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Fahrradmobilität in Südtirol: Einheitliches Orientierungssystem

Südtirolweit einheitliches Orientierungssystem mit intuitiver und gut erkennbarer Beschilderung eingeführt -Alfreider: "Mehr Klarheit und Sicherheit entlang der Radwege im Land"

BOZEN (LPA). In der Sitzung vom 27. März hat die Landesregierung die neuen Leitlinien für ein einheitliches Orientierungssystem für die Radmobilität genehmigt.  "Es braucht mehr Klarheit und Sicherheit entlang der Radwege im Land. Mit einem einheitlichen Orientierungssystem wollen wir Radfahrenden verständlichere und besser erkennbare Hinweise entlang des gesamten Netzes bieten", erklärt Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider

Die Maßnahme setzt die Vorgaben des Landesplans für nachhaltige Mobilität 2035, des Fahrradmobilitätsplans Südtirol, des KlimaplanSüdtirol 2040 sowie der Verordnung über Radwege und Rad- und Gehwege um.

Grundlage des Beschlusses ist die bisher uneinheitliche Handhabung der Radwegebeschilderung. Durch unterschiedliche Betreiber der Infrastrukturen haben sich im Laufe der Zeit verschiedene Lösungen entwickelt. Dadurch waren die Hinweise nicht immer einheitlich und für die Nutzerinnen und Nutzer nicht immer leicht verständlich.

Die neuen Leitlinien sind eine praktische Orientierungshilfe für die Bezirksgemeinschaften und Gemeinden. Die Straßenverkehrsordnung gibt zwar den rechtlichen Rahmen vor, ist aber oft wenig konkret in der praktischen Anwendung und berücksichtigt die besonderen Anforderungen der Radmobilität eingeschränkt. Das neue System führt daher klare und einheitliche Kriterien ein, die Planung und Umsetzung erleichtern sollen. Es ergänzt die bestehende Beschilderung, ohne sie zu ersetzen, und schließt insbesondere Lücken bei spezifischen Orientierungshilfen für den Radverkehr.

Zu den Neuerungen gehört auch die Möglichkeit, touristische und thematische Radrouten systematisch zu kennzeichnen, etwa Fernradwege. Auch auf die Gestaltung und die Einbindung in die Landschaft wurde besonderer Wert gelegt. Das System verwendet einheitliche grafische Elemente.

"Die Bezeichnung 'Orientierungssystem' verdeutlicht, dass es sich nicht nur um neue Beschilderung handelt, sondern um eine zusätzliche Informationsebene speziell für die Radmobilität. Diese ergänzt die bestehende Beschilderung laut Straßenverkehrsordnung, ohne Überschneidungen oder Widersprüche", erklärt der Direktor des Amtes für Infrastrukturen und nachhaltige Mobilität, Alexander Alber.

Die Leitlinien wurde in einem Beteiligungsprozess erarbeitet, an dem die Bezirksgemeinschaften, die Südtiroler Transportstrukturen AG (STA), der Straßendienst und verschiedene Landesämter beteiligt waren.

LPA/red/kat