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Forstinspektorat Meran schützt Bewässerungssysteme

Schenner Waal und Maiser Neuwaal: Lokalaugenschein von Forstwirtschaftslandesrat Luis Walcher bei zwei Projekten im Forstinspektorat Meran

MERAN (LPA). Am Schenner Waal wird zurzeit im Bereich der sogenannten Katzenleiter im Auftrag und mit Finanzierung des Tourismusvereins Schenna ein Teilstück erneuert, berichtet der Direktor des Forstinspektorats Meran Georg Pircher: "Hier wurde auf rund 90 Metern Länge an Stelle eines Plastikrohres ein traditioneller, in Naturstein ausgekleideter, offener Waal mit direkt angrenzend verlaufendem Waalweg angelegt. Gleichzeitig wird dadurch eine Steilstufe im Wanderweg entschärft und leichter begehbar. Zusätzlich wird ein Holzzaun aus vor Ort gewonnenem Kastanienholz als Absturzsicherung errichtet."

Im Zuge eines Lokalaugenscheins hat Forstwirtschaftslandesrat Luis Walcher zwei aktuelle Projekte im Forstinspektorat Meran besichtigt. "Diese Maßnahmen sind ein gutes Beispiel dafür, wie die Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft, Tourismus und Forstdienst einen vielfältigen Nutzen bringt: Die Arbeiten sichern die Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen, verbessern die Sicherheit der Wege und tragen gleichzeitig zur Aufwertung unserer Kulturlandschaft bei", unterstreicht Landesrat Walcher.

Am Maiser Neuwaal, der insgesamt fast 10 Kilometer lang ist, wurde im März ein Teilstück von rund 115 Metern Länge generalsaniert. Dadurch wird die Bewässerung von rund 75 Hektar landwirtschaftlicher Fläche gesichert und die Instandhaltung erleichtert, die steilen Hänge werden vor Wasseraustritten und folgenden Schäden geschützt.

"Im Forstinspektorat Meran arbeiten wir in diesem Frühjahr an insgesamt sechs verschiedenen Projekten bei Waalen und Waalwegen", erläutert Amtsdirektor Pircher: "Unsere Forstarbeiter sind auch am Algunder Waalweg, in der Gemeinde Tscherms und in der Gemeinde Marling im Einsatz." Dabei werden auch angrenzende Trockenmauern erneuert, Holzzäune repariert und bestehende Betonkanäle aus den 1960er- und 1970er-Jahren in steingepflasterte, naturnähere Gerinne umgewandelt.

Die Arbeiten erfolgen in Zusammenarbeit und Abstimmung mit Gemeinden, Tourismusvereinen, Bonifizierungskonsortien und Forstinspektorat in Umsetzung und Finanzierung.

Im Frühjahr und Sommer bleibt hingegen die außerordentliche Instandsetzung von Wanderwegen und die Betreuung des Wanderwegenetzes in den Schutzgebieten wie Naturparke und Nationalpark ein Schwerpunkt der Regiearbeiten des Forstdienstes. 

LPA/mac