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Rat für Wissenschaft, Forschung & Innovation genehmigt Jahresprogramm
Land Südtirol will weiter in Innovation und Forschung investieren – Rat für Wissenschaft, Forschung und Innovation berät Landesregierung in Sachen Wissenschafts- und Innovationsförderung
BOZEN (LPA). Das Landesprogramm für Forschung und Innovation hat die Schwerpunkte für die Abteilung Innovation, Forschung, Universität und Museen, das Amt für Innovation und Technologie und das Amt für Wissenschaft und Forschung festgelegt. Im aktuellen Jahr steht besonders die Entwicklung der Investitionen in Forschung und Entwicklung in Südtirol im Fokus.
Die im September 2025 vom Landesstatistikinstitut ASTAT veröffentlichten Daten zeigen, dass Unternehmen zunehmend zurückhaltender investieren: Der Anteil sank im Jahr 2023 von 56,5 Prozent auf 51,7 Prozent. Vom Wirtschaftsforschungsinstitut der Handelskammer Bozen wird im Laufe dieses Jahres eine Erhebung durchgeführt. Die Ergebnisse können dann dafür genutzt werden, um mit gezielten Maßnahmen diesem Trend entgegenzuwirken.
"Auch für Südtirol ist die Innovationsfähigkeit der Wirtschaft ein entscheidender Vorteil im internationalen Wettbewerb. Wir wollen darum weiter daran arbeiten, den Boden für Innovationen noch fruchtbarer zu machen", hob Landesrat Philipp Achammer bei der jüngsten Sitzung des Rates für Wissenschaft, Forschung und Innovation hervor.
Seit Mitte Jänner leitet Kathrin Oberrauch das Amt für Innovation und Technologie. Bei der Vorstellung des Landesprogrammes für Innovation erinnerte die Direktorin an die Möglichkeiten, mit denen vor allem Unternehmen für innovative Ideen und Investitionen finanzielle Unterstützung vom Land erhalten können. Zudem informierte Oberrauch darüber, dass für 2026 eine neue Ausschreibung für Innovationscluster vorgesehen ist: Dabei müssen sich mindestens fünf Unternehmen zusammenschließen und mit Forschungs- oder Bildungseinrichtungen Innovationstätigkeiten durchführen und damit den Technologietransfer, die Netzwerkbildung und Informationsverbreitung vorantreiben.
Der Direktor des Amtes für Wissenschaft und Forschung, Manuel Gatto, stellte die Schwerpunkte im Bereich Forschung vor und erwähnte dabei unter anderem, dass im Jahr 2026 eine weitere, die insgesamt vierte, EU-Partnerschaft abgeschlossen werden soll. Diese befasst sich mit dem Thema Forst und nachhaltige Forstwirtschaft und fügt sich gut in die bestehenden Partnerschaften zu Biodiversität, Agroökologie und Lebensmittelproduktion ein. Gatto erinnerte an den Euregio Science Fund, mit dem interregionale Forschungsprojekte im Bereich der Grundlagenforschung unterstützt werden. Bis 26. Mai können entsprechende Projekte eingereicht werden.
Die "Smart Specialication Strategy (RIS3)" ist das maßgebliche strategische Planungsinstrument der Innovations- und Forschungspolitik Südtirols. Um die Strategie aktuellen Entwicklungen anzupassen, wird bis Ende Dezember 2027 an einer Aktualisierung des Dokuments gearbeitet, in diesem Jahr starten die Vorbereitungsarbeiten. Abteilungsdirektor Franz Schöpf informierte darüber, dass für 2027 erstmals "Südtiroler Wissenschafts- und Innovationstage" organisiert würden. Die mehrtägige Veranstaltung solle die Ergebnisse aus Forschung und Innovation für die Bevölkerung greifbar machen. "Dieses Event wird in Zusammenarbeit mit den Südtiroler Forschungseinrichtungen, der NOI AG und innovativen Unternehmen organisiert", hob Schöpf hervor.
Die Mitglieder des Rates für Wissenschaft, Forschung und Innovation nutzten die Möglichkeit, um unterschiedlichste Anmerkungen am Landesprogramm vorzubringen. Inputs dafür kamen auch von Christian Baccarella, Professor für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Innovation und Marketing an der Freien Universität Bozen. In einem Impulsreferat sprach Baccarella über Innovationsdynamiken und gab sechs Empfehlungen dazu weiter. Das Landesprogramm für Forschung und Innovation wurde von den Mitgliedern mehrheitlich gutgeheißen. Demnächst wird sich auch die Landesregierung damit befassen, womit das Programm in Kraft treten kann.
LPA/ck


