittel sind im Gesundheitsbudget des Landes eingeplant und werden über den Sanitätsbetrieb finanziert.
LPA/san


