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Enneberg: Ausschreibung für Sicherung der SS244 veröffentlicht

Eingriff betrifft einen 500 Meter langen Abschnitt zwischen Zwischenwasser und Pikolein - in den letzten Jahren zunehmende Gefährdung durch Steinschläge

BOZEN/ENNEBERG (LPA). Die Ausschreibung für die Sicherung des Hanges oberhalb der Gadertaler Staatsstraße (SS244) im Gemeindegebiet von Enneberg ist veröffentlicht worden.

Der Eingriff betrifft einen rund 500 Meter langen Abschnitt zwischen den Ortschaften Zwischenwasser und Pikolein (zwischen Kilometer 10 und Kilometer 10+500). In diesem Bereich haben sich in den vergangenen Jahren zunehmende Steinschläge ereignet. Der Hang oberhalb der Straße ist sehr steil und unübersichtlich, mit vielen Rinnen und instabilen Felsbereichen, aus denen sich Material lösen und talwärts bewegen kann.

Die Situation hat sich zusätzlich durch den Borkenkäfer verschärft. Dieser hat den umliegenden Wald geschädigt, wodurch der Hang instabiler geworden ist und Geröll weniger zurückgehalten wird. Dadurch kommt es häufiger zu Steinschlägen. "Das Projekt hat das Ziel, das Risiko für den Verkehr deutlich zu verringern und die Sicherheit für die Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten", erklärt der Landesrat für Infrastruktur und Mobilität, Daniel Alfreider.

Die wichtigsten Maßnahmen

Wie die Projektverantwortliche Giulia Dell’Eva vom Amt für Straßen Nord/Ost erklärt, umfasst das Projekt verschiedene aktive und passive Schutzmaßnahmen. Instabile Felswände werden mit verstärkten Stahlnetzen und Felsnägeln gesichert. Beschädigte bestehende Netze werden erneuert. Zusätzlich werden neue Steinschlagbarrieren errichtet, die auf Grundlage von Simulationen dimensioniert werden.

Vor Beginn der Arbeiten sind Rodungen und Sicherungsarbeiten am Hang vorgesehen. Aufgrund der steilen und schwer zugänglichen Lage wird Material teilweise mit dem Hubschrauber transportiert.

Die vertraglich festgelegte Bauzeit beträgt 140 Tage. Der Abschluss der Arbeiten ist im Laufe des Jahres 2026 vorgesehen. Die Gesamtkosten des Projekts, das Thomas Ferrari geplant hat, belaufen sich auf 1,8 Millionen Euro.

LPA/gm/kat